KinderTux 3.03 veröffentlicht – Linux für Kids

Dienstag, 26. Januar 2010

TuxMit der KinderTux v3 erweitert Dieter Schütze seine verdienstvolle Reihe an Live-CDs für 3 bis 12jährige auf Basis von Mandriva um eine spezielle Version für die lieben Kleinen, die erstmals ein Filtersystem (“Internet Kinderschutz” via lokalem Proxy und Whitelists) beinhaltet. In der Grundeinstellung sind zunächst alle Adressen außer denen in der Whitelist gesperrt. Auf dem LXDE-Desktop warten dann startbereit im unteren Panel GCompris, Kartoffelknülch, Tux Paint, Ksudoku, ein Bild- und Dokumentbetrachter etc., über das Menü erreicht man die übrigen Anwendungen wie LXMusic Player, AbiWord oder den Firefox Browser sowie weitere Spiele und Lernprogramme.

Durch die Verwendung des Mandriva-Systems als Unterbau erhält man auch die Segnungen eines abgewandelten Mandriva Control Centers (hier “KinderTux Control Center” genannt) zur Systemkonfiguration sowie für administrative Aufgaben. In einem speziellen KinderTux-Modul hat man die Möglichkeit, auf dem USB-Stick einen Dateikontainer anzulegen, das Live-System dauerhaft auf Festplatte zu installieren oder auf dem USB-Stick eine Mobilversion der KinderTux zu erstellen. Über Mandrivas Softwareverwaltung lassen sich dann weitere Programme wie gehabt installieren. Im KinderTux Control Center hat man ebenfalls Zugang zu den Einstellungen der Kindersicherung, wo man Black- und Whitelists pflegen kann (Tipp: Falls das root-Paßwort “kindertux” nicht angenommen wird, kommt man mit “lerntux” weiter). Die KinderTux 3.03 ist voll kompatibel zur Mandriva 2010.0. Für einen ersten Eindruck sind die diversen Screenshots auf der Projekt-Homepage sehr nützlich. Download ebd., die ISO-Größe beträgt rund 700 MB. Interessenten ohne DSL bekommen die Kindertux u.a. auch hier im Tuxpost-Shop für 3 Euro plus Versand.

SAM Linux verläßt PCLinuxOS-Basis

Montag, 10. August 2009

Mitten ins Sommerloch fällt der Release-Termin der SAM Linux 2009 Live-CD. Diese Version wird die letzte auf PCLinuxOS-Basis sein – auf welcher Basis man zukünftig weiterarbeiten will, ist noch nicht entschieden. So friert man zwangsläufig die eigenen Repositories ein und setzt verstärkt auf eine Integration mit den Reps der originalen PCLinuxOS.

Nachdem der Distributionsgründer ausgeschieden ist, wird die SAM als Community-Projekt weitergeführt. Nach langer Zeit legt man nun mit der SAM 2009 eine eine Live-CD vor auf Basis von PCLinuxOS 2009.1 (mit Stand vom 18.7.) und XFCE als Standard-Desktop sowie Kernel 2.6.26.8, XFCE 4.6.1, “Unterstützung der meisten WLAN Geräte dort draussen und vom MSI Wind Netbook” (s. Release-Ankündigung incl. Download-Link). Standard-Grafiktreiber ist Vesa.

Als Gründe für die Neuorientierung werden vor allem die etwas schrägen Ereignisse rund um die PCLOS angeführt. Wer eine flotte, schlanke und gut zu bedienende Live-CD sucht, die auch auf einigen Netbooks eine gute Figur macht, sollte sich die SAM einmal ansehen. Neben der Zenwalk war die SAM für den Bereich schlanker Live-CDs immer eine “Redaktionsempfehlung”. Bezugsquelle s.o. oder als CD-R im Tuxpost-Shop.

Sidux 2009-2 “Aether” freigegeben

Mittwoch, 15. Juli 2009

Die beliebte Live-DVD Sidux ist in einer neuen und aktualisierten Fassung 2009-02 “?????” freigegeben worden. Schwerpunkt ist diesmal neben der Treiberei für diverse WLAN-Karten die Integration von KDE 4.2.4, als Kernel verwendet man 2.6.30, was wiederum Anwender mit aktueller Hardware erfreuen wird. Sidux basiert auf Debian Sid aka unstable, und damit einem vor lauter experimentellen Paketen (die bei Debian aber schon recht “stable” sind) die Distribution nicht um die Ohren fliegt, verwendet man in Teilen ein eigenes Repository sowie diverse Skripte, die alles konfigurieren. Erhältlich als kombinierte Live-DVD für i686 und amd64, ebenfalls erhältlich ist eine Live-CD mit XFce als Standard-Desktop. Der Screenshot zeigt diese CD mit XFce und aufgeklapptem System-Menü:

Sidux XFce

(Auf das Bild klicken zur Vergrößerung, öffnet im neuen Fenster)

Sidux entstand zu Urzeiten aus einer Abspaltung von Kanotix (das wiederum auf Knoppix basierte, welches wiederum auf Debian Sid usw. usf…), hat mit diesem aber nicht viel mehr als die Herkunftsgeschichte gemein. Beim Brennen des ISOs (DVD oder CD-R) sollte man erfahrungsgemäß eine sehr niedrige Brenngeschwindigkeit wählen, da die Daten stark komprimiert sind und es beim Betrieb von CD-R sonst zu Lesefehlern kommen könnte.

