LyX 1.5.0 Release Candidate

Samstag, 02. Juni 2007

LyXDer erste Lyx Release Candidate der nächsten „Major Release“-Serie 1.5 ist freigegeben. Neben vielen Neuerungen wie der einfachen Navigation im Dokument, Editieren desselben Textes in mehreren Fenstern gleichzeitig, eines Outline Modes  u.a. dürften sich Nutzer von bspw. Ubuntu freuen, daß nun auch Unicode intern unterstützt wird, sodaß Umlaute im Menu auch als Umlaute erscheinen. qt4 wird laut configure benötigt.

LyX ist ein WYSIWYM (What you see is what you mean) Editor mit dem (La)TeX-Satzsystem als Backend. Der Anwender schreibt seinen Text und definiert dessen Struktur, LyX kümmert sich via (La)TeX um den Satz des Erzeugnisses, wahlweise als Postscript, DVI oder PDF-Output. Dabei arbeitet LyX auch mit einigen Literatur-Datenbankprogrammen zusammen. Wer seinen TeX-Quellcode also nicht von Hand schreiben möchte, dem sei LyX dringend empfohlen.

Libertine Open Fonts jetzt als LaTeX-Paket

Dienstag, 08. Mai 2007

latexDas Libertine Open Fonts Project hat die die Version 2.5.9 der freien (Serifen)Schrift „Linux Libertine“ veröffentlicht, die nun erstmals ein LaTeX-Paket mit allen benötigten Dateien zum TeXen enthält (der Dank geht hier an Michael Niedermair, der das bewerkstelligte). Aus der Meldung bei pro-linux.de:

Die Schrift besitzt jetzt positive Kernpaare (..). Weiter wurden Kernpaare für Großbuchstaben hinzugefügt. Bestimmte Akzente werden besser positioniert, die kyrillischen Zeichen wurden stark verbessert und auch die Fettschrift wurde weiter optimiert. daneben wurden kleinere Fehler korrigiert. Libertine ist nicht auf die westliche Schriftart beschränkt und enthält mittlerweile Schriftzeichen für modernes Hebräisch, Kyrillisch, Griechisch und die internationale Lautschrift. Neben der Normalschrift (regular) sind eine Kursivschrift, Fett, Fettkursiv, eine Kapitälchen-Variante und Unterstrichen verfügbar. Alle Schriften im TTF (True Type)- und OTF (Open Type)-Format können in einem Tar-Archiv vom Server des Projekts heruntergeladen werden. (pro-linux)

Von der Projekthomepage auf sourceforge.net:

„Wir arbeiten an einer Schriftartenfamilie im TrueType-Format. Sie ist entworfen, Ihnen eine Alternative zu den bekannten Schriftarten wie T*mes New Roman zu geben. (..) Desweiteren besteht unser Ziel darin möglichst viele Sprachen und Sonderzeichen zu unterstützen. Zur Zeit unterstützen unsere Schriftarten die westlichen Zeichensätze Latein, Griechisch, Kyrillisch, Internationale Lautschrift und ihre Sonderzeichen. Die LinuxLibertine enthält zur Zeit rund 1740 Buchstaben. Darunter sind Ligaturen wie fi, ff, fl usw. sowie Mediävalzahlen, proportionale und römische Zahlen. Es gibt daneben noch fleurale Symbole, Pfeile, Klötzchen, hoch- und tiefgesetzte Zahlen.“

Aussagekräftige Beispiele der Schrift sind in den Paketen enthalten sowie auf der Projekthomepage einsehbar.

Zeitschriften gestalten mit paperTeX

Dienstag, 16. Januar 2007

paperTeXLaTeX ist zwar in erster Linie „out of the box“ vorwiegend für den Satz von Büchern und längeren Schriftwerken im „klassischen“ Stil geeignet. Für kompliziertere Layoutaufgaben wird gern auf die TeX-Erweiterung ConTeXt verwiesen. Die Dokumentklasse paperTeX von Ignacio Llopin bietet die Möglichkeit, auch mit LaTeX eine (kleinere) Zeitschrift ansprechend zu gestalten, ohne mit größerem Aufwand in die Tiefen des TeX-Systems gehen zu müssen. paperTeX bietet zudem eine Fülle von definierbaren Optionen, sodaß man das Endergebnis gut an die eigenen Vorstellungen anpassen kann.

So läßt sich optional eine Titelseite gestalten mit Artikelvorschau, kleinem Inhaltsverzeichnis, definierbarem Logo und einem Block „Wettervorhersage“ mit entsprechenden Grafiken, den man wohl für andere Zwecke mißbrauchen wird. Beim paperTeX-Autor kommt die Klasse in Verbindung mit einem Perlskript zum Einsatz, das die Inhalte aus einer Datenbank zieht, womit auch die Generierung von Newslettern „on the fly“ in Blogs oder sonstigen CMS-Systemen möglich ist. Dieses Wunderwerk liegt dem Paket leider nicht bei…

Die Artikel selbst lassen sich wahlweise auch mehrspaltig setzen mit Grafiken oder eingestreuten Blöcken – ein Beispiel, das dem Paket als PDF beiliegt (s. Bild rechts), zeigt eine schöne Übersicht der Möglichkeiten. Einschränkend sei gesagt, daß bei Verwendung von Grafiken und Zwischenüberschriften bei mehrspaltigem Satz wie üblich die Registerhaltigkeit flöten geht.

jPicEdt – Zeichnungen mit LaTeX

Sonntag, 31. Dezember 2006

latexjPicEdt ist ein auf Java basierendes Vektor-Zeichenprogramm, das vornehmlich auf der Picture-Umgebung aufsetzt und als Output eine fertige Picture-Umgebung produziert, die in eine LaTeX-Datei eingebunden werden kann.

The LaTeX picture environment is a special environment for inserting simple drawing commands into a LaTeX file. This environment was obviously not intented to replace more sophisticated graphical formats such as Postscript or PDF (and their associated design tools: Adobe Illustrator, Macromedia Freehand,…), but was merely aimed at easily incorporating small and simple drawings (e.g. graphs, electrical schematics,…)
Yet picture commands are flexible enough to allow one to build rather complicated drawings, including circles, rectangles, lines and vectors, bezier splines.
Besides, using epic/eepic or PsTricks packages largely increases the set of available commands, and amongst other things, allows for shape-filling (and colours with PsTricks) and a better rendering of shapes.

Durch die Picture-Umgebung läßt sich auch mehr oder weniger einfach Text und, falls man das braucht, mathematische Ausdrücke in die Zeichnung einfügen. Der umgekehrte Weg ist ebenfalls (in Grenzen) möglich – JPicEdt parst LaTeX-Quelldateien und importiert darin enthaltene Picture- (nicht pspicture-) Umgebungen. Enthalten sind bereits diverse Zeichensymbole für Schaltungen, Organigramme etc. Ob der (re-)Import selbstproduzierter Picture-Umgebungen funktioniert, kommt immer auf den Versuch an, im Zweifelsfall muß man etwas nachhelfen… Die aktuelle 1.4.1 hat etwas Schwierigkeiten selbst beim Import eigener Picture-Umgebungen.