Rockbox, ein alternatives Betriebssystem für bestimmte mp3-Player, ist in der Version 3.3 heute veröffentlicht worden. Wichtigste Neuerung ist der USB-Support, der seit der Version 3.2 (vom März 2009) besteht und mit der 3.3 noch einmal verbessert wurde – bei älteren Versionen wurde beim Anschluß des Players an den PC noch das Original-OS gebootet. Rockbox verarbeitet seit der 3.3 auch jpegs im Format Album Art.
Unterstützt werden leider nur bestimmte Player einiger Hersteller. Für den SanDisk Sansa e200 beispielsweise gibt es nur (fast) vollständige Unterstützung für ältere Geräte mit der 1.x-Firmware (v1). In späteren Varianten(v2) wurden andere Chips verbaut, deren Hersteller keine Spezifikationen mehr herausrückten. So gleicht die Portierung für diese Player einem Lesen im Kaffeesatz. Portierungen für neuere Sandisk-Modell (etwa Fuze) sind zwar in Entwicklung, jedoch in der aktuellen Fassung nicht gerade einfach zu installieren (insbesondere bei der Installation des Bootloaders können sich unerfahrene Anwender das Gerät zerschießen).
Neben den Rockbox-Hauptversionen kann man sich täglich automatisch erzeugte “Current Builds” installieren, falls einem die Zeit zwischen den Releases (ca. 3 Monate, uff…) zu langweilig wird oder man aktuell implementierte Features benötigt. Darüberhinaus gibt es diverse Styles, Iconsets und Fonts, die das etwas biedere Layout des Original-SanDisk-OS locker in den Schatten stellen. Für die Erstinstallation empfiehlt sich ein Rockbox-Tool bzw. die automatische Installation, das neben dem OS auch den Dual-Bootloader installiert und konfiguriert. Nicht zuletzt ist das ausführliche Handbuch zur Lektüre empfohlen.
Soviel vorweg: Ein Backup der Datenbank und des Webspaces ist dringend zu empfehlen und beruhigt die Nerven. Denn: Das Upgrade von WordPress 2.7.x auf 2.8 setzt im Backend PHP5 voraus. Falls jemand noch mit PHP4 unterwegs ist – beim Hoster 1und1 ist das aus Kompatibilitätsgründen die Standardeinstellung – bleiben im Adminbereich Teile des Dashboards und der Artikelübersicht (letztere übrigens komplett) leer, vorher hagelt es noch “500 Server-Error”. Geholfen hat zunächst ein Tipp aus dem wordpress-deutschland.org-Forum: In der .htaccess wird dem Webserver mitgeteilt, daß er generell das PHP5-Modul verwenden soll:
AddType x-mapp-php5 .php
AddHandler x-mapp-php5 .php
Das hat zumindest die Tuxpost-Installation wieder zugänglich gemacht. Manche Plugins schreiben Rewrite-Regeln aus WordPress heraus in die .htaccess, insofern sollte man die Datei verwenden, die gerade aktuell auf dem Server liegt, und nicht diejenige aus einer lokalen Spiegelung drüberbügeln.
Diverse Plugins machen jetzt Schwierigkeiten wie die Twitter-Tools, Alex King ist gerade an einem “complete rewrite” usw. usf. Allerdings ist alexking.org im Moment nicht erreichbar, ggf. hat er auch gerade das Upgrade durchgeführt. ;)
Wer sich das alles nicht antun möchte, wartet noch vier Wochen, bis sich alles soweit beruhigt hat und die gröbsten Macken beseitigt wurden. Na jetzt kommt wenigstens wieder Leben in die Bude, wurde ja bei den letzten WordPress-Upgrades fast langweilig, nur minimale Probleme und ein paar Plugin-Updates. Also: “Have fun.”
[Update] Ein paar Lösungsansätze und Erklärungen für die ärgsten (bekannten) Probleme hat u.a. code-styling.de, dem ein längerer Artikel im Blog von WordPress Deutschland folgen soll.
