Weihnachtsüberraschungen: Knoppix 6.4.3, Sabayon 5.4 Gaming und PCLInuxOS 2010.12

Samstag, 25. Dezember 2010

Was tun, wenn sich über Weihnachten wieder diverse Verwandte oder Bekannte angesagt haben, man diese aber partout nicht sehen will? Wichtige Aufgaben harren Deiner/meiner, etwa eines dieser hochkomplizierten Linuxe installieren und konfigurieren, bis die Sippschaft Bauklötze staunt. Und immer schön auf der Konsole herumhacken.

Im Idealfall installiert man dann ein System, das auch noch was fürs Auge bietet. Hier kommt zunächst die Weihnachsüberraschung Nr.1 ins Spiel: Es gibt eine neue Knoppix 6.4.3 als “Jubiläumsversion 10 Jahre Knoppix”, zu der es bereits einen Artikel im Linux-Magazin 1/2011 samt Interview mit Klaus Knopper gibt. Auf Basis von Debian Testing und Microknoppix startet die Live-CD bzw. Live-DVD in den LXDE-Desktop, als Hindergrund sieht man ein fraktales Hintergrundbild mit irgendwelchen grünschimmernden Codezeilen.

Knoppix 643

Abb: Knoppix 6.4.3 mit LXDE Desktop

“Die Inspiration dazu bekam Klaus Knopper bei einem Treffen mit österreichischen Mathematiklehrern”, schreibt das Linux-Magazin, die Verwandtschaft mit ihrer Win Home Edition staunt Bauklötze und man hat erstmal Ruhe, weil man “dieses komplexe System” dringend “bearbeiten” muß.

Neben der Knoppix ist die PCLinuxOS 2010.12 erschienen – wenn man will verhält es sich mit der PCLOS zum Mandriva-Unterbau wie die Mint zur Ubuntu: Eine etwas dröge Massendistribution wird durch eigene Tools, andere Konfigurationen und etwas pfiffigeres Artwork verbunden mit eigenem (Teil)Repository zu einer praktisch neuen Distribution verwandelt. Die PCLOS-Hauptdistribution ist weiterhin KDE-zentriert, daneben gibt es inzwischen spezielle Versionen mit Gnome-, Xfce-, LXDE- oder Enlightenment-Desktop. Alle sind zunächst english only, deutsche Lokalisierungen lassen sich aber einfach mit dem Tool “addlocale” installieren – man braucht jedoch eine Onlineverbindung.

PCLOS Gnome

Abb: PCLinuxOS 2010.12 zur Abwechslung mit Gnome Desktop

Früher war die PCLInuxOS eine Distribution, wie Mandriva eigentlich sein wollte oder besser sollte, es aber nie hinbekam. Bis heute ist das eigentlich so geblieben. Beide Distributionen vereint das Mandriva Control Center, eine Zusammenfassung diverser Konfigurationstools an einem Ort. Einstellungen an Desktop oder System lassen sich so schnell erledigen.

PCLOS Enlightenment

Abb: PCLInuxOS mit Enlightenment-Desktop. Bereits der Bootvorgang ist recht cool: Langsam aufgehende Sonne vor Erdkrümmung. Die Enlightenment-Version ist weitgehend schwarzweiß gehalten.

Für die dritte Weihnachtsüberraschung schließt man sich besser ein oder wartet, bis die Verwandtschaft weg ist: Sabayon hat eine Xmas Gaming Edition veröffentlicht. 4 GB “filled with gazillions of games”. Gnome-Desktop, u.a. deutsche Lokalisierung und dem bei Sabayon üblichen “Spaßfaktor” machen die Live-DVD neben der bereits vor einigen Wochen erschienen Ubuntu Ultimate Gamers Edition zu einer Empfehlung für verschneite Wintertage. Und hier gibts auch einen größeren Screenshot:

Sabayon 5.4 Gaming

Abb.: Sabayon 5.4+ Xmas Gaming Edition, auf das Bild klicken zur vollen Größe (im neuen Fenster, 1024x760px) oder hier klicken

Wie üblich der Hinweis, daß alle Versionen auch für ein paar Äppel hier im Tuxpost-Shop erhältlich sind zzgl. 2 Euro Versandkosten pauschal je Sendung. Selbstsauger folgen den obigen Links.

