eeeBuntu 3.0 Base freigegeben

Samstag, 16. Mai 2009

Die Minimal-Version dieser Ubuntu-Netbook-Variante auf Basis von Ubuntu 9.04 wurde von den Entwicklern am 15. Mai freigegeben. eeeBuntu Base enthält nur das System incl. Gnome und ein paar Tools (english only). In den nächsten Tagen sollen die weiteren Versionen „Standard“ und „NBR“ folgen – Standard enthält wesentlich mehr Programme und NBR hat das Netbook Remix als Standard-Oberfläche.

Das Hauptproblem, das auch den Freigabetermin der erweiterten eeeBuntu-Varianten verzögert, sind diesmal diverse Bugs in Ubuntu 9.04, insbesondere der von Ubuntu verwendete Kernel hat bei Intel-Grafik ein ganz spezielles Problem.

Eine Upgradefunktion von eeebuntu 2.0 auf 3.0 ist aufgrund diverse Änderungen unter der Haube nicht vorgesehen. Download-Links gibt es auf der Projekthomepage, inzwischen stehen auch einige (http-)Spiegelserver bereit. Den offiziellen Torrent hat linuxtracker.org. Soviel vorweg: Wifi als kritischer Punkt beim EeePC läuft „out of the box“ (zumindest beim EeePC 900A), wie der Screenshot zeigt:

eeeBuntu

Easy Peasy 1.1 für Netbooks veröffentlicht

Dienstag, 21. April 2009

Die auf Ubuntu 8.10 aufsetzende Easy Peasy (ehemals Ubuntu-eee) ist in der Version 1.1 freigegeben worden. Gegenüber der ersten Version gibt es vor allem unzählige Bugfixes, ein neues ausgewogeneres Erscheinungsbild (Wallpaper, Bootscreen, Theme, Icons usw.) sowie diverse Aktualisierungen der enthaltenen Software. Eine Upgrademöglichkeit besteht erst ab morgen (Mittwoch), das ISO ist über Sourceforge erhältlich und rund 900 MB groß. Die künftige Easy Peasy 2.0 wird dann auf Ubuntu 9.04 basieren. Zum Veröffentlichungstermin hat man sich auch eine neue Website gegönnt, allerdings scheint die Hardware etwas zu schwächeln.

Das ISO auf einen USB-Stick zu schieben und von dort zu installieren sollte weiterhin mit unetbootin möglich sein.

Slax 6.1.1 auf dem EeePC

Samstag, 18. April 2009

Die Slax ist eine auf Slackware Current basierende (schmale) Live-CD, die besonders durch ihre Modularisierung hervorsticht. Anwender können das Grundgerüst aus KDE 3.5.10 und ein paar Basisanwendungen leicht erweitern, indem sie der Live-CD (besser: der Version für den USB-Stick) weitere Module nach Wahl hinzufügen. Man schiebt sie entweder ins Verzeichnis /slax/modules, wo sie beim Booten geladen werden oder ins Verzeichnis /slax/optional für das spätere manuelle Hinzuladen. Eigene Module können leicht per beigefügtem Skript erstellt werden – entweder aus normalen Slackware-Paketen oder aus selbst erstellten Komponenten. Hört sich zwar etwas kompliziert an, geht in der Praxis aber ganz leicht: Per Skript ein Slackwarepaket (*.tgz) entpacken, Änderungen etwa an der Konfiguration vornehmen und per Skript wieder zusammenbauen lassen, diesmal als lzm-komprimiertes Modul. Für die ganz Faulen gibt es neuerdings einen „Build-Service“, der das fertige ISO bzw. das Archiv für den Stick bereits „on demand“ mit der zusammenklickbaren Modulauswahl wie in einem Shopsystem zusammenstellt und als Download verfügbar macht.

Der Autor der Slax, Tomas M., hat sich nun zwei EeePCs zugelegt und folglich für den EeePC passende Treiber für Wifi, Ethernet usw. integriert – zumindest der EeePC 900A läuft damit weitgehend „out of the box“. Für die deutsche Lokalisierung der Slax benötigt man noch die Dateien german.lzm (kommt ins Verzeichnis /slax/base) und initrd.gz (damit überschreibt man die entsprende Datei in /boot). Die Bildschirmauflösung passt, Änderungen im laufenden Betrieb werden in /changes auf dem Stick gespeichert. Die ACPI-Unterstützung (etwa für Wifi an/aus über die Fn-Tastenbelegung) ist so noch nicht funktionsfähig, mit den Treibern aus diesem Paket läuft es nur mit ein paar Macken, hier ist noch etwas Nacharbeit erforderlich. Wer Spaß an der Slax und ihrer Modularisierung gefunden hat, kann sich je nach Anzahl vorhandener USB-Sticks diverse Versionen für spezielle Einsatzzwecke zusammenbauen. Und der Screenshot (Zur Vergrößerung hier klicken), Slax mit KDE 3.5.10, WLAN Assistant und den (z.T. offenen) Access Points der Nachbarschaft.
Slax

Ubuntu Netbook Remix 9.04 nun offizieller Teil der Ubuntu-Familie

Freitag, 03. April 2009

Der Ubuntu Netbook Remix 9.04, eine spezielle Ubuntu-Version für Netbooks mit spezieller Oberfläche, ist mit der aktuellen 9.04 Beta nun offizieller Teil der Ubuntu-Familie. Bisher war diese Version noch relativ unbrauchbar und erinnerte vom Layout und den vorinstallierten Tools eher an eine Vorstudie speziell für Tablet-PCs. Unterstützt („models known to work well“) werden nun die Netbooks von

  • Asus Eee PC 900
  • Asus Eee PC 1000
  • Asus Aspire One (so stand’s in der offiziellen Ankündigung…)
  • Samsung NC10
  • Dell Mini9

Die Datei ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.img gibt es als Image für USB-Speicherträger auf dem Ubuntu-Server (als „UNR USB image“) und läßt sich mit dd auf dem USB-Stick installieren. Falls Ihrem Stick das Device „sdf“ zugeordnet wurde, lautet der Installationsbefehl

dd if=ubuntu-9.04-beta-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdf

(dd input-file output-file/Device). Falls dem Stick ein anderes Device zugeordnet worden ist, muß man den Befehl natürlich entsprechend ändern. Überprüfen läßt sich dies, indem man den Stick vorher mountet und mittels „df“ nachsieht, welches Device er nun bekommen hat. Alternativ geht natürlich auch „cat /etc/mtab“.

Wieweit sich diese offizielle Netbook-Ubuntu von den bisherigen Community-(Remix)Versionen wie Easy Peasy oder eeeBuntu u.a. unterscheidet, dürfte die spannendste Frage bei diesem Betatest sein. Und der Screenshot:
Ubuntu Remix
Auf das Bild klicken zur Vergrößerung (1024x600px, im neuen Fenster). Soviel vorweg: Beim EeePC 900A geht Wifi nicht automatisch.

[Update] Aufgrund eines Kernelbugs gibt es ein etwas nervendes Problem bei Mouse-over-Effekten, wobei der Bildschirm kurzzeitig einfriert. Laut Distrowatch wird der Bug für die Final Release am 23. April auch nicht mehr gefixed, sodaß man hier auf einen minimal älteren Kernel umsteigen und diesen auf „hold“ stellen sollte, damit er beim nächsten Kernel-Update nicht automatisch ersetzt wird. Die Links im Artikel wurden auf die 9.04 Release angepaßt.