KOMA-Script Handbuch in 3. Auflage 2008

Samstag, 25. Oktober 2008

KOMADas Handbuch von Markus Kohm und Jens-Uwe Morawski zum KOMA-Script Paket, „KOMA-Script. Eine Sammlung von Klassen und Paketen für LaTeX2e“, ist bei Lehmanns Media inzwischen in einer dritten, überarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen. Eingeflossen sind neben diversen Neuerungen von KOMA-Script 3 auch viele Änderungs- und Ergänzungsvorschläge von Anwendern. Das Buch gliedert sich nun in drei Teile: Die „normale“ Anwender-Dokumentation, einen Teil für Fortgeschrittene und einen Teil für Gurus, die alles ganz genau wissen wollen. Viele Beispiele runden das gelungene und schön gestaltete Handbuch ab, das inzwischen auf einen Umfang von über 500 Seiten angewachsen ist. Erhältlich für schlappe 19,95 Euro bei Lehmanns.

Was ist das, was macht das, wozu brauch ich das? KOMA-Script ist eine Sammlung von Klassen und Paketen für LaTeX2e, die im Gegensatz zu den LaTeX-Standardklassen besonders auf die hiesigen (nicht nur) typografischen Gepflogenheiten eingeht – jedenfalls war das einmal der ursprüngliche Ansatz zum Schreiben der Klasse. Inzwischen ist daraus ein recht umfangreiches Paket geworden, das auch eine sehr mächtige Klasse zum Erstellen von Briefen aller Art beinhaltet. Zum Paket selbst gibt es bereits eine umfangreiche Dokumentation – wer sich erst einmal einen Überblick verschaffen möchte, lese den KOMA-Script Guide (PDF, deutschsprachige Version). In den meisten TeX-Distributionen ist KOMA-Script bereits enthalten. Weitere Infos erhält man auch über die Website zum Script komascript.de mit Forum, weiteren Beispielen, Tipps und Tricks zu (La)TeX sowie Errata zum Buch.
[Update] Die Dateien sind nur noch über die Projektwebsite erhältlich und nicht mehr über CTAN. Die Installation ist denkbar einfach: Das xyz.tds.zip entpacken und in den lokalen TeXbaum schmeißen. Danach texhash durchführen et voila.

  • [2008,book] bibtex
    Kohm, M., & Morawski, J. (2008). KOMA-Script. Eine Sammlung von Klassen und Paketen für LaTeX2e (3 ed.) Lehmanns Media.
    @BOOK{ kohm08, title = {KOMA-Script. Eine Sammlung von Klassen und Paketen f{\"u}r LaTeX2e},
      publisher = {Lehmanns Media},
      year = {2008},
      author = {Markus Kohm and Jens-Uwe Morawski},
      edition = {3}
    }

LaTeX auf dem EeePC

Donnerstag, 08. Mai 2008

Die ultimative mobile Lösung. Wem das vorinstallierte Xandros mit KDE 3.4.2 doch arg verstaubt vorkommt, hat beispielsweise mit Mandriva oder der in diesen Tagen erscheinenden Ubuntu eee (nicht eeeXubuntu) auch Zugriff auf die kompletten Repositories dieser Distributionen. Und damit auch auf TexLive.

EeePC mit LaTeX

Der Screenshot zeigt SciTE und kpdf auf dem 800-Pixel-Bildschirm des EeePC, die hier nur zu Demonstrationszwecken zusammengequetscht sind. Wozu hat man schließlich mehrere virtuelle Bildschirme für sowas. ;) Und Lyx braucht nicht einmal die komplette Bildschirmbreite, das Problem ist eher die Bildschirmhöhe bei 800x480er Auflösung:

EeePC mit LyX

Aigaion Bibliographie Management System

Donnerstag, 24. April 2008

LaTeXAigaion ist ein webbasiertes Open Source Bibliographie Management System auf der Basis von PHP und MySQL. Einträge können entweder manuell erfaßt oder Fundstellen im BibTeX- oder RIS-Format in einem eigenen Browserfenster via Copy&Paste importiert werden. Das Einfügen mehrer BibTeX-Einträge an einem Stück geht in der Regel ebenfalls problemlos. Etwas gewöhnungsbedürftig bei der manuellen Eingabe ist die Aufteilung nach Autoren und Werken – Autoren werden zuerst getrennt erfaßt (falls noch nicht vorhanden) und bei der Titeleingabe dann aus einer Liste hinzugefügt. Beim Import werden allerdings automatisch bisher nicht vorhandene Autoren ggf. neu angelegt. Für Firefox gibt es ein Add-on, das die Eingabe von Fundstücken etwas erleichtert. Einträge lassen sich auch exportieren – was, neben der Sammelei und Bestandsverwaltung, ja der eigentliche Hauptzweck eines solchen Systems ist. Als Exportformate werden wiederum BibTeX- und RIS-Format unterstützt sowie die formatierte Ausgabe als Text, html und rtf in verschiedenen Bibliographiestilen. Die Einträge selbst lassen sich nach Autor oder Titel gruppieren, nach Jahreszahl, letzten Einträgen pp.

Der Vorteil einer webbasierten Lösung ist einmal der, daß mehrere Nutzer gleichzeitig auf denselben Datenbestand zugreifen können, ohne sich gegenseitig ala Endnote&Co. die Datendatei zu zerschießen. Zum anderen natürlich der Preisvorteil… Zudem hat man eine Rechteverwaltung, mit der man bestimmten Nutzern eingeschränkte Rechte zuweisen kann bis hin zum allgemeinen Lese- (nicht Schreib-) zugriff. Die Installation erfolgt webbasiert und stellt keine größere Hürde dar – Archiv und Subarchiv entpacken, folgen Sie danach den weiteren Anweisungen usw. Eine Dokumentation findet sich im Wiki auf der Projektwebsite ebenso wie eine (schreibbare) Demo und das übliche Forum. Dann vertütet mal schön.