Die Rossmann-Drogeriekette hat dieses Jahr wieder “Weihnachtstiere mit Musik” in ihrer “Ideenwelt” im Angebot. Darunter auch wieder einen als Weihnachtsmann verkleideten Pinguin, diesmal mit grüner statt blauer Mütze zum unschlagbaren Preis von 2 Euro und 45 Cent. Beim Druck auf die Pinguinbrust spielt das arme Tier eine Weihnachtsmelodie ab.
Erfahrungsgemäß ist der Weihnachts-Pinguin sehr schnell ausverkauft. Wer also noch ein weiteres Exemplar für seine Pinguinsammlung sucht, sollte sich beeilen.
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Den Halbjahreskalender für 2010 gibt’s aus technischen Gründen diesmal als gif-Grafikdatei mit den Terminen der Bundesliga, DFB-Pokal, Champions-League und UEFA Europa League. Die Länderspieltermine stehen offenbar noch nicht fest und werden nachgetragen. Die Grafik liegt in der Größe 1754×1240 vor und sieht auch bei Herunterskalierung für den Druck auf bspw. A4 noch ganz gut aus.

Eventuell hat noch jemand Bedarf an Blanko-Halbjahreskalendern für 2010 ohne Einträge. Alle drei Kalender finden sich jetzt hier im Downloadbereich.
So richtig glücklich kann die SPD mit ihrer PR-Agentur, die weitflächig das Land mit Großplakaten des Kandidaten bepflastert, nicht sein. Nach den Fotomodellen im Stil von “Ich zahl GEZ, weil ich unabhängige Medien brauche, und Du?”, die schon schwer erträglich waren, kommen nun die “Männer der Arbeit” aufs Plakat.
Was hat man hier wieder verbockt? Zuerst den Mantel des Kandidaten. Die Bügelfalte ist sogar noch in der Verkleinerung deutlich zu erkennen. “Den hol ich nur alle Jubeljahre aus dem Keller, wenn Wahlkampf ist.” Deutliche Lagerungsspuren in Form unsachgemäßer Aufbewahrung also. Kann auch sein, daß ihm der Mantel von der Werksleitung gestellt wurde. “Darin sieht Steinmeier bestimmt albern aus. Müller, holen Se mal einen Mantel aus dem Betriebsfundus, den noch keiner getragen hat. Einen vom vorletzten Jahr mit steifer Bügelfalte!”
Richtig mürrisch sieht der Kandidate auch noch aus, statt beim werktätigen Volk Zuversicht zu verbreiten. “So ein Mist, hat Sie das Jobcenter für 5 Euro an den Hochofen gezwungen? Na mit uns bekommen Sie bald 7,50 Mindestlohn dafür.” Da jubelt dann der Hochofen. Oder lags am vielen Schmutz drumherum? “Faß ihn an!” ruft der Fotograf, und der Kandidat muß angewidert kurz den Mann begrapschen. Das sieht auch noch völlig unmotiviert aus.
Der Begrapschte, der sich vorsichtshalber von der Kamera abgewendet hat, ist vielleicht sogar der Chef der Hochofentruppe und ruft wie von Sinnen: “Da ins Heiße sollten die Leute springen, aber keiner wollte. Alle gefeuert, die Flaschen!” Da würde ich als Kandidat auch mürrisch gucken, den Mann kurz am Ärmel fassen und ihm anschließend die Fresse polieren. Das wäre wenigstens ein Foto geworden!
Kann auch sein, daß ihn der Mann im Moment des Begrapschens fragt, ob der Kandidat nicht unter Schröder im Kanzleramt Hartz4 organisiert hat und ihm gerade die Richtung zeigt, wohin er zu entschwinden hätte, möglichst subito. Aber wahrscheinlich erzählt er ihm eh nur von sinkenden Aufträgen, geplanten Massenentlassungen nach der Wahl und Steinmeier kann sowie nicht helfen und versteht das alles auch nicht.
Mag ja alles sein oder auch nicht, nur sind solche Großplakate eher kontraproduktiv, wenn nichts paßt. Und solche Antiwerbung kommt mit schöner Regelmäßigkeit. “Gut” sind die Agenturheinis meist nur, wenn sie sich selbst bespiegeln können. Außerhalb dieses geschlossenen Bereiches wird es meistens sehr eng.
Zwar hatte man vermutet, daß in der Formel 1 die Herren Ecclestone, Briatore und Mosley, sagen wir mal, intellektuell auf nicht gerade hohem Niveau agieren. Daß dieses Niveau eher im untersten Skalenbereich zu finden ist, zeigt ein Interview Ecclestones mit der Times, nacherzählt auf n-tv. Hitler habe viele Menschen befehligt (was ihm, E., wohl generell immer imponiert), und sei in der Lage gewesen, “Dinge zu erledigen”. Assessment-Center halt – Juden links, Blitzkrieg rechts. Totalitäre Regime bevorzugt er ohnehin, wahrscheinlich weil dort “gehandelt” wird, ohne wen fragen zu müssen. So hatte er sich seine Formel 1 ja auch mal vorgestellt. Dieser Hitler sei ja gar nicht so schlecht gewesen, nur hatte der irgendwie die Orientierung verloren. Ja, das ist dann natürlich schlecht, und einen Führerschein hatte der Führer bekanntlich auch nicht, vielleicht bekäme er bei E. ja eine Wildcard. Doktor Kartoffel erklärt die Welt. Glaube niemand, in deutschen “Führungsetagen” ginge es intellektuell anspruchsvoller zu. Auch das ist ein Teil des Problems in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise
Hans Werner Sinn geißelt den “Kasinokapitalismus” und beklagt die mangelnde Binnennachfrage. Wie schön, daß Seinesgleichen sie 15 Jahre lang ruiniert haben. Nun will’s keiner gewesen sein, angeblich waren “wir alle” ja zu gierig. Falsch, nur ein paar Profiteure und ihre bezahlten Loddel, die ihr Gesums in allen Medien verbreiten durften. Für Propaganda war ja genug Geld da.
“Warum konnte die neoliberale Ideologie eigentlich lange Zeit so dominant sein, trotz ihrer offenkundigen Schlichtheit und den Zumutungen, die sie für weite Bevölkerungsteile parat hielt? Darauf gibt es, simpel gesagt, drei Antworten (…)”
Die kann man in der Flassbeck-Rezension der Berliner Zeitung vom 4. Juni nachlesen. In derselben Ausgabe kann man auch lesen, wie man “Denkfabriken” bezahlt, damit sie fingierte Forenbeiträge, Leserbriefe, Blogkommentare und “Umfragen” lancieren – diesmal im Auftrag der Bahn, aber der Auftraggeber ist austauschbar.
@BOOK{flass09,
author = {Heiner Flassbeck},
title = {Gescheitert. Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert},
publisher = {Westend},
year = {2009}
}
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