Rockbox 3.5 mit Support für SanDisk Sansa v2 mp3-Player

Donnerstag, 04. Februar 2010

RockboxDie alternative Firmware Rockbox für bestimmte mp3-Player (s. Liste) hat in der neuen Version 3.5 nun vollständigen Support für zwei Player von SanDisk, namentlich den e200 mit der Firmware ab v2 (hier wurde zunächst nur die Firmware von älteren Modellen (v1) unterstützt) sowie den SanDisk Fuze v1. Beide Varianten waren zunächst experimentell und wurden nun in den “stable”-Bereich aufgenommen. Da die Hersteller ständig die Hardware modifizieren und Spezifikationen nicht öffentlich machen, sind brauchbare Builds für spezielle Player erst dann verfügbar, wenn die Hardware gar nicht mehr käuflich erworben werden kann. So ist der SanDisk Fuze der Nachfolger vom e200, wobei der Fuze inzwischen auch wieder eine veränderte Hardware-Ausstattung bekommen hat (v2). Und diese neue Hardware wird im Moment noch nicht unterstützt. ;-) Jedenfalls kommen Besitzer des älteren Sansa e200 v2 nun ebenfalls in den Genuß eines alternativen OS, sodaß bspw. eBay-Schnäppchen nicht mehr so risikoreich sein müssen (meist hatte der Verkäufer keine Ahnung, welche Firmware denn nun auf dem e200 lief).

Rockbox 3.4 alternatives OS für mp3-Player veröffentlicht

Freitag, 25. September 2009

RockboxDie alternative Firmware für eine Reihe von mp3-Playern Rockbox ist in der Version 3.4 veröffentlicht worden. Neben der Beseitigung diverser Bugs gibt es eine bessere Unterstützung von RealMedia-Dateien, eine größere Stabilität bei der internen Datenbank u.v.m. Die Hardwareunterstützung des Stable-Zweigs beschränkt sich noch auf etwas ältere Player. Beim SanDisk Sansa e200 etwa werden nur Geräte mit der v1-Firmware unterstützt, da Sandisk mit der v2-Firmware auch die Hardwarekomponenten austauschte.

Neu bei Rockbox ist inzwischen ein erweiterter Unstable-Bereich mit bereits kompilierter Firmware für eine Reihe von Geräten, die bisher nur experimentell unterstützt wurden. So hat der Port für den Sandisk e200 v2 große Fortschritte gemacht, und auch der SanDisk Fuze mit der v1-Firmware wird mit einem kompilierten Port bedacht. Allerdings sollte man sich vor der Installation experimenteller Ports mit diversen Macken vertraut machen, da diese Geräte nicht in allen Punkten unterstützt werden. Das sehr aktive und hilfsbereite Forum bietet dabei einige Anhaltspunkte, um vorher nachzusehen, was läuft und was nicht. Unter Current Builds (Unstable) liegen übrigens auch alle kompilierten Stable-Ports, in die sämtliche aktuellen Änderungen aus dem SVN eingeflossen sind. Wer also die neuesten Features benötigt, holt sich gleich eine aktuelle Version aus Unstable.

Rockbox 3.3 Alternativ-OS für mp3-Player

Freitag, 19. Juni 2009

RockboxRockbox, ein alternatives Betriebssystem für bestimmte mp3-Player, ist in der Version 3.3 heute veröffentlicht worden. Wichtigste Neuerung ist der USB-Support, der seit der Version 3.2 (vom März 2009) besteht und mit der 3.3 noch einmal verbessert wurde – bei älteren Versionen wurde beim Anschluß des Players an den PC noch das Original-OS gebootet. Rockbox verarbeitet seit der 3.3 auch jpegs im Format Album Art.

Unterstützt werden leider nur bestimmte Player einiger Hersteller. Für den SanDisk Sansa e200 beispielsweise gibt es nur (fast) vollständige Unterstützung für ältere Geräte mit  der 1.x-Firmware (v1). In späteren Varianten(v2) wurden andere Chips verbaut, deren Hersteller keine Spezifikationen mehr herausrückten. So gleicht die Portierung für diese Player einem Lesen im Kaffeesatz. Portierungen für neuere Sandisk-Modell (etwa Fuze) sind zwar in Entwicklung, jedoch in der aktuellen Fassung nicht gerade einfach zu installieren (insbesondere bei der Installation des Bootloaders können sich unerfahrene Anwender das Gerät zerschießen).

Neben den Rockbox-Hauptversionen kann man sich täglich automatisch erzeugte “Current Builds” installieren, falls einem die Zeit zwischen den Releases (ca. 3 Monate, uff…) zu langweilig wird oder man aktuell implementierte Features benötigt. Darüberhinaus gibt es diverse Styles, Iconsets und Fonts, die das etwas biedere Layout des Original-SanDisk-OS locker in den Schatten stellen. Für die Erstinstallation empfiehlt sich ein Rockbox-Tool bzw. die automatische Installation, das neben dem OS auch den Dual-Bootloader installiert und konfiguriert. Nicht zuletzt ist das ausführliche Handbuch zur Lektüre empfohlen.

Rockbox: OSS Firmware-Ersatz für Media-Player

Mittwoch, 02. April 2008

RockboxRockbox ist ein Open Source Firmware-Ersatz für diverse Media-Player, darunter die 200er-Serie des SanDisk Sansa-Players (s. Screenshot rechts). Entwickelt wird seit dem Jahr 2001, und inzwischen hat die Software einen Status erreicht, der in Kenntnis der vorinstallierten SanDisk-Firmware nur staunen läßt, was aus so einem Player für 60 Euro herauszuholen ist und was Sandisk hier verschenkt. Auf alle Fälle ist die Benutzeroberfläche eine reine Wohltat gegenüber dem recht muffigen und eher unhandlichen Original-Interface.