Mandriva 2010.1 Spring tatsächlich veröffentlicht

Donnerstag, 08. Juli 2010

Nach wochenlangem Hin und Her – die 2010.1-Distribution war im Prinzip bereits fertig – sind die ISOs der Mandriva 2010 Spring (2010.1) freigegeben worden. Ob dies die letzte freie Version von Mandriva sein wird, weiß im Moment noch niemand. Gerüchteweise wird kolportiert, daß Mandriva Bestandteil einer “Vereinigung europäischer Open Source Softwareunternehmen” werden soll, die eher einen OEM- und kommerziellen Exklusiv-Vertrieb planen würden. In diesem Konglomerat irrlichtern auch noch die bisherigen Risiko-Kapitalgeber herum, insgesamt erinnert diese “Performance” an Eiereien im Bereich von TV-Kabelgesellschaften, bei denen es nur um das Fleddern der besten Stücke aus der Gesamtmasse geht. Gegenüber potentiellen Firmenkunden ist dies auch nicht gerade vertrauenserweckend.

Wie dem auch sei: Die Torrents sind über die Mandriva-Server erhältlich in den bekannten Spielarten Mandriva Free (DVD) und Mandriva One (Live-CDs, KDE und GNOME), es wird bereits kräftig geseedet. Basis der 2010.1 sind Kernel 2.6.33.4, KDE SC 4.4.3 etc. Die ISOs sind ebenfalls im Tuxpost-Shop erhältlich.

Neue PCLinuxOS 2010 Community-Versionen

Montag, 19. April 2010

Auf der PCLOS-Hauptseite steht seit Tagen nichts, nur die Links der Community-Versionen wurden bereits auf die neuen Versionen aktualisiert: Neue PCLinuxOS-Live-CDs in den Spielarten Xfce, Gnome, LXDE/Openbox und Enlightenment 17 sind freigegeben worden. Die Release-Notes dürften noch etwas auf sich warten lassen, aber man ist schon froh, daß diese ursprünglich sehr innovative (und populäre) Distribution nach diversen Querelen nicht gänzlich untergeht. Die CDs sind zunächst “english only”, lassen sich aber durch den Paketmanager lokalisieren. Die Basis ist jeweils Mandrake 2010.0 Basiert locker auf Mandriva, inzwischen hat man ein eigenes Repository mit rund 12.000 Paketen (rpm), das per apt und/oder Synaptic verwaltet werden kann.

PCLOS E17

PCLinuxOS 2010 Enlightenment 17

PCLOS Gnome

PCLinuxOS 2010 Gnome Screenshot

PCLOS Gnome

PCLinuxOS 2010 Phoenix-Xfce Screenshot

Nicht-DSLer erhalten die CDs für jeweils 3 Euro auch hier im Tuxpost-Shop. Lokalisierungen müssen, sofern benötigt, dann trotzdem online nachgeladen werden.

[Update] Die Hauptversion mit KDE 4.4.2 ist nun ebenfalls erschienen, Links ebd. Die Live-CD rennt übrigens äußerst schnell, die KDE-Version erscheint erfreulicherweise im alten Stil mit “richtigem” Menü und ohne viel Schnick. Eine bebilderte Einführung zur Festplatten-Installation hat HowtoForge: “The Perfect Desktop – PCLinuxOS 2010 (KDE)”.

PCLOS KDE

PCLinuxOS 2010 KDE 4.4.2, das Wallpaper ist eher für Breitbildschirme gedacht.

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