Softmaker Office 2012 für Linux im öffentlichen Betatest

Donnerstag, 09. August 2012

Nach der Windowsversion und einer Variante für Android (noch im Betatest) werkelt man bereits an der ersten öffentlichen Beta des Officepakets für Linux. Neu gegenüber der vor zwei Jahren erschienenen Version sind viele Verbesserungen im Detail. Für Textmaker gibt es eine Seitenleiste, in der man recht schnell im Dokument navigieren kann, einen Schieberegler für Zoomstufen in allen Anwendungen u.v.m. Wichtigste Neuerung ist die Integration von Duden- und Langenscheidt-Wörterbüchern. Allerdings wird man die zusätzlichen Lizenzgebühren auch im Preis bemerken. Die Windowsversion wurde z.B. in eine „Standard“- und eine „Pro“-Version gesplittet, wobei die Variante mit allen Wörterbüchern und einem extern zugekauften PIM ala Outlook (emClient) auf stolze 100 Euro kommt. Da der PIM zwingend MS .NET benötigt, wird man sich in Softmaker für Linux auf die Textverarbeitung, die Tabellenkalkulation und den Powerpoint-Klon beschränken.

[Nachtrag] Da der Duden Korrektor nur unter Windows läuft und in der Linux-Version also fehlt, wird sich nach Angaben von Softmaker der Preis für das Linux-Office eher an der „Standard“-Version für Win orientieren. Als Wörterbücher sind Langenscheidts Standard-Wörterbücher für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch dabei sowie das Duden Universalwörterbuch und das Fremdwörterbuch.

[Update 1.10.2012] Die finale Version ist nun freigegeben. 40 Euro für’s Update.

UltraEdit für Linux kommt im Oktober

Donnerstag, 10. September 2009

Die Linux- und Mac-Versionen des beliebten Editors UltraEdit, die im Moment noch im Betatest sind (bzw. RC), sollen im Oktober erscheinen. Die Funktionalität ist identisch mit der bisherigen Windows-Version. Etwas Verwirrung scheint noch bei der Preisvorstellung zu herrschen. So wird der Normalpreis für Neukunden bei stolzen 70 US-Dollar liegen, der Einführungspreis bei 50 USD und der Updatepreis für IDM-Kunden bei etwa 40 USD. Zudem wird es eine Multiplattform-Lizenz in Höhe von geplanten 95 USD geben, Kunden zahlen dafür 65 USD. In den Preisen sind jeweils Updates für ein Jahr enthalten, danach wird eine neue (ermäßigte) Lizenz fällig (von geschätzten 25 bis 30 USD pro UltraEdit-Lizenz).

Papyrus Autor Textverarbeitung erschienen

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Daran haben sie eine ganze Weile gestrickt bei der Berliner Fa. R.O.M. logicware, nun ist das erste Release erschienen: Papyrus Autor für Mac und Windows. Im Prinzip ein aufgebohrtes Papyrus mit diverser Zusatzfunktionalität speziell für Autoren und sonstige Vielschreiber.

  • Stilanalyse: „doppelte Wörter (werden) in (einstellbarer) naher Umgebung angezeigt, editierbare und umschaltbare Listen von Füllwörtern und „schlechtem Ausdruck“ markiert ebenfalls Bereiche, die einen möglicherweise schlechten Ausdruck beinhalten könnten“.
  • Ausführliche Notiz- und Markierungs-Funktionen
  • Erweiterte Gliederungsübersicht: Ermöglicht die Sortierung von Kapiteln, eine Statusanzeige zeigt an, wie weit einzelne Kapitel gediehen sind. Zusätzliche Kommentarfunktionen pp.

Die Abbildung zeigt die Optionseinstellungen für die Stilanalyse, deren Funktion gerade erforscht wird. ;) Zur Vergrößerung auf das Bild klicken (im neuen Fenster, 683x553px).

Optionen

Eine Demoversion ist über die Papyrus-Website erhältlich. Preislich bewegt man sich im unteren Rahmen dessen, was man so in etwa angepeilt hatte: 149.- Euro. Papyrus Autor hat neben den Sonderfunktionen dieselbe Funktionalität wie das „normale“ Papyrus (das preislich bei rund 100 Euro liegt). Eine Textverarbeitung, die mit wenigen Megabyte auskommt, auch vom USB-Stick läuft (Windows), mit vielen pfiffigen Funktionen aufwartet – etwa der beliebten Markierung von „diskontinuierlichen Blöcken“ – und mit Papyrus Base auch eine kleine Datenbank hat. Mit der 2008er-Version wird der Duden Korrektor integriert als Rechtschreibkorrektur eingesetzt, eine Lizenz ist im Preis inbegriffen. Für OS/2-Veteranen gibt es die aktuelle Papyrus-Version auch für dieses schöne Betriebssystem, allerdings ohne Duden. Umfangreiche Dokumentation ist im papyruseigenen Format vorhanden – allein die Beschreibung der Zusatzfunktionen für die Autor-Version umfaßt 32 Seiten.

Die-Hard-Anwender herkömmlicher Office-Produkte werden sich allerdings etwas umgewöhnen müssen, da Papyrus seine eigene Philosophie von ergonomischer Software hat. An einer Portierung auf Linux wird wohl gearbeitet, könnte aber noch etwas dauern.

Ein laufendes Papyrus Autor mit geöffnetem Stilanalyse-Einstellungsdialog kann man hier sehen (zur Vergrößerung auf das Bild klicken, 1280x1024px, im neuen Fenster)

Optionen

[Update] Da sich Papyrus Autor bereits als Papyrus 14 definiert und eine normale Papyrus-Version neben dem „Autor“ weiterentwickelt werden soll, bleibt die Frage, mit welchen Neuerungen das nächste „normale“ Papyrus Office 2009 (i.e. 14) aufwarten wird, um Anwendern von Papyrus Office 13 das kostenpflichtige Update auf Pap 14 (Normalversion) schmackhaft zu machen.

Ob man 149 Euro und im Update 69 Euro auf die Autor-Version ausgeben soll, bleibt jedem selbst überlassen. Prinzipiell kann man den Erwerb der Autor-Version unter perspektivischen Investitionen verbuchen in der Hoffnung auf Features, die noch eingebaut werden (könnten). Interessenten sollten sich daher die 30tägige Testversion genauer ansehen, ob sich der höhere Preis im Moment tatsächlich lohnt.