Lieferverzögerungen bei Dells Ubuntu-PCs

Freitag, 25. Juli 2008

Dell hat im Moment Lieferschwierigkeiten bei Desktop-PCs, auf denen ab Werk ein Ubuntu 8.04 aufgespielt wurde. Der Liefertermin für einen Inspiron 500n (ab 350 Euro), bestellt am 11. Juli, wurde inzwischen zweimal verschoben und lautet nun 6. August. Die zum Bestellzeitpunkt angegebene nvidia-Karte ist im Dell-Shop übrigens einer ATI Radeon gewichen. Gründe für die Verzögerung werden  nicht genannt. Wer sich für einen solchen Rechner interessiert – man kann davon ausgehen, daß die Hardware weitgehend unter Linux laufen wird – sollte es also nicht so eilig haben.

[Update] Geliefert wurde am 5.8. einschließlich einer Ubuntu 8.04-DVD sowie einer Treiber-CD für Microsoft-Systeme und einer Kurzanleitung (tauchen Sie das Gerät nicht ins Wasser). Wer unbedingt will, kann sich also auch die (Raub?)Kopie von XP aufspielen (sofern er sie auf die SATA-Platte bekommt, aber dafür hat man ja die Dell-CD mit passenden Treibern). Alle anderen wird es freuen, sich den Obolus für nicht genutzte Zwangslizenzen beim Kauf neuer PCs gespart zu haben.

[Update 2] Dells Inspiron-Rechner hat mit Ubuntu- und Debian-basierten Systemen Bootprobleme, die im vorinstallierten Ubuntu 8.04 von Dell bereits gefixt wurden. Dabei geht es insbesondere um die Erkennung der SATA-Geräte wie CDROM und Festplatte. Allerdings ist es schwierig, mit einer Vanilla-Ubuntu ein neues System aufzusetzen. Dies betrifft sowohl die Ubuntu selbst als auch deren Ableger wie UbuntuStudio sowie Debian-basierte Systeme wie bspw. 64Studio. Der Bug ist seit längerem bekannt, Lösungsmöglichkeiten stehen z.B. im Launchpad. Wenn man sich mit „install all_generic_ide“ am Bootprompt bis zur Installationsvorbereitung durchgekämpft hat, wird als Nächstes die Intel-Netzwerkkarte nicht erkannt usw. Kompatibilität sieht anders aus, auch wenn Dell im vorinstallierten Ubuntu alle Treiber integriert hat. Da die komplette Festplatte als Rootpartition genutzt wird, kommt man um eine Re-Installation nicht herum, wenn man das System sinnvoll betreiben will. Dazu nützt einem die beiliegende Standard-Ubuntu-DVD allerdings nichts (s.o.), man brennt sich aus dem laufenden System heraus möglichst die Wiederherstellungs-DVD (eine Verknüpfung dazu gibt’s auf Dells Gnome-Desktop) und testet, ob man damit weiterkommt.

Pelikan bringt Canon-Tintenpatronen mit Chip

Mittwoch, 30. Januar 2008

Wie Heise meldet, bringt Pelikan erstmals Nachbauten von Canon-Tintenpatronen der Pixma-Serie auf den Markt, die einen eigenen Chip rsp. Dongle enthalten. Preislich sollen sie deutlich billiger sein als die Originalpatronen von Canon.

Mit Einführung der neuen Pixma-Serien hatte Canon die dafür nötigen Tintenpatronen mit einem Chip/Dongle versehen, der die Verwendung billigerer Nachbauten unmöglich machen sollte. Der Kunde war auf die Originalpatronen des Herstellers angewiesen, die im Vergleich zu den bisherigen Canon-Patronen nur noch zu Mondpreisen erhältlich waren. Refill-Lösungen gibt es zwar dafür, allerdings ist die Befüllung arg fummelig und die Füllstandsanzeige fällt danach aus. Zudem quält nach dieser Übung der Canon-Druckertreiber unter Windows mit ständigen Hinweisen und Verzögerungen beim Ausdruck.

Bleibt abzuwarten, ob Canon diesmal wieder die Patentkarte zieht und Pelikan wie gehabt mit Klagen behelligt. Wie Heise weiter meldet, läuft bereits seit 2002 ein EU-Kartellverfahren gegen Druckerhersteller, die ähnlich verfahren, aber eher  vor sich hindümpelt.

Asus EeePC kommt, kommt nicht, kommt doch

Freitag, 04. Januar 2008

Allmählich wird’s zum Running Gag: Der offizielle Auslieferungstermin des EeePC, eines Flashspeicher-basierten Mini-Notebooks mit 7-Zoll-Bildschirm unter Xandros Linux zum Preis von 300 Euro, ist auf den 24. Januar verschoben worden. Und da Asus selbst in den USA, wo das Teil im Spätherbst 2007 eingeführt wurde, Lieferschwierigkeiten hat, gehe ich mal davon aus, daß man sich bei der Nachfrage nach dem EeePC völlig verschätzt hat. Ansich ein Novum bei Computer-Hardware. Immerhin geht’s jetzt nicht zu wie in den 70ern, als IBM noch huldvoll Hardware zuteilte und deren Vertreter auch so auftraten – wie Graf Koks. Nach golem.de erklärt Asus die Verschiebung mit einem Strategiewechsel *lach*: Statt über „ausgewählte Partner“ will man jetzt „flächendeckend“ das Gerät anbieten. Wie schön, hat man doch angesichts der großen Nachfrage noch Spielraum bei der ursprünglichen Preiskalkulation. Nicht? ;-)

Noch besser ist die Information, daß bereits nächste Woche in Las Vegas der Nachfolger mit 8,9-Zoll-Bildschirm vorgestellt werden soll. Die spannende Frage ist dann, welche Preisvorstellung die Fa. Asus für dieses Modell beschleicht. Mich beschleicht da eher der Drang, die aktuelle Bestellung zu stornieren und die weitere Entwicklung abzuwarten. Bei 400 Euro ist man raus.

Ein Link im golem-Forum führt zu einem unterhaltsamen Spiegel-Artikel Wahnsinn mit Format über das Osborning und den Selbst-Abschuß von IT-Anbietern durch verfrühte Werbung oder ungeschickte Produktpolitik. Ganz so schlimm kommt’s für Asus dann doch nicht, da der EeePC ja eher als Nischenprodukt nebenher läuft.

Amazon liefert EeePC erst Ende Januar aus

Mittwoch, 19. Dezember 2007

In einer Mitteilung an die Vorbesteller informiert Amazon.de über die aktuellen Liefertermine des Asus EeePC. Demnach verschiebt sich die Auslieferung (vage) auf „Ende Januar“: „Wie Sie vielleicht schon aus der Presse erfahren haben, wird dieser Artikel voraussichtlich erst Ende Januar mit geringen Stueckzahlen verfuegbar sein.“ In geringen Stückzahlen? Da Amazon zu den Großabnehmern gehört, dürften sich die Termine für die nicht ganz so umsatzstarken Händler bis weit in den Februar verschieben. Offenbar hat man bei Asus bald wegen Reichtums geschlossen oder liefert gleich das Nachfolgemodell aus.