Der Tuxpost-Kalender mit den Terminen der Bundesliga, Champions- und Europa-League (ehemals UEFA-Cup), DFB-Pokal und Länderspielen hat ein Update erfahren und umfaßt nun auch die neuen Termine vom Juli bis Dember 2009. Im Juli erfreut uns bereits durchgehend eine Qualifikationsarie zu den Europapokalwettbewerben. Ein paar Lücken bestehen noch bei Länderspielen, von denen bis jetzt nur die WM-Qualifikationsspieltermine feststehen.
Format A4 quer, PDF. Der unentbehrliche Helfer für die Urlaubsplanung. ;-)

Mit der alten Kofler-Masche selig versucht Murdoch, den Bezahlsender Premiere für sich und die weiteren Anteilseigner endlich profitabel zu machen. Der Preis für Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga erhöht sich (Link: Handelsblatt) zur neuen Saison von rund 20 Euro auf märchenhafte 32,90 Euro. Um diesen Preis marketingtechnisch zu rechtfertigen, bekommt der Kunde zwangsweise einige Ladenhüter des Sky-TV-Angebots dazu, wobei er diese nicht abwählen kann. Für Übertragungen der Champions League muß man ein zusätzliches Paket ordern, sodaß man bei 44,50 Euro für Bundesliga plus CL plus Ladenhüter-Zwangsabo landet. Die Süddeutsche hat ihren Beitrag dazu inzwischen online.
Das soll die Zahl der Abonnenten auf die Marke von 3 bis 3,5 Millionen treiben. Im Prinzip war diese Preisentwicklung zu erwarten: Man sichert sich Exklusivrechte und läßt die Kunden dann auch exklusiv (besser: exquisit…) dafür zahlen. Das Beispiel Kofler und dessen famose Premiere-Preis- und Abopolitik kommt mir deshalb in den Sinn, als es ein schönes Beispiel dafür war, was passiert, wenn man den Bogen überspannt. Am Ende gingen Premiere zuerst die Übertragungsrechte der Bundesliga und danach die Kunden flöten. Sky (so heißt Premiere neuerdings) hat sich zwar die Rechte an der Fußball-Bundesliga bis 2013 gesichert, jedoch haben Abonnementverträge eine weit kürzere Laufzeit. Und von der Kündigung derselben werden viele Kunden bei solch überzogenen Preisvorstellungen auch Gebrauch machen. Jedenfalls die Fußballfans auf der Tuxpost.
[Update 26.6.09] In der neuen FAQ steht jetzt:
“Warum muss man Sky Welt buchen, um andere Pakete abonnieren zu können?
Jedes Abonnement umfasst das hochwertige Sky Welt Paket. Dies stellt den Mittelpunkt des Sky Angebotes dar. Weitere Premium Pakete können nur zusätzlich zu Sky Welt hinzu gebucht werden. Damit garantieren wir jedem Kunden den Zugang zu unserer thematischen Vielfalt.”
Gib dem Kunden nicht das, was er haben will, sondern das, mit Du am meisten Geld verdienst. Wie man mit dieser Kundenveralberung die Abonnentenzahl kräftig steigern will, bleibt schleierhaft. Denn was in England funktioniert (Mondpreise für einzeln zu buchende Spiele), wird in Deutschland selbst in abgeschwächter Form so nicht durchsetzbar sein.
Der Dokumentarfilm “Rentenangst – Der Kampf um die Altersversorgung” von Ingo Blank und Dietrich Krauß aus dem Jahr 2008, über den hier im Blog bereits eine Besprechung der Erstsendung unter dem Titel “Der große Rentenschwindel” vom März 2008 vorliegt, wird am 15. März 2009 um 12:30 auf dem Sender Phoenix wiederholt. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte ihn wenigsten für später aufzeichnen.
Worum geht’s? In der Notiz von 2008 schrieb ich: “Folgt man dem Film, sieht es bei der kapitalgedeckten Zusatzversicherung, ob Riester-Rente oder andere geförderte Formen, nicht viel besser aus. Daß überhaupt jemand diese Policen zeichnet, ist zunächst intensiver Lobbyarbeit zu “verdanken”. Norbert Blüm, der im Film zu Wort kommt, spricht von einem Kartell aus Versicherungswirtschaft, Politik, Medien und gekauften Gutachtern und “Experten”. Und – so ein Zufall – (fast) alle, die dieses System öffentlich propagieren, verdienen finanziell daran – sei es über Förderungen und Zuwendungen aus der Versicherungswirtschaft oder über Beteiligungen. Damit das funktionierte, wurde die gesetzliche Rentenversicherung gezielt vor die Wand gefahren. Dieser Prozeß, einmal in Gang gesetzt, ist nicht mehr umkehrbar.”
Auch wenn man den Thesen so nicht folgen mag, hat man es hier mit einem Fernsehfeature zu tun, von dem es nicht mehr sehr viele in den öffentlich-rechtlichen Sendern gibt.
Phoenix, 15.4.21009, 12:30 Uhr
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Diese Perle sollte nicht im Weißen Rauschen untergehen: Unter dem Titel Afrika-Hilfe umsonst wirft Frank Nordhausen in der Berliner Zeitung einen Blick hinter die Kulissen des Altkleider-Sammelkonzerns Humana, Einigen wohl vor allem bekannt durch die Second-Hand-Kaufhäuser in Berlin und Köln sowie diversen Altkleider-Sammelcontainern, die die Firma bundesweit aufstellt.
Aus dem Programm der Bundesregierung “Weltwärts”, das den Einsatz freiwilliger Helfer in Afrika bezuschusst gerade rausgeflogen und vom Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI – das das begehrte Spendensiegel vergibt) wegen Intransparenz ohnehin nie berücksichtigt, scheint es sich hier um eine rein kommerzielle Veranstaltung zu handeln, das Alibi-Projekte in Afrika eher aus Imagegründen betreibt. Daß das Spendensammeln (auch dies ein Teil der Humana-Aktivitäten) bei einigen Hilfsorganisationen irgendwann zum Selbstzweck verkommt und nur noch der Finanzierung der Organisation und ihrer Mitarbeiter selbst dient, ist zunächst nicht neu. Hier haben wir es aber offenbar mit einer anderen Dimension zu tun: “Recherchen dänischer Ermittler zeigten, dass Millionen in dunklen Kanälen versickern, die oft in Steuerparadiese führen.” Und: “Der Deutsch-Kolumbianer (…) glaubt, dass Humana eine Geldmaschine ist, die ihre Margen mit günstigen Ressourcen erzielt: gespendete Altkleider als Rohstoff, Freiwillige als kostenlose Arbeiter. “Die haben ein Perpetuum mobile erfunden”, sagt er. Und warum Sekte? Der Artikel beschreibt auch Erfahrungen aus der dänischen Filiale. Link s.o.
In Pankow können sich Restaurant- und Lebensmittelbetriebe neuerdings um einen sogenannten Smiley bewerben durch den Nachweis überdurchschnittlicher Hygiene. Sie kommen dann auf eine Positivliste und erhalten einen Aufkleber fürs Schaufenster. Aktuell finden sich dort noch recht wenige Betriebe.
Umgekehrt wird neben der Positivliste auch eine Negativliste veröffentlicht mit Betrieben, die bei Kontrollen auffällig geworden sind und gegen die der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga erwartungsgemäß rebelliert. Aus der Hitliste:
Das Spektrum reicht von Kamps-Filialen bis hin zu den üblichen Asia-Imbissen, einem Irish Pub und Wochenmarkt-Verkaufsstellen. Mahlzeit.
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