Die übernächste Fedora entfernt den Microsoft .NET-Nachbau Mono aus der Standard-Installation. Man erreicht das, indem man Tomboy durch Gnote ersetzt. Insgesamt will man dadurch die Abhängigkeit bzw. Verflechtung von Gnome mit Mono verringern. Wozu man dem Fedora-Projekt nur gratulieren kann. Abzuwarten bleibt, ob hieraus ein Trend werden kann. Diverse Ubuntu-Varianten, etwa die Netbook-Versionen, setzen neben Tomboy noch auf F-Spot, das fatalerweise auf Mono portiert wurde (zu seinem Nachteil) und zu dem es im Moment noch keine ernsthafte Alternative unter Gnome/Gtk gibt.
Pro-Linux hat die weiteren Details, die längere Diskussion dazu ist auch recht erhellend.
Der ehemalige Mozilla HTML-Editor, spätere NVU und jetzt als KompoZer weiterentwickelte WYSIWYG-HTML-Editor macht in der vierten Alphaversion der 0.8er-Reihe mächtige Fortschritte. Vermißte man bei den ersten Versionen noch den integrierten Quelltexteditor (er war zwar verhanden, aber besonders gut versteckt…), bietet die a4 nun drei Möglichkeiten, sich den Quelltext anzeigen (und bearbeiten) zu lassen: Einmal in der normalen Source-Ansicht, als Preview sowie in in einem geteilten Fenster. Letzteres kennt man vom Dreamweaver: In der oberen Hälfte sieht man die WYSIWYG-Darstellung, in der unteren Hälfte den Quelltext. Änderungen in einem Fenster wirken sich automatisch auf das andere Fenster aus. Zudem läßt sich bei Bedarf noch ein externer Editor zur Bearbeitung einbinden, wobei KompoZer entsprechende Änderungen des Dokuments durch andere Anwendungen erkennt. Im Screenshot sieht man die geteilte Dokumentansicht (auf das Bild klicken zur Vergrößerung oder hierhin, öffnet im neuen Fenster):

Daneben gab es diverse Bugfixes. Schwerpunkt der nächsten Alpha-Version wird die FTP-Unterstützung sein. Der Kompozer ist erhältlich für Linux, Windows und MacOS X, Link s.o. Für Linux empfiehlt sich das tgz-Archiv: Auspacken (nach /home/username/bin/ oder sonstwohin) und loslegen.
Einer des besseren Editoren für Plain Text Dateien unter Windows, UltraEdit von IDM, wird zur Zeit nach Linux und MacOS portiert. Besonders programmierende OS-Umsteiger dürften darüber erfreut sein, bietet der Editor doch unter Windows eine ganze Reihe von Features zur Textbearbeitung, die man nicht mehr missen möchte wie Hex-Modus, Spaltenmodus, Ersetzen in Dateien, Konvertierungen in diverse Formate incl. Unicode, einfaches Bearbeiten von Dateien (native) in verschiedenen Formaten, Definieren externer Tools und Log-Ausgabe in Editor-Fenstern, Konfigurierbarkeit pp. bis hin zum integrierten FTP-Client. Die aufgebohrte Version namens UltraEdit Studio ist eine IDE für diverse Programmiersprachen, kostet aber inzwischen auch den stolzen Preis von 130 Euro.
Wie bei Editoren üblich, lassen sich hier Glaubenskriege führen, wieweit nun der bisherige Linux-Lieblingseditor diesem Ultradings überlegen ist und was das Ganze eigentlich soll. Am Ende ist es dann schlicht die Gewöhnung an eine bestimmte Arbeitsumgebung, und hier dürfte durchaus ein Markt für dieses Tool vorhanden sein. Bleibt abzuwarten, wie die Preispolitik von Ian Mead (IDM) aussieht. Zuletzt wurden die Windows-Versionen von UltraEdit und UltraEdit Studio, von denen auch deutsche Lokalisierungen gepflegt werden, immer teurer, sodaß der reine Editor in der Windows-Version bei mittlerweile 50 US-Dollar liegt.
Eine bebilderte Feature-Tour gibt es hier.
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