Rockbox: OSS Firmware-Ersatz für Media-Player

Mittwoch, 02. April 2008

RockboxRockbox ist ein Open Source Firmware-Ersatz für diverse Media-Player, darunter die 200er-Serie des SanDisk Sansa-Players (s. Screenshot rechts). Entwickelt wird seit dem Jahr 2001, und inzwischen hat die Software einen Status erreicht, der in Kenntnis der vorinstallierten SanDisk-Firmware nur staunen läßt, was aus so einem Player für 60 Euro herauszuholen ist und was Sandisk hier verschenkt. Auf alle Fälle ist die Benutzeroberfläche eine reine Wohltat gegenüber dem recht muffigen und eher unhandlichen Original-Interface.

Neben diversen Plugins, Equalizer-Features sowie Themes-Support enthält Rockbox eine ganze Reihe auf Playern nicht gerade gängiger Codecs, darunter ogg, ape, flac, wavepack u.v.a.

Die Installation erfolgt recht schmerzlos: Man schließt den Player via USB am PC an und entpackt das Rockbox-Archiv ins Root-Verzeichnis des Flash-Speichers. Unter .rockbox liegt dann die komplette Firmware samt Plugins, Codepages, diversen Dateien für das mehrsprachige Userinterface pp. Mittels eines Hilfsprogramms (für Windows oder Linux) wird der Originalbootloader soweit modfiziert, daß Rockbox beim Hochfahren automatisch geladen wird – optional kann man via Dualboot auch die alte Firmware verwenden, die sich ohnehin bei der Verbindungsaufnahme zum PC wieder meldet. Mit diesem Hilfsprogramm läßt sich der Vorgang auch wieder rückgängig machen. ;) Man verliert natürlich die Hersteller-Garantie und werkelt auf eigenes Risiko. Empfohlen wird, nicht eins der älteren Releases zu verwenden, sondern den aktuellsten Build. Für eine automatisierte Installation, die sich diverse Teile online holt, wird das Rockbox Utility empfohlen.

Eine Übersicht der Features gibt das mit pdfTeX schön gesetzte und illustrierte 157seitige Handbuch (für den Sansa, für andere Player ebd.). Weitere Infos hat das umfangreiche Wiki. Diverse Themes, Fonts, Icon-Sets u.a. gibt’s auf der Rockbox-Seite selbst oder über rockbox-themes.org sowie auf weiteren externen Seiten. Wer sich die Firmware unbedingt selbst compilieren will, erhält hier eine Kurzanleitung, eine gute Anlaufstelle für Probleme aller Art ist auch das Forum. Und natürlich die FAQ.

Hinweis: Läuft im Moment auf Geräten mit der Firmware-Version 1.x – erkennbar unter „Einstellungen / Info“ auf dem Sansa Player, dort sollte als erste Ziffernkombination 01.x stehen. An einer Version als Ersatz für die neue Sandisk Firmware v2 (erste Ziffernkombination 03.x) wird derzeit noch gearbeitet, auf diesen Playern wurde zwischenzeitlich die Hardware geändert. Und da Sandisk keine Spezifikationen rausrückt, ist wieder reverse engineering gefragt.

Resco Explorer Update

Freitag, 07. März 2008

RescoExplorer 2008Rescos Dateiexplorer für Palm und Winmob hat ein größeres Update erfahren und firmiert jetzt als Explorer 2008 Version 4.01.x. Die wichtigsten Neuerungen sind u.a. eine Reparaturmöglichkeit für diverse Zuordnungen (was hier dazu führte, daß Agendus wieder Kontakt- und Termindaten über Bluetooth versenden konnte), eine Möglichkeit, Dateien auf der SD-Karte zu verschlüsseln (AES 128 Bit – wobei Dateien, die in ein spezielles Verzeichnis kopiert werden, automatisch verschlüsselt abgelegt werden) und viele neue Funktionen im Bereich Netzwerken, insbesondere FTP über Bluetooth aka „Bluetooth Browsing“. Umgekehrt ermöglicht der beigelegte Bluetooth Server den Zugriff von anderen Geräten auf den eigenen PDA ähnlich Softicks Blue Files. Alle neuen Features finden sich in den Release Notes.

