Amazons eBook-Reader Kindle in der NYT

Mittwoch, 28. November 2007

KindleDie New York Times vom 22.11.2007 bringt eine längere Besprechung von Amazons neuem eBook-Reader “Kindle”, der (im Moment?) nur für den amerikanischen Markt konzipiert ist und den Rezensenten zunächst an einen Commodore 64 erinnerte. Das Prinzip von Kindle baut auf Sonys “E Ink”-Technologie auf: Im Gegensatz zu herkömmlichen PDAs wird Energie nur zum Umblättern der “Seiten” oder der Navigation im Dokument sowie für die WLAN-Verbindung verwendet, das spezielle Display speichert immer den jeweils aktuellen Zustand. Frisches Futter wie eBooks oder eigene Dokumente lassen sich via WLAN downloaden oder per USB vom PC übertragen – online aus dem Amazon-Shop oder über eine spezielle Kindle-Email-Adresse, für die Amazon aber gesondert zur Kasse bittet (mit 10 Cent pro E-Mail). Um die Kunden via WLAN bei der Stange zu halten, ist Amazon mit Sprint einen Deal eingegangen, demzufolge Netzzugriffe von Kindles kostenlos erfolgen. In welchem Format die eBooks vorliegen wird zwar nicht angegeben, jedoch dürfte es sich angesichts der Masse an verfügbaren Büchern um PDF handeln. Preislich liegt das Teil bei reichlich absurd erscheinenden 400 US-Dollar.

Alles schon einmal dagewesen, und Sony ist mit einem ähnlichen Modell, ähnlichem Preis und proprietärem Format der eBooks mit restriktivem DRM (Digital Rights Management) auf breiter Front gescheitert, jedoch verspricht sich Amazon durch die Einbeziehung von mehr Verlagen, mehr oder weniger attraktiven Preisen für die eBooks, abgestimmter Software für den unproblematischen Kauf der eBooks (bei Amazon!) über WLAN und vor allem dem günstigen Bezug von Tageszeitungen im speziellen elektronischen Format (PDF?) ein nettes Geschäft. Was dabei auffällt sind die moderaten Preise für die Tageszeitungen. 14 USD für die NYT, 15 USD für Le Monde etc. Angesichts der Mondpreise für die reinen Online-Zugänge hiesiger Tageszeitungen (20 Euro Süddeutsche, 25 für die FAZ) dürfte es hierzulande mehr als schwierig werden, in diesem Bereich ein zusätzliches rsp. alternatives Geschäft aufzuziehen.

Und angesichts des Preises von 400 USD (das wäre dann erfahrungsgemäß auch der Preis in Euro, falls der Kindle hier auf den Markt käme) für ein Gerät, das neben dem Lesen von Dokumenten nur noch einen ziemlich lausigen Webbrowser hat und sonst nichts weiter kann, darf man gespannt sein auf die weitere Preisentwicklung beim Kindle. Mit oder ohne SIM-Lock, quersubventioniert von den darbenden Tageszeitungen, die auch dieses Geschäftsmodell wieder verbocken.

Ubuntu auf dem Asus eeePC

Mittwoch, 28. November 2007

Interessant...Erste Fortschritte beim Austausch des vorinstallierten Xandros Linux auf dem flash-basierten Asus eeePC sind zu verzeichnen:

HOWTO – Install Ubuntu on the Asus Eee PC
auf hackzine.com hat einen netten Screenshot und zwei interessante Links:

Installing Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon on my Asus Eee PC auf CommsBlog zeigt die Ubuntu-Installation im Schnelldurchgang und beschreibt auch ein paar Besonderheiten, die einmal der schmalen Bildschirmauflösung als auch der fehlenden Festplatte rsp. dem Flash-Speichermedium geschuldet sind. Vor allem sind unnötige Flashspeicher-Zugriffe zu vermeiden und die Treiber für WLAN etc. einzubinden. Insgesamt dürfte es demnach nicht so schwierig sein, und Fummelei in Konfigdateien ist man bei Unixen ja gewohnt. ;-)

Erste Anlaufstelle für Experimente dieser Art ist eeeuser.com mit sehr detaillierten Beschreibungen wie Yet another way to install Ubuntu 7.10 on Eee PC im Wiki, auf der Seite sind auch weitere Experimente zu finden.

