datatool-Paket integriert BibTeX-Datenbanken

Donnerstag, 23. August 2007

LaTeXDas Datatools-Paket für LaTeX von Nicola Talbot bietet dem Autor eine vereinfachte Schnittstelle zum Umgang mit “Flat File”-Datenbanken. Daten können sortiert, manipuliert sowie selektiert und bei der LaTeX-Ausgabe ins jeweilige Endformat eingebunden werden. Darüberhinaus lassen sich auch 2D-Grafiken aus den Daten erzeugen u.v.m. Das Paket hat eine ausführliche Dokumentation von rund 350 Seiten(!), von denen für den Anwender rund die Hälfte interessant erscheinen – der Rest ist Paketdokumentation und insbesondere für Paketentwickler relevant. Auf das LaTeX-Paket csvtools, das in dieser Wundertüte aufgegangen ist, wurde ja bereits im Juli an dieser Stelle hingewiesen.

Die aktuelle datatool-Version 1.0.2 ermöglicht nun auch die Einbindung von BibTeX-Datenbanken, die ins datatool-Format umgewandelt werden und sich danach wie die übrigen csv-Daten verarbeiten lassen. Auch ausgefallene Bibliographie-Formate sollten damit möglich sein. Allerdings warnt der Paketautor davor, daß bei sehr umfangreichen Datenbanken das arme LaTeX etwas ins Schwitzen kommen könnte, sodaß dieser Weg eher für Spezialitäten gedacht ist.

  • [2007,manual] bibtex Go to document
    Talbot, N. (2007). Datatool v 1.01: Databases and data manipulation.
    @MANUAL{ tal07, title = {datatool v 1.01: Databases and data manipulation},
      author = {Nicola Talbot},
      year = {2007},
      url = {http://theoval.cmp.uea.ac.uk/~nlct/latex/packages/index.html\#datatool}
    }

Listen generieren mit LaTeX und csvtools

Dienstag, 10. Juli 2007

LaTeXWer seine Sammlungen (CDs, DVDs, Filme/Videos, Katalogdaten u.v.m.) mit Hilfe diverser Spezialprogramme verwaltet, hat meist ein kleines Problem, wenn Offline-Versionen des Datenbestands generiert werden müssen. Sei es als formatierte Tabelle oder als HTML-Seiten – meist benötigt man einen guten Editor oder spezielle Skripte, um aus dem kleinsten gemeinsamen Nenner dieser Tools – einer csv-Datei, in der die Datensätze als kommaseparierte Liste vorliegen – brauchbaren LaTeX-Quelltext zu erzeugen.

Das LaTeX-Paket csvtools von Nicola Talbot vereinfacht diese Übung. csv-Dateien können direkt im LaTeX-Dokument verwendet werden, wobei der Feldtrenner mit \setcsvseparator{separator} selbst definiert werden kann.

The csvtools package allows you to repeatedly perform a set of LaTeX commands on data in each row of a comma separated variable (CSV) file. This can be used for mail merging, generating tables etc.

Neben den unvermeidlichen Serienbriefen lassen sich Tabellen erzeugen mit \CSVtotabular{sample.csv}{lccc} bzw. \CSVtolongtable{sample.csv}{|l|ccc|}, Daten können sortiert oder nur bestimmte Felder verwendet werden u.v.m. Das cvstools-Paket hat eine ausführliche Dokumentation und ist auf CTAN erhätlich.

[Update]: Im Juli 2007 wurde das Paket umbenannt in datatool und ist wie gehabt über CTAN erhältlich.