Slack Mini Server

Mittwoch, 13. Mai 2009

Der Slack Mini Server ist eine auf Slackware 12.2 aufbauende Distribution sowohl für Fortgeschrittene als auch für Linux-Anfänger. Zwar gibt es keine GUI-Tools zur Administration, jedoch läßt sich der Server neben der üblichen Konsolenarbeit (auch über SSH) komplett über ein webbasiertes Webmin-Interface administrieren.

Diverse vorkonfigurierte Dienste wie Apache, MySQL, Postfix, Dovecot IMAP, SpamAssassin, Samba, Hylafax u.v.m. machen die Distribution auch für Leute interessant, die ohne spezialisierte Kenntnisse schnell einen Homeserver aufsetzen und bequem bedienen wollen. Wie in allen Fällen empfiehlt sich aber auch hier das Lesen der vorhandenen Dokumentation… Die SMS-Entwickler machen übrigens auf das enthaltene TorrentFlux aufmerksam (“to download torrents safely and secure through TorrentFlux”). Neu in der aktuellen Version 1.4.3 vom 10.5. ist Apache Tomcat, Java, postgresql – darüberhinaus orientiert man sich an Slackware Current und übernimmt das neue lzm-basierte Komprimierungsformat der Slackware-Pakete.

Den SMS gibt es als installierbare Live-CD und reine Installationsversion (letztere mit dem doppelten Umfang), X.org mit KDE als 100 MB großes lzm-Modul ist separat erhältlich.

Slax 6.1.1 auf dem EeePC

Samstag, 18. April 2009

Die Slax ist eine auf Slackware Current basierende (schmale) Live-CD, die besonders durch ihre Modularisierung hervorsticht. Anwender können das Grundgerüst aus KDE 3.5.10 und ein paar Basisanwendungen leicht erweitern, indem sie der Live-CD (besser: der Version für den USB-Stick) weitere Module nach Wahl hinzufügen. Man schiebt sie entweder ins Verzeichnis /slax/modules, wo sie beim Booten geladen werden oder ins Verzeichnis /slax/optional für das spätere manuelle Hinzuladen. Eigene Module können leicht per beigefügtem Skript erstellt werden – entweder aus normalen Slackware-Paketen oder aus selbst erstellten Komponenten. Hört sich zwar etwas kompliziert an, geht in der Praxis aber ganz leicht: Per Skript ein Slackwarepaket (*.tgz) entpacken, Änderungen etwa an der Konfiguration vornehmen und per Skript wieder zusammenbauen lassen, diesmal als lzm-komprimiertes Modul. Für die ganz Faulen gibt es neuerdings einen “Build-Service”, der das fertige ISO bzw. das Archiv für den Stick bereits “on demand” mit der zusammenklickbaren Modulauswahl wie in einem Shopsystem zusammenstellt und als Download verfügbar macht.

Der Autor der Slax, Tomas M., hat sich nun zwei EeePCs zugelegt und folglich für den EeePC passende Treiber für Wifi, Ethernet usw. integriert – zumindest der EeePC 900A läuft damit weitgehend “out of the box”. Für die deutsche Lokalisierung der Slax benötigt man noch die Dateien german.lzm (kommt ins Verzeichnis /slax/base) und initrd.gz (damit überschreibt man die entsprende Datei in /boot). Die Bildschirmauflösung passt, Änderungen im laufenden Betrieb werden in /changes auf dem Stick gespeichert. Die ACPI-Unterstützung (etwa für Wifi an/aus über die Fn-Tastenbelegung) ist so noch nicht funktionsfähig, mit den Treibern aus diesem Paket läuft es nur mit ein paar Macken, hier ist noch etwas Nacharbeit erforderlich. Wer Spaß an der Slax und ihrer Modularisierung gefunden hat, kann sich je nach Anzahl vorhandener USB-Sticks diverse Versionen für spezielle Einsatzzwecke zusammenbauen. Und der Screenshot (Zur Vergrößerung hier klicken), Slax mit KDE 3.5.10, WLAN Assistant und den (z.T. offenen) Access Points der Nachbarschaft.
Slax

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