Ein neues Jahr scheint die Nachfrage nach Kalendern aller Art enorm zu steigern, wie die Besucherstatistik zeigt. Hier im Blog wurde jetzt ein neuer Downloadbereich angelegt, in dem zentral die in den Artikeln angebotenen Dateien gesammelt werden – erspart die Suche und der eine oder andere interessiert sich ggf. auch für Dateien, die er/sie gar nicht gesucht hatte. ;-) Den Anfang machen die Halbjahreskalender für 2010 (als gif-Grafiken): Halbjahreskalender Blanko sowie aufgefüllt mit den Terminen der Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal etc., soweit bisher bekannt.
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Die Hauptgesellschafter des ROC (Rundfunk Orchester und Chöre Berlin GmbH), Deutschlandradio und der Bund, stellen gerade Überlegungen an, das DSO (Deutsches Symphonie-Orchester) und das RSB (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin) zusammenzulegen – von 200 Stellen blieben dann 120. Die Schnapsidee dahinter ist, daß man der Ansicht ist, aus zwei guten ein “Spitzenorchester” zu bilden – wie sich der kleine Moritz sowas vorstellt. “Wir sind ja hier nicht im Bankgewerbe”, sagte der Intendant des ROC laut Tagesspiegel im rbb Kulturradio und hat damit völlig recht. Dabei geht es hier nicht nur um Stellenstreichungen, sondern indirekt auch um eine Richtungsentscheidung: Spiele ich ständig Mozart und Brahms aka “Repertoire” (RSB, auf hohem Niveau) oder setze ich verstärkt auf Musik des 20. Jahrhunderts (DSO, dto.). Nach den Plänen wird die Federführung des fusionierten Orchesters dem RSB unter Janowski zugeschlagen. Das DSO hat inwischen eine Petitionsliste online gestellt. Wer möchte, kann sich dort eintragen (was zu empfehlen ist). Zu den Hintergründen s. etwa den Artikel von Brug in der Welt (“Die Orchester von Ingo Metzmacher und Marek Janowski sollen fusionieren”). Inzwischen liegt auch eine Stellungnahme von Janowski vor, die jedoch interpretierbar ist: “Mein Vertrag gilt für das RSB” heißt nicht “dafür stehe ich nicht zur Verfügung”. Verträge kann man ändern oder ergänzen.
[Update] Nach der heutigen Gesellschafterversammlung sind laut Neumann (wie ddp berichtet) derartige Fusionspläne vom Tisch. Nun sollte der DRadio-Intendant dringend seine Berater wechseln, so er welche hat. Schuuuuulz!
[Update 2] Einige Anhaltspunkte, warum die offenbar von allen Gesellschaftern getragene Intrige in die Hose ging und wer als Erster kalte Füße bekam, finden sich im Artikel von Manuel Brug in der Welt vom 10.12.09.
Die Rossmann-Drogeriekette hat dieses Jahr wieder “Weihnachtstiere mit Musik” in ihrer “Ideenwelt” im Angebot. Darunter auch wieder einen als Weihnachtsmann verkleideten Pinguin, diesmal mit grüner statt blauer Mütze zum unschlagbaren Preis von 2 Euro und 45 Cent. Beim Druck auf die Pinguinbrust spielt das arme Tier eine Weihnachtsmelodie ab.
Erfahrungsgemäß ist der Weihnachts-Pinguin sehr schnell ausverkauft. Wer also noch ein weiteres Exemplar für seine Pinguinsammlung sucht, sollte sich beeilen.
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Den Halbjahreskalender für 2010 gibt’s aus technischen Gründen diesmal als gif-Grafikdatei mit den Terminen der Bundesliga, DFB-Pokal, Champions-League und UEFA Europa League. Die Länderspieltermine stehen offenbar noch nicht fest und werden nachgetragen. Die Grafik liegt in der Größe 1754×1240 vor und sieht auch bei Herunterskalierung für den Druck auf bspw. A4 noch ganz gut aus.

Eventuell hat noch jemand Bedarf an Blanko-Halbjahreskalendern für 2010 ohne Einträge. Alle drei Kalender finden sich jetzt hier im Downloadbereich.
So richtig glücklich kann die SPD mit ihrer PR-Agentur, die weitflächig das Land mit Großplakaten des Kandidaten bepflastert, nicht sein. Nach den Fotomodellen im Stil von “Ich zahl GEZ, weil ich unabhängige Medien brauche, und Du?”, die schon schwer erträglich waren, kommen nun die “Männer der Arbeit” aufs Plakat.
Was hat man hier wieder verbockt? Zuerst den Mantel des Kandidaten. Die Bügelfalte ist sogar noch in der Verkleinerung deutlich zu erkennen. “Den hol ich nur alle Jubeljahre aus dem Keller, wenn Wahlkampf ist.” Deutliche Lagerungsspuren in Form unsachgemäßer Aufbewahrung also. Kann auch sein, daß ihm der Mantel von der Werksleitung gestellt wurde. “Darin sieht Steinmeier bestimmt albern aus. Müller, holen Se mal einen Mantel aus dem Betriebsfundus, den noch keiner getragen hat. Einen vom vorletzten Jahr mit steifer Bügelfalte!”
Richtig mürrisch sieht der Kandidate auch noch aus, statt beim werktätigen Volk Zuversicht zu verbreiten. “So ein Mist, hat Sie das Jobcenter für 5 Euro an den Hochofen gezwungen? Na mit uns bekommen Sie bald 7,50 Mindestlohn dafür.” Da jubelt dann der Hochofen. Oder lags am vielen Schmutz drumherum? “Faß ihn an!” ruft der Fotograf, und der Kandidat muß angewidert kurz den Mann begrapschen. Das sieht auch noch völlig unmotiviert aus.
Der Begrapschte, der sich vorsichtshalber von der Kamera abgewendet hat, ist vielleicht sogar der Chef der Hochofentruppe und ruft wie von Sinnen: “Da ins Heiße sollten die Leute springen, aber keiner wollte. Alle gefeuert, die Flaschen!” Da würde ich als Kandidat auch mürrisch gucken, den Mann kurz am Ärmel fassen und ihm anschließend die Fresse polieren. Das wäre wenigstens ein Foto geworden!
Kann auch sein, daß ihn der Mann im Moment des Begrapschens fragt, ob der Kandidat nicht unter Schröder im Kanzleramt Hartz4 organisiert hat und ihm gerade die Richtung zeigt, wohin er zu entschwinden hätte, möglichst subito. Aber wahrscheinlich erzählt er ihm eh nur von sinkenden Aufträgen, geplanten Massenentlassungen nach der Wahl und Steinmeier kann sowie nicht helfen und versteht das alles auch nicht.
Mag ja alles sein oder auch nicht, nur sind solche Großplakate eher kontraproduktiv, wenn nichts paßt. Und solche Antiwerbung kommt mit schöner Regelmäßigkeit. “Gut” sind die Agenturheinis meist nur, wenn sie sich selbst bespiegeln können. Außerhalb dieses geschlossenen Bereiches wird es meistens sehr eng.
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