Libertine Fonts Update

Freitag, 15. Juni 2007

LaTeXPunktgenau zur Freigabe der Version 2.6.9 der Libertine Open Fonts gibt es auch ein aktualisiertes Paket für TeX von Michael Niedermair. Neben dem großen “ß” gibt es diverse Neuerungen für die im Format TTF (True Type) und OTF (Open Type) vorliegende Schriftfamilie, die sich an die Times der Fa. Monotype anlehnt, aber unter einer freien Lizenz entwickelt wird. Mehr zur aktuellen Version und Geschichte der Libertine auf pro-linux.de, Bezugsquellen s.o. Diverse Beispielseiten gibt es auf der Homepage des Projekts.

LyX 1.5.0 Release Candidate

Samstag, 02. Juni 2007

LyXDer erste Lyx Release Candidate der nächsten “Major Release”-Serie 1.5 ist freigegeben. Neben vielen Neuerungen wie der einfachen Navigation im Dokument, Editieren desselben Textes in mehreren Fenstern gleichzeitig, eines Outline Modes  u.a. dürften sich Nutzer von bspw. Ubuntu freuen, daß nun auch Unicode intern unterstützt wird, sodaß Umlaute im Menu auch als Umlaute erscheinen. qt4 wird laut configure benötigt.

LyX ist ein WYSIWYM (What you see is what you mean) Editor mit dem (La)TeX-Satzsystem als Backend. Der Anwender schreibt seinen Text und definiert dessen Struktur, LyX kümmert sich via (La)TeX um den Satz des Erzeugnisses, wahlweise als Postscript, DVI oder PDF-Output. Dabei arbeitet LyX auch mit einigen Literatur-Datenbankprogrammen zusammen. Wer seinen TeX-Quellcode also nicht von Hand schreiben möchte, dem sei LyX dringend empfohlen.

Libertine Open Fonts jetzt als LaTeX-Paket

Dienstag, 08. Mai 2007

latexDas Libertine Open Fonts Project hat die die Version 2.5.9 der freien (Serifen)Schrift “Linux Libertine” veröffentlicht, die nun erstmals ein LaTeX-Paket mit allen benötigten Dateien zum TeXen enthält (der Dank geht hier an Michael Niedermair, der das bewerkstelligte). Aus der Meldung bei pro-linux.de:

Die Schrift besitzt jetzt positive Kernpaare (..). Weiter wurden Kernpaare für Großbuchstaben hinzugefügt. Bestimmte Akzente werden besser positioniert, die kyrillischen Zeichen wurden stark verbessert und auch die Fettschrift wurde weiter optimiert. daneben wurden kleinere Fehler korrigiert. Libertine ist nicht auf die westliche Schriftart beschränkt und enthält mittlerweile Schriftzeichen für modernes Hebräisch, Kyrillisch, Griechisch und die internationale Lautschrift. Neben der Normalschrift (regular) sind eine Kursivschrift, Fett, Fettkursiv, eine Kapitälchen-Variante und Unterstrichen verfügbar. Alle Schriften im TTF (True Type)- und OTF (Open Type)-Format können in einem Tar-Archiv vom Server des Projekts heruntergeladen werden. (pro-linux)

Von der Projekthomepage auf sourceforge.net:

“Wir arbeiten an einer Schriftartenfamilie im TrueType-Format. Sie ist entworfen, Ihnen eine Alternative zu den bekannten Schriftarten wie T*mes New Roman zu geben. (..) Desweiteren besteht unser Ziel darin möglichst viele Sprachen und Sonderzeichen zu unterstützen. Zur Zeit unterstützen unsere Schriftarten die westlichen Zeichensätze Latein, Griechisch, Kyrillisch, Internationale Lautschrift und ihre Sonderzeichen. Die LinuxLibertine enthält zur Zeit rund 1740 Buchstaben. Darunter sind Ligaturen wie fi, ff, fl usw. sowie Mediävalzahlen, proportionale und römische Zahlen. Es gibt daneben noch fleurale Symbole, Pfeile, Klötzchen, hoch- und tiefgesetzte Zahlen.”

Aussagekräftige Beispiele der Schrift sind in den Paketen enthalten sowie auf der Projekthomepage einsehbar.

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