Und da das Auge ja mit ißt, hier der Hit: Ubuntu 7.10 on Transcend 8GB SDHC Class 6 with ASUS Eee PC auf YouTube vom 11.11. Oder frei nach “Johann” in Petersens “Boot”: Er läuft!!! Wahrscheinlich bootet das Teil über eine externe SD-Karte. Da haben wir ab Januar ja netten Stoff fürs Blog… Der entspannte Admin im Bild ist übrigens TuxPaint entnommen.

[Update] Ubuntu-Fans sollten auf das Erscheinen der 8.04 am 24. April 2008 warten, da hier verbesserte Hardwareuntertstützung aus dem Laptop-Projekt eingeflossen ist und die angepaßten Ubuntu-Ableger für den EeePC dann updaten werden. Im Moment erfreut sich übrigens die Xubuntu-Version namens eeeXubuntu größerer Beliebtheit, deren Stand ist Januar 2008.

s. auch den aktuelleren Eintrag hier: Ubuntu 8.04 auf dem EeePC

Palm verschleudert PDAs – in den USA

Mittwoch, 21. November 2007

PDAAlles muß raus. Während der deutsche Palm-Shop den TX noch für 295 Euro anpreist, verschleudert der internationale store.palm.com dasselbe Gerät in einer befristeten Aktion bis zum 26.11.07 für 199 US-Dollar incl. einiger “Goodies”. Der E2 liegt bei rund 150 Dollar, offenbar wird man die Geräte nur noch mit großen Abschlägen los. Deutsche Interessenten dürften sich bereits während der letzten September-Aktion eingedeckt haben – das war’s dann wohl. (via Gizmodo)

Asus EeePC aufgeschraubt

Donnerstag, 08. November 2007

eeepcMan kann das Teil zwar noch nicht kaufen, aber einige auseinandergeschraubte Exemplare betrachten. Nach einem Link von eeepc.de, übrigens Glückwunsch zur Domainregistrierung, ;-) hat TweakTown.com für alle Interessierten ein Gerät komplett in alle Bestandteile zerlegt  Screenshots aller internen Komponenten, Chips usw. sowie die Darstellung aller dazu nötigen Schritte incl. Erlöschen der Garantie bei allzu ausgeprägtem Forscherdrang runden den Artikel ab, auf daß das Schrauberherz höherschlage.

Erste Kurztests Asus EeePC

Dienstag, 30. Oktober 2007

EEEPCEeeUser.com ist ein (englischsprachiges) Weblog zum EeePC von Asus. Wem das jetzt nichts sagt: Der EeePC ist ein Mini-Notebook mit Flash-Speicher anstatt Festplatte und hat Wifi, USB2, eine Webcam (wer’s braucht) etc. “on board”. Als Betriebssystem dient eine Linux-Variante von Xandros. Das Besondere an diesem Teil ist der im Moment noch unschlagbare Preis – die europäische Version dürfte je nach Ausstattung zwischen 200 und 300 Euro liegen, wahrscheinlich (steht zu befürchten) aber höher. Im Prinzip also das, was man bei Palms Foleo erwartet hatte…

Und da eeeuser bereits eine Vorabversion für den amerikanischen Markt erhalten hat, kann man dort erste Laufversuche mit diesem Gerät mitverfolgen. Besonders interessant dürfte sein, wie man den “Asus-Launcher” – eine Umgebung für Otto Normalanwender – umgehen und vollen Zugriff auf das Gerät bekommen kann. Mehr ebd.

[Update] Heise hat ihn inwischen auch:

Sofern der taiwanische Preis von 240 Euro für dieses Modell auch in Deutschland gilt, dann hat Asus mit dem Eee PC einen echten Kracher im Programm. Der Kleine ersetzt zwar weder weder Notebook noch PC, aber als stabiler Rechner unterwegs, der alle benötigten Anwendungen bereits mitbringt, schick aussieht und in jede Tasche passen dürfte, ist er unschlagbar – und konkurrenzlos [..] Quelle: heise.de

Als Desktop-Umgebung läuft IceWM auf zwar lahmer (Celeron M), aber ausreichend schneller Hardware. Die offizielle Vorstellung der deutschen Versionen und Bekanntgabe der Preise erfolgt am Dienstag, 7. November.

[Update 2] Erhältlich ist das Teil ab Dezember zum Preis von 300 Euro. Verkauft wird in Deutschland (zunächst?) nur die Version mit 4GB Speicher. Eine Bildergalerie mit dem EeePC in weiß oder schwarz sowie erste Eindrücke von der Produktvorstellung hat golem.de.

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