PortableApps Plattform 10 freigegeben

Samstag, 10. Dezember 2011

PortableApps 10Ewig hat’s gedauert, mit diversen Betas und RCs über 3(?) Jahre, nun ist die finale Version der PortableApps Suite 10.0 freigegeben worden. Ein Menüsystem und Anwendungsstarter für ein USB-Medium unter Windows, das auch unter Wine von Festplatte läuft – man hat dann unter Linux ein Menü- und Installationssystem für portable Windowsanwendungen (sofern diese unter Wine lauffähig sind).

Es wäre allerdings etwas zu kurz gegriffen, PortableApps in der neuen Version 10 auf ein reines Menüsystem zu reduzieren. Neben dem Starter, der im System-Tray sitzt, gehören diverse bekannte Tools in ihrer “portablen” Variante zur “PortableApps Suite”, etwa Audacity, LibreOffice, Notepad++, IrfanView, XnView, die Mozillas, Skype usw. Sofern Programme in einer vorgegebenen Struktur auf dem Stick installiert sind, lassen sich auch komplette Backups der Anwendungsdaten herstellen.

Mit der neuen Version hat man einen kleinen “App Store” bereitgestellt, aus dem man sich die gewünschten Programme per Menü auswählen, herunterladen und automatisch auf dem USB-Medium installieren lassen kann. Über den “App Store” installierte Programme lassen sich auch jederzeit per Menüpunkt aktualisieren. Neu ist auch seit den letzten RCs die vielfach gewünschte Einführung von Menükategorien sowie die Verwendung von temporären Fonts (abgelegt im Verzeichnis X:\PortableApps\PortableApps.com\Data\Fonts), die während der Laufzeit der PortableApps Suite den portablen Anwendungen zur Verfügung stehen. Das funktioniert allerdings nicht mit Anwendungen, die eine spezielle Routine zur Fontabfrage haben (Gimp, Scribus z.B.).

Eigene Anwendungen, sofern sie vom USB-Stick lauffähig sind, lassen sich manuell im Programmordner “PortableApps” auf dem USB-Medium hinzufügen. An kommerziellen Windows-Programmen laufen hier bspw. der TotalCommander, Papyrus, Softmaker Office, Photoline etc. Einige kommerzielle Programme haben bereits einen eigenen Installer für die Verwendung mit PortableApps wie bspw. Jutoh (ein Programm zur eBook-Erstellung), UltraEdit pp., jeweils erkennbar an der Erweiterung .paf.exe. Sie werden direkt via Menüsystem installiert und auf dem Stick in einer bestimmten Verzeichnisstruktur abgelegt.

Etwas nervend ist nur die ständige Neugenerierung der Menüs beim Start von Portableapps, was je nach Stick und Zahl der installierten Anwendungen etwas dauern kann. Hier soll in einer der nächsten Versionen ein Cache verwendet werden.

Lohnend ist die Beta-Sektion des PortableApps-Forums, in dem diverse Varianten von (freien) Programmen vorgestellt werden, die direkt für den Einsatz mit der PortableApps-Suite vorbereitet sind, jedoch nicht zu den “offiziell” unterstützten Anwendungen gehören.

LibreOffice Repository für Vorlagen und Erweiterungen online

Freitag, 28. Oktober 2011

Was ist eine “Office Suite” schon ohne praktische Vorlagen und Erweiterungen. So ähnlich wie ein Desktop Publishing Programm, bei dem man das Rad jedesmal neu erfinden muß. Oder gar CMS-Templates. Für LibreOffice ist jetzt ein entsprechendes Verzeichnis freigeschaltet worden für Programm-Erweiterungen und -Vorlagen. Wahrscheinlich dürfte man eine ganze Reihe davon aus dem ehemaligen OpenOffice-Verzeichnis schon kennen. Links:

http://extensions.libreoffice.org
und
http://templates.libreoffice.org

Bedauerlicherweise sieht man in der Übersicht nicht das Datum der letzten Aktualisierung, sodaß man sich bis zum Ende des jeweiligen Eintrags hangeln muß.

