Die BackTrack, so eine Art Quasi-Standard für die Sicherheitsüberprüfung vorzugsweise der eigenen Server und Router, ist in der Version 5 erschienen. Die Live-DVD ist diesmal jeweils 1,5 1,9 GB groß und man hat die Auswahl zwischen einem Gnome- oder KDE-Desktop und 32/64bit-Versionen. Zusätzlich stehen noch VMware-Images bereit. Um die Bandbreite des Projektservers zu entlasten, wird dringend der Download über Bittorent empfohlen – die notwendigen Torrent-Dateien sind über die Projekt-Website (s.o.) erhältlich.
Wie üblich gibt es nur sehr kurze Release-Notes, das BackTrack-Forum sollte daher (u.a.) eine erste Anlaufstelle sein. Demnach ist der Unterbau der Live-DVD eine komplette Neuentwicklung (“from scratch”, “Based on Ubuntu Lucid LTS. Kernel 2.6.38, patched with all relevant wireless injection patches”). KDE 4.6 und Gnome 2.6 als Desktop, Metasploit Framework 3.7.0 u.v.m.

Boot-Optionen der Backtrack 5: Reiner Textmodus, ohne Netzwerk, kein Einbinden von Laufwerken etc.
BackTrack 5 KDE-Desktop mit Spezialmenü, English only. Hier gehts zu den vielen schönen Tools (auf das Bild klicken zur Vergößerung, 800px im neuen Fenster)
Nun ist die neue Unity-Oberfläche unter Ubuntu 11.04 nicht jedermanns Sache. Wenn man wieder auf sein gewohntes Gnome alias “Gnome Classic” umschaltet, bleibt jedoch von den diversen Ubuntu-Desktopverschönerungen die neue rechte Scrollbar übrig. Oder vielmehr die Andeutung einer Scrollbar: Fährt man mit der Maus über diesen schmalen roten Strich, erscheint ein kleines Tool als Overlay mit Pfeilen oben und unten sowie einer kleinen Fläche zum Ziehen mit der Maus. Leider läßt sich dieses neue Feature nicht einfach durch eine Änderung des Themes oder eine einfache Konfigurationsoption beseitigen, sondern dies ist das durchgängige und gewünschte Verhalten bei GTK-basierten Anwendungen – einige Ausnahmen wie Thunderbird oder Firefox sind aus Kompatibilitätsgründen auch noch hardcoded.
Allerdings läßt sich dieser Overlay in den Einstellungen bzw. beim Start des Xservers zentral abschalten. everflux.de hat eine kurze und schmerzlose Lösung gefunden: Im Verzeichnis /etc/X11/Xsession.d/ wird eine Datei mit einem Namen wie 80-disableoverlayscrollbars angelegt (wichtig ist nur die 80 am Anfang) mit dem Inhalt export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0. Das schaltet den neuen Overlay ab und man erhält seine gewohnte Scrollbar zurück. Oder noch kürzer in der Bash (und in einer Zeile):
sudo echo "export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0" > /etc/X11/Xsession.d/80-disableoverlayscrollbars
Bevor die Ubuntu-Server unter dem Ansturm etwas “träge” reagieren werden: Alle Torrent-Dateien (für DVDs und CDs) für den Download über ein Bittorrent-Programm finden sich hier komplett im Download-Bereich in allen Variationen, jeweils für CDs und DVDs. Die Ubuntus selbst kommen mit LibreOffice 3.3.2 und leider auch Banshee als Musikplayer, womit man sich zunächst einmal Mono einhandelt. Banshee kann man zwar später entfernen, dürfte aber bei einer frischen Installation zunächst für den automatischen Download von Codecs benötigt werden. Bei Neuinstallationen wird man sich auf dem neuen Desktop “Unity” wiederfinden, der eher an ein Netbook erinnert – auf Gnome kann man am Login/GDM umschalten bzw. den GDM so konfigurieren, daß Gnome2 “Classic” als Standardumgebung gewählt wird. Nach den Erfahrungen der letzten Beta ist dieser Teil “Work in Progress”. Canonical hat auf der What’s new-Seite diverse Screenshots dazu. Erinnert irgendwie stark an WindowMaker und GnuStep selig.
Die Kubuntu setzt auf KDE SC 4.6.2, Xubuntu auf Xfce 4.8, Ubuntu-Studio hat zunächst keinen Echtzeit-Kernel u.v.m.
Wem das Saugen zu mühsam ist, kann die DVDs (empfohlen) und CDs auch hier im Tuxpost-Shop bestellen als CD-R/DVD-R für 3-4 Euro, im Verlauf des Tages eintreffend.

Ubuntu 11.04 Gnome2-Desktop. Wenn Compiz nicht läuft, wird auf Gnome “Classic” umgeschaltet.
[Update] Hans-Joachim Baader hat auf Pro-Linux.de einen sehr langen Artikel mit einer Übersicht und der Beschreibung aller Neuerungen veröffentlicht.
Anlehnend an die PrOOo-Box für OpenOffice, die neben dem Hauptprogramm diverse Wörterbücher, Vorlagen und Hilfsprogramme auf einer DVD enthält, wurde auch für den OO-Fork LibreOffice ein vergleichbares Werk erstellt. Die LibreOffice-Box erfreut neben LibreOffice selbst für alle verfügbaren Betriebssysteme mit diversen Wörterbüchern und Vorlagen auch über einige Erweiterungen und Hilfsprogramme, wobei es sich wiederum um diverse alte Bekannte des OpenOffice-Projekts handelt, die natürlich mit LO kompatibel sind. Diese Zusammenstellungen sind besonders hilfreich, wenn man extern auf diversen Rechnern eine Alternative für Microsofts Office installieren will. “LibreOffice und die Inhalte der DVD stehen unter freien Lizenzen und können daher beliebig oft verwendet, kopiert und weiter gegeben werden.”
The latest and greatest Debian ever… Auf märchenhafte 8 DVDs ist der Umfang eines kompletten Debian 6.0 Squeeze angewachsen. Rund 31 Gigabyte werden also bewegt. Über Bittorrent bewegt sich aber im Moment nur bei der ersten Installations-DVD etwas, der Rest trudelt dann nach und nach ein. Highlights:
Mehr in der offiziellen Ankündigung, die auch die Links zu den Bezugsmöglichkeiten bzw. Downloadverzeichnissen für ISOs und (besser:) Torrents/Jigdo enthält. Wem das alles etwas zuviel ist, bekommt Debian 6.0 auf 8 DVDs auch hier im Tuxpost-Shop, angesichts der Datenmenge für 24 Euro incl. Versand.
Update: Kaum schreibt man’s hin, schon schieben die Server auch über Bittorrent ordentlich an.
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