Freie Software in die Schulen

Freitag, 16. Dezember 2016

Der Werkzeugkasten Freie Software des Projekts Medien in die Schule gibt eine Übersicht über Freie Software für Schule und Unterricht („Übersicht über Software zu allen schulisch relevanten Bereichen“). Thematisch gegliedert werden etwa Programme für Präsentation und Textverarbeitung, eLearning, Unterrichtsorganisation, Audio, Video, Grafik, sowie Internet und Kommunikation vorgestellt. Daneben gibt es ausgewählte Schwerpunkte zu Programmen wie Gimp oder LibreOffice.

Pluspunkte sind natürlich die Lizenzen der Programme, die es erlauben, sie ohne Restriktionen auszuprobieren, zu verändern und weiterzugeben. Björn Schießle als einer der Autoren hat hierzu ein paar Überlegungen aufgeschrieben.

Unschöner Kalender-Bug in ownCloud 5.0.0

Samstag, 23. März 2013

OwnCloud ist eine Groupware mit zusätzlichem Dateiverwaltungsteil (um das Buzzword Private Cloud zu vermeiden). Der Entwicklungsschwerpunkt liegt derzeit bei der Dateiverwaltung, bei der man mittels Sharing und ggf. Zusatzsoftware etwas ähnliches wie Dropbox aufbauen kann (rsp. demnächst können soll).  OwnCloud läßt sich neben dem eigentlichen Core (PHP) mit diversen Modulen erweitern, hierzu gehören Kalender, Adressbücher etc. Die Community-Version ist derzeit noch weitgehend identisch mit der kommerziellen Variante.

Der ownCloud-Kalenderteil baut auf der CalDAV-Implementierung von SabreDAV auf. Was auch heißt, daß Bugs mit übernommen werden. In der aktuellen Community-Version 5.0.0 hat der Kalender einen sehr unschönen Bug: Sonderzeichen wie Kommas und Hochkommas werden doppelt maskiert, sodaß in den meisten Kalenderprogrammen, die mit ownCloud synchronisieren, jeweils ein \, oder \“ als normaler Text verbleibt. Das betrifft leider nicht nur neue Einträge, sondern alle bereits vorhandenen Kalendereinträge werden auf diese Weise verunstaltet.

An einem Fix wird laut ownCloud-Forum wohl gearbeitet, bis dahin sollte man ein Upgrade zwingend vermeiden. Ansich ist ownCloud eine feine Sache. Wenn Apache und MySQL installiert sind, läßt sich die Groupware in 10 Minuten installieren und synchronisiert via CardDAV- und CalDAV-Protokoll mit diversen Kalenderprogrammen ohne größere Probleme.

[Update] Die OwnCloud-Versionen 5.0.1 und 5.0.2 sind komplett verbugt, von einer Aktualisierung (und damit vom 5er-Zweig) wird dringend abgeraten, s. Heise mit Verweis auf das OwnCloud-Forum.

Softmaker Office 2012 für Linux im öffentlichen Betatest

Donnerstag, 09. August 2012

Nach der Windowsversion und einer Variante für Android (noch im Betatest) werkelt man bereits an der ersten öffentlichen Beta des Officepakets für Linux. Neu gegenüber der vor zwei Jahren erschienenen Version sind viele Verbesserungen im Detail. Für Textmaker gibt es eine Seitenleiste, in der man recht schnell im Dokument navigieren kann, einen Schieberegler für Zoomstufen in allen Anwendungen u.v.m. Wichtigste Neuerung ist die Integration von Duden- und Langenscheidt-Wörterbüchern. Allerdings wird man die zusätzlichen Lizenzgebühren auch im Preis bemerken. Die Windowsversion wurde z.B. in eine „Standard“- und eine „Pro“-Version gesplittet, wobei die Variante mit allen Wörterbüchern und einem extern zugekauften PIM ala Outlook (emClient) auf stolze 100 Euro kommt. Da der PIM zwingend MS .NET benötigt, wird man sich in Softmaker für Linux auf die Textverarbeitung, die Tabellenkalkulation und den Powerpoint-Klon beschränken.

