EeeBuntu 3.0 Standard und NBR freigegeben

Montag, 01. Juni 2009

Eine optimierte Ubuntu für den EeePC namens EeeBuntu ist heute in der Version 3.0 freigegeben worden. Eine abgespeckte Basis-Version ist zwar seit zwei Wochen erhältlich, jedoch bereiteten diverse Bugs in Ubuntu 9.04 sowie viele notwendige Anpassungen an die EeePC-Hardware bei den erweiterten Varianten ein paar Probleme. EeeBuntu 3.0 basiert nun auf Ubuntu 9.04, ISOs für die Basisversion, die erheblich erweiterte Standardversion sowie die Variante mit Netbook Remix Oberfläche gibt es Direktdownload über diverse Mirrorserver oder als Bittorrent-Download über linuxtracker.org (letzteres wird bevorzugt). Release Notes gibt es traditionell nicht, diverse Informationen und freundliche Hilfestellung erhält man über das Forum.

Die Installation via USB-Medium sollte problemlos mit unetbootin gehen. Wie immer der Hinweis, daß es alle drei Version platzsparend auf einer DVD (als ISOs) im Tuxpost-Shop gibt. Selbstsauger fahren mit der Bittorrent-Methode am Besten.

eeeBuntu 3.0 Base freigegeben

Samstag, 16. Mai 2009

Die Minimal-Version dieser Ubuntu-Netbook-Variante auf Basis von Ubuntu 9.04 wurde von den Entwicklern am 15. Mai freigegeben. eeeBuntu Base enthält nur das System incl. Gnome und ein paar Tools (english only). In den nächsten Tagen sollen die weiteren Versionen “Standard” und “NBR” folgen – Standard enthält wesentlich mehr Programme und NBR hat das Netbook Remix als Standard-Oberfläche.

Das Hauptproblem, das auch den Freigabetermin der erweiterten eeeBuntu-Varianten verzögert, sind diesmal diverse Bugs in Ubuntu 9.04, insbesondere der von Ubuntu verwendete Kernel hat bei Intel-Grafik ein ganz spezielles Problem.

Eine Upgradefunktion von eeebuntu 2.0 auf 3.0 ist aufgrund diverse Änderungen unter der Haube nicht vorgesehen. Download-Links gibt es auf der Projekthomepage, inzwischen stehen auch einige (http-)Spiegelserver bereit. Den offiziellen Torrent hat linuxtracker.org. Soviel vorweg: Wifi als kritischer Punkt beim EeePC läuft “out of the box” (zumindest beim EeePC 900A), wie der Screenshot zeigt:

eeeBuntu

Easy Peasy 1.1 für Netbooks veröffentlicht

Dienstag, 21. April 2009

Die auf Ubuntu 8.10 aufsetzende Easy Peasy (ehemals Ubuntu-eee) ist in der Version 1.1 freigegeben worden. Gegenüber der ersten Version gibt es vor allem unzählige Bugfixes, ein neues ausgewogeneres Erscheinungsbild (Wallpaper, Bootscreen, Theme, Icons usw.) sowie diverse Aktualisierungen der enthaltenen Software. Eine Upgrademöglichkeit besteht erst ab morgen (Mittwoch), das ISO ist über Sourceforge erhältlich und rund 900 MB groß. Die künftige Easy Peasy 2.0 wird dann auf Ubuntu 9.04 basieren. Zum Veröffentlichungstermin hat man sich auch eine neue Website gegönnt, allerdings scheint die Hardware etwas zu schwächeln.

Das ISO auf einen USB-Stick zu schieben und von dort zu installieren sollte weiterhin mit unetbootin möglich sein.

Ubuntu Netbook Remix 9.04 nun offizieller Teil der Ubuntu-Familie

Freitag, 03. April 2009

Der Ubuntu Netbook Remix 9.04, eine spezielle Ubuntu-Version für Netbooks mit spezieller Oberfläche, ist mit der aktuellen 9.04 Beta nun offizieller Teil der Ubuntu-Familie. Bisher war diese Version noch relativ unbrauchbar und erinnerte vom Layout und den vorinstallierten Tools eher an eine Vorstudie speziell für Tablet-PCs. Unterstützt (“models known to work well”) werden nun die Netbooks von

  • Asus Eee PC 900
  • Asus Eee PC 1000
  • Asus Aspire One (so stand’s in der offiziellen Ankündigung…)
  • Samsung NC10
  • Dell Mini9

Die Datei ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.img gibt es als Image für USB-Speicherträger auf dem Ubuntu-Server (als “UNR USB image”) und läßt sich mit dd auf dem USB-Stick installieren. Falls Ihrem Stick das Device “sdf” zugeordnet wurde, lautet der Installationsbefehl

dd if=ubuntu-9.04-beta-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdf

(dd input-file output-file/Device). Falls dem Stick ein anderes Device zugeordnet worden ist, muß man den Befehl natürlich entsprechend ändern. Überprüfen läßt sich dies, indem man den Stick vorher mountet und mittels “df” nachsieht, welches Device er nun bekommen hat. Alternativ geht natürlich auch “cat /etc/mtab”.

