Thunderbird 3 Plugin-Empfehlungen

Samstag, 26. Dezember 2009

Auch hier die allgemein beliebten Add-on-Tipps zum eMail-Programm Thunderbird. Mit dem Update auf die Version 3.x laufen viele ältere Tools nicht mehr, sodaß für diese Erweiterungen Ersatz gesucht werden muß – einige werden leider nicht mehr weiterentwickelt. Gegenwärtig sind hier im Einsatz (und kompatibel mit Thunderbird 3.x):

  • CompactHeader entschärft das etwas grobschlächtige Layout des eMail-Vorschaufensters, indem sich störende Buttons ausblenden lassen bis hin zur ausschließlichen Anzeige der Absenderadresse.
  • Mark All Read Button setzt alle Mails des aktuellen Ordners auf “gelesen”. Äußerst praktisch.
  • MoreFunctionsForAddressBook erweitert das Thunderbird-Adreßbuch um eigene Felder und und zusätzliche Funktionen (Im-/Export, Bearbeiten vom Kontextmenü aus usw.)
  • ThunderBirthDay in der Version 0.3.3 unterstützt jetzt auch TB3. Anzeige der Geburtstage aus dem Adreßbuch in Lightning (benötigt die erwähnten Add-ons MoreFunctionsForAddressBook und Lightning (Kalender).
  • PrintingTools verschönert den Ausdruck einer Mail u.a. mit einem sinnvollen Header, reformatiertem Text u.a., mit deutscher Lokalisierung.
  • QuickText stellt frei definierbare Textbausteine und ganze Templates beim Verfassen der Mail zur Verfügung. Über Variablen lassen sich zusätzliche Arbeitsschritte automatisieren. Die kostenpflichtige Pro-Version bietet noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten (9 USD).
  • QuoteColors “ermöglicht Ihnen, unterschiedlichen Zitatebenen in E-Mails und Newsgruppenbeiträgen verschiedene Text- und Hintergrundfarben zuzuweisen, welche beim lesen oder drucken angewendet werden. Fünf Zitatebenen können hierbei mit individuellen Farben belegt werden. Weiterhin können Sie zwischen zwei Anzeigemodi für Zitate wählen: grafischer Zitiermodus mit gefärbten Balken um die zitierten Absätze (Standard) und dem traditionellen Zitieren im Klartextmodus, in welchem jede zitierte Zeile mit einem oder mehreren „>“ Zeichen eingeleitet wird. Im grafischen Zitiermodus sind die Farbe, Position und Stil der Balken einstellbar.” Wer es mehr “Usenet-like” haben möchte, sollte sich dieses Add-on dringend installieren – die grafische Standard-Darstellung ist ja eher Geschmackssache.
  • xSidebar for Thunderbird blendet mit F9 das Adreßbuch in einer linken Spalte ein und aus. Eigentlich wäre die Empfehlung für diese Funktion das Plugin Contacts Sidebar mit Entwicklungsstand von 2007, das aber leider nicht TB3-kompatibel ist. Der Programmautor hat zumindest eine kompatible Version demnächst(?) in Aussicht gestellt.
  • Kalender: Von Lightning ist eine aktuelle Beta-Version unter TB3 lauffähig, dazu sollte man sich den zur Version passenden “Provider for Google Calendar” installieren (sofern man das nutzt – sensible Daten sind nichts für Google!).
  • mailredirect bringt Thunderbird die “Bounce”-Funktion bei – komisch, daß sowas nicht von Haus aus vorgesehen ist. Für Thunderbird 3.1.x gibt es eine aktuelle Version im Mozilla-Entwicklerbereich.
  • ImportExportTools stellt diverse Zusatzfunktionen für den Im- und Export von Mails zur Verfügung.
  • Und Enigmail zum Verschlüsseln der Mail mit OpenPGP.

Sofern einige Add-ons noch nicht bekannt sind, darf ich viel Spaß beim Ausprobieren wünschen.

[Update]

  • SmartTemplate: Setzen der Antwortzeile (“xyz schrieb”) differenziert nach Mailaccount mit diversen Variablen. Damit lassen sich für Spezialaccounts auch Templates im Outlook-Stil definieren.
  • Expression Search: “is an extension to Thunderbird (versions 3.0+) which add powerful message searching features. It’s a lite version of G M a i l U I, written by Ken Mixter. Type “from:fred to:tom attachment:yes” to see all messages from Fred to Tom in the current view that have an attachment.”