Neben diversen Plugins, Equalizer-Features sowie Themes-Support enthält Rockbox eine ganze Reihe auf Playern nicht gerade gängiger Codecs, darunter ogg, ape, flac, wavepack u.v.a.

Die Installation erfolgt recht schmerzlos: Man schließt den Player via USB am PC an und entpackt das Rockbox-Archiv ins Root-Verzeichnis des Flash-Speichers. Unter .rockbox liegt dann die komplette Firmware samt Plugins, Codepages, diversen Dateien für das mehrsprachige Userinterface pp. Mittels eines Hilfsprogramms (für Windows oder Linux) wird der Originalbootloader soweit modfiziert, daß Rockbox beim Hochfahren automatisch geladen wird – optional kann man via Dualboot auch die alte Firmware verwenden, die sich ohnehin bei der Verbindungsaufnahme zum PC wieder meldet. Mit diesem Hilfsprogramm läßt sich der Vorgang auch wieder rückgängig machen. ;) Man verliert natürlich die Hersteller-Garantie und werkelt auf eigenes Risiko. Empfohlen wird, nicht eins der älteren Releases zu verwenden, sondern den aktuellsten Build. Für eine automatisierte Installation, die sich diverse Teile online holt, wird das Rockbox Utility empfohlen.

Eine Übersicht der Features gibt das mit pdfTeX schön gesetzte und illustrierte 157seitige Handbuch (für den Sansa, für andere Player ebd.). Weitere Infos hat das umfangreiche Wiki. Diverse Themes, Fonts, Icon-Sets u.a. gibt’s auf der Rockbox-Seite selbst oder über rockbox-themes.org sowie auf weiteren externen Seiten. Wer sich die Firmware unbedingt selbst compilieren will, erhält hier eine Kurzanleitung, eine gute Anlaufstelle für Probleme aller Art ist auch das Forum. Und natürlich die FAQ.

Hinweis: Läuft im Moment auf Geräten mit der Firmware-Version 1.x – erkennbar unter “Einstellungen / Info” auf dem Sansa Player, dort sollte als erste Ziffernkombination 01.x stehen. An einer Version als Ersatz für die neue Sandisk Firmware v2 (erste Ziffernkombination 03.x) wird derzeit noch gearbeitet, auf diesen Playern wurde zwischenzeitlich die Hardware geändert. Und da Sandisk keine Spezifikationen rausrückt, ist wieder reverse engineering gefragt.

iPhone Simlock geknackt – als Freeware

Mittwoch, 12. September 2007

Nachdem die ersten “Dienstleister” einen Hack gegen die üppige Gebühr von 100 USD anboten, gibt es nun vom IPhone Development Team (das dürfte nicht das von Apple sein…) eine Freeware, die die Zwangsfixierung auf einen Mobilfunkanbieter und dessen Preise aufhebt. Verfolgt werden kann diese Geschichte u.a. bei Gizmodo. Bleibt abzuwarten, ob damit Apples Geschäftsmodell beim iPhone, auch über die Telefongebühren dem Anwender das Geld aus der Tasche zu ziehen (gerüchteweise 10% vom Umsatz), hinfällig ist.

Ob man sowas im Herbst, wenn dieses Telefon genannte Grafikadventure in die Läden von T-Online kommt, tatsächlich braucht, ist eher mit nein zu beantworten. Der einzige Zweck ist schließlich die Generierung von zusätzlichen Umsätzen (Musik, Programme nur auf Safari-Basis online nutzbar), an denen Apple partizipieren möchte. Software von Drittanbietern bleibt ausgesperrt, und nur mit Hacks will man ja nicht arbeiten. Rein funktional fällt Apples künstlich verkrüppeltes Wunderwerk damit weit hinter die Möglichkeiten anderer Smartphones zurück. (Info kam von PalmAddicts)

[Update] Nach einem Bericht von heise.de, der auf einem Artikel von boingboing.net basiert, sind auch die neuen IPods als Blackbox ausgelegt Während man bisher auch Winamp oder Rhythmbox zum Bestücken des Musikplayers verwenden konnte, ist dafür zukünftig zwingend Apples iTunes zu verwenden.

“Den Berichten zufolge ist die Song-Datenbank jetzt mit einer Prüfsumme gesichert. Nimmt eine andere Software als iTunes Veränderungen an der iTunesDB vor, passen Datei und Prüfsumme nicht mehr zusammen. In der Folge meldet der Player, dass auf dem Gerät gar keine Songs, Videos oder Fotos gespeichert seien.” (Heise)

Sansa e200Was nur eine Frage der Zeit war, wann Apple den Kunden im apple-eigenen Ökosystem einsperren wird. Die Pinguine von der Tuxpost beschallen sich seit einiger Zeit mit einem SanDisk Sansa der e200-Serie (Bild rechts), der diese ganzen DRM-Einschränkungen nicht hat. Wer sich dafür interessiert: Als Auslaufmodell im Moment als Schnäppchen erhältlich ab ca. 70 Euro (Amazon) mit 2GB Flashspeicher aufwärts, das Gerät läßt sich zum Bestücken wahlweise in den speziellen Modus für Winamp etc. (MTP) als auch in den USB-Laufwerksmodus (MSC) schalten und hat einen Slot für eine mikroSD-Karte. Etwas problematisch ist das Verwenden von Playlisten. Die mp3-Tags sollten zudem eine gewisse Konsistenz aufweisen, da der Sansa-Player aus diesen Daten seine Dateiverwaltung aufbaut. Zudem sollte man eine aktuelle Firmware aufspielen, die u.a. ein Problem mit der Lautstärkeeinstellung behebt: SanDisk Sansa e 250 DAP bei Amazon.

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