Das Tine-Projekt entstand als Abspaltung des eGroupware-Projektes. Nun wird so mancher wieder aufstöhnen: Schon wieder einer dieser sinnfreien Forks, ist das langweilig. Gemach, gemach. ;) Schwer genervt von der offenbar unwartbaren Codebasis von eGroupware (die wiederum diverse Altlasten des Ursprungsprojektes phpGroupware mit sich herumschleppt) und nach ein paar unschönen Szenen innerhalb des alten Projektes, entschloß man sich zu einem kompletten Rewrite. Man macht nun heftigen Gebrauch von Javaskript, ExtJS und JSON, womit die Generierung des User-Interfaces auf die Clientseite verlagert wird und der Server nur noch (weitgehend) die Daten schickt.
Ursprung und Zielsetzungen des Projektes sind im Tine-Wiki beschrieben, und innerhalb der kurzen Zeit (seit ca. Juni 2008) hat man so allerhand auf die Beine gestellt. Benutzbar ist inzwischen das Adreßbuch, ein CRM-Modul und in der aktuellen Beta ein firmenweites Zeiterfassungstool. Die Beta gibt es als Download von der Projektwebseite, eine aktuelle Online-Demo lädt zum Spielen ein und vermittelt einen ersten Eindruck der bis jetzt verfügbaren Module. Bei dem Tempo darf man vielleicht bald auf eine Kalenderanwendung hoffen, die ggf. Verknüpfungen zum Adreßbuch zuläßt, und wenn dann noch eine Synchronisierungsfunktion bzw. eine saubere Importmöglichkeit externer Daten entwickelt wird, wäre das Tool für meinen Bedarf komplett. ;)
Erinnert sich noch jemand an den Mozilla Composer? Das war der Seiteneditor der Netscape Suite, mit dem man im WYSIWYG-Modus Webseiten erstellen konnte. Nach der Aufspaltung der “Suite” in ihre Einzelteile fristete der Editor ein Nischendasein. Es gab eine Weiterentwicklung namens Nvu (deren Namensrechte bei Linspire liegen) und eine weitere Bugfix-Version des Nvu namens KompoZer. Letztere ist immer noch weitgehend eine “One-Man-Show” von Fabien Cazenave aka Kazé, und da die Entwicklung nur in der Freizeit erfolgen kann, liegt der Veröffentlichungstermin der letzten stabilen Version schon eine ganze Weile zurück.
Mit der Version 0.8a1 gibt es jetzt eine erste Preview des neuen KompoZers, die so neu ist, daß es weder eine Ankündigung noch Release Notes gibt. ;-) Soweit im Sourceforge-Forum ersichtlich, lag die Hauptarbeit in der Portierung der Rendering-Engine auf Gecko 1.8.x. und einer völlig neuen Oberfläche. Weitere Features werden gerade erforscht, die Screenshots geben einen ersten Eindruck von der neuen Oberfläche. Links im Bild sieht man jeweils die Seitenstruktur in Form von html- sowie CSS-Tags. Die Darstellung dieser Zusatzinformationen ist jeweils abhängig vom Seitenbereich, in dem sich der Cursor im Editorfenster befindet. Wie man sieht, lassen sich Seiten auch online in den Editor laden (hier am Beispiel dieses Blogs). KompoZer 0.8a1 ist zunächst nur für Linux erhältlich. Und die Screenshots (öffnen im neuen Fenster, 1072 x 8884px):
Leider ist der Portierung (im Moment?) der Sourcecode-Editor zum Opfer gefallen, in den Optionen läßt sich nur ein externer Editor einstellen. Den Download gibt es bei Sourceforge.
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Für die (La)TeX-Fans vorweg: Auch Donald Knuth scannt mit diesem Programm. ;) Ed Hamrick von Hamrick Software macht darauf aufmerksam, daß die Scan-Software VueScan mittlerweile auch in (guter) deutscher Lokalisierung vorliegt. Zum 10jährigen Jubiläum ist das Update auf die aktuelle Version 8.5 zudem für alle registrierten Nutzer kostenlos (in der Standard-Version galt die Updatemöglichkeit nur für ein Jahr).
Auf das Bild klicken zur Vergrößerung (im neuen Fenster) oder hier.
Das Programm VueScan gibt es für Windows, Linux und Mac. Unterstützt werden theoretisch rund 1200 Scanner, wobei Linux-Anwender vor dem Kauf besser in der Kompatibilitätsliste nachsehen sollten: WIA-Scanner wie Mustek oder diverse Canon-Modelle benötigen den Originaltreiber – und der liegt in der Regel nur für Win und Mac vor. Das nicht ganz billige Programm gibt es in einer Standardversion für 40 Euro (mit kostenlosen Updates für ein Jahr) sowie in einer “Professional Version” für rund 80 USD und zeitlich unbegrenzten Updates. Hinzu kommt in der Prof. Version noch die Unterstützung für Farbprofile, Kalibrierung, Erstellung von raw-Files etc. Selbst aus alten Billig-Scannern holt VueScan erfahrungsgemäß noch erstaunliche Ergebnisse heraus.
Der Support durch den Programmautor ist außerdem vorbildlich. Bugs werden nicht nur schnell gefixt, sondern betroffenen Kunden auch über Zwischenreleases korrigierte Versionen zur Verfügung gestellt – war jedenfalls bei mir so. ;) Wie lange diese Jubiläumsaktion noch läuft, weiß ich im Moment nicht, ggf. auf der Website nachsehen. Zu empfehlen ist das Tool allemal.
Der Fork des bekannten Wikis TWiki, Foswiki, veröffentlicht eine erste Beta-Version. Neu im 1.0-Zyklus ist die verbesserte Unterstützung für FastCGI und mod_perl sowie die Möglichkeit, das Wiki ohne Webserver lokal laufen zu lassen (experimentell). Dazu kommen diverse Bugfixes und Security Updates gegenüber TWiki 4.2.4.
Das Foswiki-Projekt entstand als Abspaltung von TWiki nach einem Streit mit dem Hauptentwickler und dessen Firma, die TWiki kommerziell stärker vermarkten und dabei entsprechend die Richtung vorgeben wollte mit Methoden nach Gutsherrenart. Im Oktober stand an dieser Stelle bereits ein kurzer Artikel dazu.
[Update] Am 9.1.2009 ist nun die Final Release 1.1.0 erschienen. Neben einem Security Audit des “alten” Twiki-Codes wurden u.a. 120 Bugs beseitigt. “We started off just wanting to get a rebranded product quickly, but ended up with something much more mature.”
Eins dieser nützlichen Firefox-Erweiterungen ist PDF It! von TouchPDF. Das Addon erstellt aus der gerade im Browser befindlichen Webseite wahlweise eine Grafik (im png- oder jpeg-Format) oder ein PDF (mit eingebetteter Grafik). In den Einstellungen kann man den Komprimierungsgrad auswählen, nachträgliche Filter bestimmen oder das Endergebnis in bestimmten Schritten drehen. Ferner hat man die Wahl, ob man die komplette Seite verarbeiten möchte oder nur den Bildausschnitt, der sich gerade im Browserfenster befindet. Den Einstellungsdialog sieht man im Bild rechts, zur Vergrößerung auf das Bild klicken oder hier.
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