[Nachtrag] Da der Duden Korrektor nur unter Windows läuft und in der Linux-Version also fehlt, wird sich nach Angaben von Softmaker der Preis für das Linux-Office eher an der „Standard“-Version für Win orientieren. Als Wörterbücher sind Langenscheidts Standard-Wörterbücher für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch dabei sowie das Duden Universalwörterbuch und das Fremdwörterbuch.

[Update 1.10.2012] Die finale Version ist nun freigegeben. 40 Euro für’s Update.

PortableApps Plattform 10 freigegeben

Samstag, 10. Dezember 2011

PortableApps 10Ewig hat’s gedauert, mit diversen Betas und RCs über 3(?) Jahre, nun ist die finale Version der PortableApps Suite 10.0 freigegeben worden. Ein Menüsystem und Anwendungsstarter für ein USB-Medium unter Windows, das auch unter Wine von Festplatte läuft – man hat dann unter Linux ein Menü- und Installationssystem für portable Windowsanwendungen (sofern diese unter Wine lauffähig sind).

Es wäre allerdings etwas zu kurz gegriffen, PortableApps in der neuen Version 10 auf ein reines Menüsystem zu reduzieren. Neben dem Starter, der im System-Tray sitzt, gehören diverse bekannte Tools in ihrer „portablen“ Variante zur „PortableApps Suite“, etwa Audacity, LibreOffice, Notepad++, IrfanView, XnView, die Mozillas, Skype usw. Sofern Programme in einer vorgegebenen Struktur auf dem Stick installiert sind, lassen sich auch komplette Backups der Anwendungsdaten herstellen.

Mit der neuen Version hat man einen kleinen „App Store“ bereitgestellt, aus dem man sich die gewünschten Programme per Menü auswählen, herunterladen und automatisch auf dem USB-Medium installieren lassen kann. Über den „App Store“ installierte Programme lassen sich auch jederzeit per Menüpunkt aktualisieren. Neu ist auch seit den letzten RCs die vielfach gewünschte Einführung von Menükategorien sowie die Verwendung von temporären Fonts (abgelegt im Verzeichnis X:\PortableApps\PortableApps.com\Data\Fonts), die während der Laufzeit der PortableApps Suite den portablen Anwendungen zur Verfügung stehen. Das funktioniert allerdings nicht mit Anwendungen, die eine spezielle Routine zur Fontabfrage haben (Gimp, Scribus z.B.).

Eigene Anwendungen, sofern sie vom USB-Stick lauffähig sind, lassen sich manuell im Programmordner „PortableApps“ auf dem USB-Medium hinzufügen. An kommerziellen Windows-Programmen laufen hier bspw. der TotalCommander, Papyrus, Softmaker Office, Photoline etc. Einige kommerzielle Programme haben bereits einen eigenen Installer für die Verwendung mit PortableApps wie bspw. Jutoh (ein Programm zur eBook-Erstellung), UltraEdit pp., jeweils erkennbar an der Erweiterung .paf.exe. Sie werden direkt via Menüsystem installiert und auf dem Stick in einer bestimmten Verzeichnisstruktur abgelegt.

Etwas nervend ist nur die ständige Neugenerierung der Menüs beim Start von Portableapps, was je nach Stick und Zahl der installierten Anwendungen etwas dauern kann. Hier soll in einer der nächsten Versionen ein Cache verwendet werden.

Lohnend ist die Beta-Sektion des PortableApps-Forums, in dem diverse Varianten von (freien) Programmen vorgestellt werden, die direkt für den Einsatz mit der PortableApps-Suite vorbereitet sind, jedoch nicht zu den „offiziell“ unterstützten Anwendungen gehören.