[Update] Das Verzeichnis benötigt doch noch etwas Futter durch Entwickler und Anwender, insbesondere bei Templates siehts etwas mau aus.

eBooks erstellen mit Jutoh

Freitag, 28. Oktober 2011

Jutoh ist eine Shareware (28 Euro plus MwSt) zum Erstellen eigener eBooks, geschrieben mit dem wxWidgets-Toolkit und erhältlich für Linux, Mac OS und Windows. Da das Tool einen eigenen Editor hat, kann man entweder selbst den Text in Jutoh erstellen, Grafiken und Querverweise einfügen etc. oder man importiert ein komplettes Projekt aus den Formaten odt (LibreOffice/OpenOffice), einem vorhandenen epub, html-Dateien u.v.m. Durch die Einbindung von Amazons “kindlegen” ist auch die Konvertierung nach Mobipocket und die (ggf. kommerzielle) Verbreitung über Amazon problemlos möglich – oder man schiebt die fertige mobi-Datei einfach via USB auf das Kindle-Lesegerät.

Jutoh Screenshot

Abb.: Jutoh Screenshot mit geöffnetem Buchprojekt (auf das Bild klicken zur größeren Ansicht, im neuen Fenster)

Jutoh BookDer Programmautor Julian Smart hat nun ein Buch “Creating Great Ebooks Using Jutoh” veröffentlicht – frei erhältlich als PDF, odt und diversen eReader-Formaten, das die Erstellung von eBooks aus Jutoh heraus beschreibt und auch auf die Besonderheiten beim Erstellen von eBooks eingeht. Das Buch und die Software selbst kann ich sehr empfehlen. Das Buch selbst ist zuerst in Jutoh verfaßt worden – was erstaunt, da die PDF-Version absolut druckreif erscheint. Hätte auf Open-/LibreOffice als Ausgangsquelle getippt und dann auf den Import in Jutoh.

Die Shareware hat die übliche Testzeit von 30 Tagen, danach wird der einmalige Obolus fällig. Der Support durch den Programmautor ist hervorragend – bei Problemen wird schon einmal eine gefixte/erweiterte Version der werten Nutzerschaft binnen eines Tages zur Verfügung gestellt. Was ist nun der Unterschied zur Umwandlung eines bestehenden Projekts durch bspw. Calibre? Das Feintuning, das man dem Endergebnis zukommen läßt sowie die diversen Zusatzfunktionen – von internen Querverweisen bis zu den diversen Optionen zur Verarbeitung und Erzeugung des Outputs.

LibreOffice-Box veröffentlicht

Sonntag, 06. Februar 2011

Anlehnend an die PrOOo-Box für OpenOffice, die neben dem Hauptprogramm diverse Wörterbücher, Vorlagen und Hilfsprogramme auf einer DVD enthält, wurde auch für den OO-Fork LibreOffice ein vergleichbares Werk erstellt. Die LibreOffice-Box erfreut neben LibreOffice selbst für alle verfügbaren Betriebssysteme mit diversen Wörterbüchern und Vorlagen auch über einige Erweiterungen und Hilfsprogramme, wobei es sich wiederum um diverse alte Bekannte des OpenOffice-Projekts handelt, die natürlich mit LO kompatibel sind. Diese Zusammenstellungen sind besonders hilfreich, wenn man extern auf diversen Rechnern eine Alternative für Microsofts Office installieren will. “LibreOffice und die Inhalte der DVD stehen unter freien Lizenzen und können daher beliebig oft verwendet, kopiert und weiter gegeben werden.”