Wieweit sich diese offizielle Netbook-Ubuntu von den bisherigen Community-(Remix)Versionen wie Easy Peasy oder eeeBuntu u.a. unterscheidet, dürfte die spannendste Frage bei diesem Betatest sein. Und der Screenshot:
Ubuntu Remix
Auf das Bild klicken zur Vergrößerung (1024x600px, im neuen Fenster). Soviel vorweg: Beim EeePC 900A geht Wifi nicht automatisch.

[Update] Aufgrund eines Kernelbugs gibt es ein etwas nervendes Problem bei Mouse-over-Effekten, wobei der Bildschirm kurzzeitig einfriert. Laut Distrowatch wird der Bug für die Final Release am 23. April auch nicht mehr gefixed, sodaß man hier auf einen minimal älteren Kernel umsteigen und diesen auf “hold” stellen sollte, damit er beim nächsten Kernel-Update nicht automatisch ersetzt wird. Die Links im Artikel wurden auf die 9.04 Release angepaßt.

Wikipedia-Dumps auf dem EeePC lesen

Samstag, 14. Februar 2009

Die Wikipedia auf der Guckkastenbühne des EeePC 701: Vorausgesetzt, man hat sich eine zusätzliche SD-Karte von 2 GB gegönnt und benutzt nicht das vorinstallierte Xandros-Linux, kommt man ohne größere Verrenkungen in den Genuß einer kompletten Wikipedia für unterwegs – offline, ohne lokalen Webserver pp. Geht nicht? Wenn man sich auf die Textversion beschränkt, ohne Bilder und Multimedia, ist das kein Problem. Die nachfolgende Kurzanleitung bezieht sich auf den EeePC 701 mit installiertem Ubuntu-eee 8.10 aka Easy Peasy 1.0 als Betriebssystem – also ein “Netbook” mit Flashspeicher anstelle einer Festplatte. Diese EeePC-Version dürfte es im Ramsch für weit unter 200 Euro geben.

Auf der Wikimedia-Downloadseite finden sich diverse Dumps der Wikipedia-Datenbank, u.a. getrennt nach landesspezifischen Versionen: enwiki beinhaltet die englische Version, während dewiki die deutschsprachigen Seiten enthält usw. Der aktuellste abgeschlossene dewiki-Dump ist im Moment die Version vom 6.12.2008. Aus dem Serververzeichnis 20081206 benötigen wir nur den Text der Artikel in XML-Form, den die Datei pages-articles.xml.bz2 beinhaltet. Achtung: Die Dateigröße des komprimierten bz2-Archivs beträgt rund 1,3 Gigabyte.

Als Reader bietet sich der Wikipedia Dump Reader an, der die Daten der XML-Datei direkt aus dem bz2-Archiv lesen kann mit dem Vorteil, daß man die riesige Datei zur Indexierung und zum Auslesen nicht erst entpacken muß – was etwa die zehnfache Größe des Archivs ergäbe. Der Reader basiert auf PyQt4, aus den Ubuntu-Repositories muß also noch via Synaptic das python-qt4-Archiv installiert werden, was mit ein paar Abhängigkeiten eine Downloadgröße von noch einmal rund 32 MB ergibt.

Den Reader entpackt man im Homeverzeichnis in ein Unterverzeichnis nach Wahl und nimmt in der Datei dumpReader.py noch ein paar Änderungen vor: Da wir auf dem EeePC auf mathematische Formeldarstellungen via LaTeX-Rendering verzichten können, wird die Variable latexRendering = True auf False gesetzt.

Die Initialisierung unserer Offline-Wikipedia nehmen wir besser auf einem Desktoprechner vor, da beim ersten Aufruf des Dump Readers (“python /home/username/reader/dumpReader.py” – ohne Tüttelchen) ein Index der Textseiten erstellt wird. Der Index selbst ist zwar anschließend nur 27 MB groß, jedoch dauert dessen Erstellung eine ganze Weile (auf dem Desktoprechner muß folglich PyQt4 installiert sein).

Die pages-articles.xml.bz2 samt Index kopieren wir auf einen Stick und schieben alles in ein Unterverzeichnis der SD-Karte auf dem EeePC. Die Installation des Dump Readers sowie der python-qt4 erfolgt auch auf dem EeePC wie beschriebenen, und nachdem man dem Reader das bz2-Archiv gezeigt hat, kann’s losgehen – den Index haben wir ja mitkopiert, folglich muß dieser nicht mehr neu erstellt werden. Das Arbeiten mit der Offline-Wikipedia geht mit dem Dump Reader sehr flott, selbst Querverweise werden recht schnell angezeigt. Und der Screenshot:
Wikipedia
(Wikipedia deutsch komplett unter Easy Peasy 1.0. Zur vergrößerten Darstellung auf das Bild klicken, im neuen Fenster)

Neben der Wikipedia empfiehlt sich für den EeePC noch das Telefonbuch aus dem TVG-Verlag (i.e. das Verzeichnis der Telekom), dessen Linux-Version samt “Map & Route”-Karte recht zufriedenstellend läuft – wenn auch die Bildschirmhöhe des 701 mit 480px etwas zu klein für das Programm ist. Falls die Installation des Telefonbuchs auf dem EeePC via USB-Medium erfolgen soll, installiert man es besser vorher auf dem Desktoprechner und kopiert anschließend alle Verzeichnisse auf den EeePC – der TVG-Installer setzt zwingend ein DVD-Laufwerk voraus.

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