DSO-Zerschlagung: Wir sind ja hier nicht im Bankgewerbe

Dienstag, 08. Dezember 2009

Die Hauptgesellschafter des ROC (Rundfunk Orchester und Chöre Berlin GmbH), Deutschlandradio und der Bund, stellen gerade Überlegungen an, das DSO (Deutsches Symphonie-Orchester) und das RSB (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin) zusammenzulegen – von 200 Stellen blieben dann 120. Die Schnapsidee dahinter ist, daß man der Ansicht ist, aus zwei guten ein “Spitzenorchester” zu bilden – wie sich der kleine Moritz sowas vorstellt. “Wir sind ja hier nicht im Bankgewerbe”, sagte der Intendant des ROC laut Tagesspiegel im rbb Kulturradio und hat damit völlig recht. Dabei geht es hier nicht nur um Stellenstreichungen, sondern indirekt auch um eine Richtungsentscheidung: Spiele ich ständig Mozart und Brahms aka “Repertoire” (RSB, auf hohem Niveau) oder setze ich verstärkt auf Musik des 20. Jahrhunderts (DSO, dto.). Nach den Plänen wird die Federführung des fusionierten Orchesters dem RSB unter Janowski zugeschlagen. Das DSO hat inwischen eine Petitionsliste online gestellt. Wer möchte, kann sich dort eintragen (was zu empfehlen ist). Zu den Hintergründen s. etwa den Artikel von Brug in der Welt (“Die Orchester von Ingo Metzmacher und Marek Janowski sollen fusionieren”). Inzwischen liegt auch eine Stellungnahme von Janowski vor, die jedoch interpretierbar ist: “Mein Vertrag gilt für das RSB” heißt nicht “dafür stehe ich nicht zur Verfügung”. Verträge kann man ändern oder ergänzen.

[Update] Nach der heutigen Gesellschafterversammlung sind laut Neumann (wie ddp berichtet) derartige Fusionspläne vom Tisch. Nun sollte der DRadio-Intendant dringend seine Berater wechseln, so er welche hat. Schuuuuulz!

[Update 2] Einige Anhaltspunkte, warum die offenbar von allen Gesellschaftern getragene Intrige in die Hose ging und wer als Erster kalte Füße bekam, finden sich im Artikel von Manuel Brug in der Welt vom 10.12.09.

openSUSE 11.2 für Schulen

Dienstag, 17. November 2009

Distributionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Schulen und Bildungseinrichtungen zugeschnitten sind, gibt es bereits mit der EduBuntu, K12LTSP oder Skolelinux. Die openSUSE-Edu Li-f-e 11.2 auf Basis der aktuellen openSUSE reiht sich hier ein mit den bekannten Zutaten: integrierter LTSP (Linux Terminal Server) zum Aufsetzen einer Client-/Server-Umgebung, diverse “educational apps” und als Novum das Sugar Environment. Hinzu kommen die diversen Goodies der openSUSE 11.2, zusammengefaßt auf rund 3 GB. Diverse Screenshots finden sich auf der Projekthomepage. Die DVD ist als FTP- oder Bittorrent-Download verfügbar und in Kürze auch hier im ISO-Shop.

Wieder Weihnachts-Pinguine bei Rossmann

Montag, 16. November 2009

WeihnachtsmannDie Rossmann-Drogeriekette hat dieses Jahr wieder “Weihnachtstiere mit Musik” in ihrer “Ideenwelt” im Angebot. Darunter auch wieder einen als Weihnachtsmann verkleideten Pinguin, diesmal mit grüner statt blauer Mütze zum unschlagbaren Preis von 2 Euro und 45 Cent. Beim Druck auf die Pinguinbrust spielt das arme Tier eine Weihnachtsmelodie ab.

Erfahrungsgemäß ist der Weihnachts-Pinguin sehr schnell ausverkauft. Wer also noch ein weiteres Exemplar für seine Pinguinsammlung sucht, sollte sich beeilen.

Ubuntu Ultimate Edition 2.4 released

Samstag, 14. November 2009

Eine aufgebohrte Ubuntu 9.10 voll mit vielen schönen Tools und nettem Artwork als Live-DVD? Die Ubuntu Ultimate Edition 2.4 kommt dem schon ziemlich nahe. Wobei auch hier gilt: Man mag es oder man mag es nicht, und auch diverse Macken der Distribution wurden immer wieder bemängelt. Dabei darf man nicht vergessen, daß es sich bei der Ultimate um eine One-Man-Show von “TheeMahn” handelt, der zum Release-Zeitpunkt auch noch mit Grippe darniederliegt.

Das berüchtigte Listing auf Distrowatch führte wie immer dazu, daß die wenigen Mirror-Server von den Hostern wegen “exzessivem Traffic” recht schnell gesperrt wurden. Ersatzmirrors sind willkommen, sollten aber jeweils 400 Terrabyte an Datenverkehr einkalkulieren. ;-) Der Weg über Bittorrent ist ewig und öd, führt aber eher zum Ziel. Die Torrents sind inzwischen bei linuxtracker.org gelistet mit ausreichend Teilnehmern. Nach erfolgreichem Abschluß sollte man unbedingt die MD5SUMs überprüfen!

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