Thunderbird 3 Plugin-Empfehlungen

Samstag, 26. Dezember 2009

Auch hier die allgemein beliebten Add-on-Tipps zum eMail-Programm Thunderbird. Mit dem Update auf die Version 3.x laufen viele ältere Tools nicht mehr, sodaß für diese Erweiterungen Ersatz gesucht werden muß – einige werden leider nicht mehr weiterentwickelt. Gegenwärtig sind hier im Einsatz (und kompatibel mit Thunderbird 3.x):

  • CompactHeader entschärft das etwas grobschlächtige Layout des eMail-Vorschaufensters, indem sich störende Buttons ausblenden lassen bis hin zur ausschließlichen Anzeige der Absenderadresse.
  • Mark All Read Button setzt alle Mails des aktuellen Ordners auf “gelesen”. Äußerst praktisch.
  • MoreFunctionsForAddressBook erweitert das Thunderbird-Adreßbuch um eigene Felder und und zusätzliche Funktionen (Im-/Export, Bearbeiten vom Kontextmenü aus usw.)
  • ThunderBirthDay in der Version 0.3.3 unterstützt jetzt auch TB3. Anzeige der Geburtstage aus dem Adreßbuch in Lightning (benötigt die erwähnten Add-ons MoreFunctionsForAddressBook und Lightning (Kalender).
  • PrintingTools verschönert den Ausdruck einer Mail u.a. mit einem sinnvollen Header, reformatiertem Text u.a., mit deutscher Lokalisierung.
  • QuickText stellt frei definierbare Textbausteine und ganze Templates beim Verfassen der Mail zur Verfügung. Über Variablen lassen sich zusätzliche Arbeitsschritte automatisieren. Die kostenpflichtige Pro-Version bietet noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten (9 USD).
  • QuoteColors “ermöglicht Ihnen, unterschiedlichen Zitatebenen in E-Mails und Newsgruppenbeiträgen verschiedene Text- und Hintergrundfarben zuzuweisen, welche beim lesen oder drucken angewendet werden. Fünf Zitatebenen können hierbei mit individuellen Farben belegt werden. Weiterhin können Sie zwischen zwei Anzeigemodi für Zitate wählen: grafischer Zitiermodus mit gefärbten Balken um die zitierten Absätze (Standard) und dem traditionellen Zitieren im Klartextmodus, in welchem jede zitierte Zeile mit einem oder mehreren „>“ Zeichen eingeleitet wird. Im grafischen Zitiermodus sind die Farbe, Position und Stil der Balken einstellbar.” Wer es mehr “Usenet-like” haben möchte, sollte sich dieses Add-on dringend installieren – die grafische Standard-Darstellung ist ja eher Geschmackssache.
  • xSidebar for Thunderbird blendet mit F9 das Adreßbuch in einer linken Spalte ein und aus. Eigentlich wäre die Empfehlung für diese Funktion das Plugin Contacts Sidebar mit Entwicklungsstand von 2007, das aber leider nicht TB3-kompatibel ist. Der Programmautor hat zumindest eine kompatible Version demnächst(?) in Aussicht gestellt.
  • Kalender: Von Lightning ist eine aktuelle Beta-Version unter TB3 lauffähig, dazu sollte man sich den zur Version passenden “Provider for Google Calendar” installieren (sofern man das nutzt – sensible Daten sind nichts für Google!).
  • mailredirect bringt Thunderbird die “Bounce”-Funktion bei – komisch, daß sowas nicht von Haus aus vorgesehen ist. Für Thunderbird 3.1.x gibt es eine aktuelle Version im Mozilla-Entwicklerbereich.
  • ImportExportTools stellt diverse Zusatzfunktionen für den Im- und Export von Mails zur Verfügung.
  • Und Enigmail zum Verschlüsseln der Mail mit OpenPGP.

Sofern einige Add-ons noch nicht bekannt sind, darf ich viel Spaß beim Ausprobieren wünschen.

[Update]

  • SmartTemplate: Setzen der Antwortzeile (“xyz schrieb”) differenziert nach Mailaccount mit diversen Variablen. Damit lassen sich für Spezialaccounts auch Templates im Outlook-Stil definieren.
  • Expression Search: “is an extension to Thunderbird (versions 3.0+) which add powerful message searching features. It’s a lite version of G M a i l U I, written by Ken Mixter. Type “from:fred to:tom attachment:yes” to see all messages from Fred to Tom in the current view that have an attachment.”

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