Das Update ist für registrierte Nutzer kostenlos, sofern die Registrierung innerhalb der letzten 12 Monate erworben wurde. Andere zahlen 50% vom Neupreis, der bei 30 USD liegt. Eine deutschsprachige Version ist erhältlich.

Rescos Explorer zählt hier zu den „essential tools“ auf dem Palm. Neben den üblichen Features eines Dateimanagers (Archive anlegen, verschieben und kopieren pp.) hat man hier einen bequemen Zugriff auf die Palm-Einstellungen (Preferences) sowie optional eine spezielle Sortierung aller Dateien nach Programmzuordnungen, dargestellt in einer virtuellen Ordneransicht (s. Screenshot). Also ein „must have“ für den, der’s noch nicht hat.

TomTom OVIs

Freitag, 07. März 2008

NetworkNie mehr den Discounter der Wahl verpassen, wenn man mit dem Navigationsgerät durch die Pampa kutschiert? Oder eine Werkstatt finden, wenn (nicht nur) der Motor kocht? Auf den TomTom-Geräten sind zwar jede Menge Overlays gespeichert, jedoch hat man ggf. andere Interessen. pocketnavigation.de hat eine ganze Reihe zusätzlicher OVIs, die man sich entweder als Datei auf das Gerät kopieren kann oder die nur über die Online-Synchronisation mit TomTom-Home zur Verfügung stehen und (so die Angabe) alle 3 Monate aktualisiert werden. Somit schwebt bspw. das Aldi-Logo gut sichtbar heran, wenn man sich einer Filiale nähert und sorgt garantiert für Heiterkeit bei allen Mitfahrer/innen.

Wer solche OVIs selbst erstellen will, kann sich die Freeware Tyre ansehen. Das Tool verwendet Google Maps zur Umrechnung von Adreß- in Geodaten und zur Erstellung der für TomTom benötigten Overlay-Dateien, man kann sich damit auch bequem eine Route erstellen.

Palm: Doppelte Einträge entfernen

Donnerstag, 06. März 2008

DDDDas dürfte eigentlich jedem Palm-Anwender einmal passiert sein: Irgendwann geht die Synchronisation zwischen Kalender bzw. Adreßbuch und dem PC-Organiser einmal schief – etwa beim Wechsel der Sync-Methode oder beim Wechsel auf einen anderen/neuen PC – und man hat plötzlich jede Menge doppelter Einträge in den jeweiligen Palm-Datenbanken. Nun kann man von Hand alle überflüssigen Einträge aus den Kontaktdaten herauslöschen, was in eine mehr als abendfüllende Beschäftigung ausarten würde: Hier liegen z.B. alle Kontakt- und Termindaten der letzten 3-4 Jahre in einer Palm-Datenbank.

Es gibt zwar ein paar (wenige) Tools, die einem diese Arbeit weitgehend automatisiert abnehmen können, die allerdings nur zu relativen Mondpreisen (20-30 Euro) – gemessen an der Häufigkeit des Einsatzes – erhältlich sind. Mit DDD (Delete Duplicated Data) gibt es nun ein neues Palm-Programm vom Autor des Palm-Zeiterfassungstools TimeCat, Heinz Aigner, zu einem zivilen Preis von 6 Euro. DDD (s. Screenshot) sucht nach doppelten Einträgen in Adressen, Terminen, Aufgaben und Memos und löscht doppelte Einträge, in denen alle Felder gleich sind und erkennt auch Doppelte, bei denen bereits nutzerseitig Änderungen vorgenommen wurden. Man kann statt zu löschen alle doppelten Einträge in eine eigene Kategorie verschieben usw. Erhältlich bei den üblichen Verdächtigen, s. Links.