Nachdem die Backtrack 4 Beta schon eine ganze Weile zum Testen zur Verfügung stand, ist nun die Backtrack 4 Final Release freigegeben worden Im Moment strickt man offenbar noch an der eigenen neuen Website, sodaß ausführliche Release Notes wohl noch nachgeschoben werden. Aus der CD ist eine Live-DVD von rund 1,5 GB Größe geworden. Als Download ist der Weg über Bittorrent empfehlenswert mit derzeit über 500 vollständigen Quellen (und noch weit mehr Leechern).

Screenshot BackTrack4 Final. Auf das Bild klicken für den Screenshot in voller Größe (1152×864, öffnet im neuen Fenster)
BackTrack ist eine Live-DVD vorzugsweise zum “Penetration Testing”, also der Sicherheitsüberprüfung von Systemen auf Lücken und Einfallstore sowie mehr oder weniger bekannten Schwachstellen.
“BackTrack is a Linux-based penetration testing arsenal that aids security professionals in the ability to perform assessments in a purely native environment dedicated to hacking. Regardless if you’re making BackTrack your primary operating system, booting from a LiveDVD, or using your favorite thumbdrive, BackTrack has been customized down to every package, kernel configuration, script and patch solely for the purpose of the penetration tester. BackTrack is intended for all audiences from the most savvy security professionals to early newcomers to the information security field. BackTrack promotes a quick and easy way to find and update the largest database of security tool collection to-date.”
Frohes Testen. Neben der üblichen ISO-Datei gibt es noch ein VMWare-Image. Empfehlenswert ist die Installation auf ein Flash-Medium wie einem USB-Stick, was auch dem Verwendungszweck entgegenkommen dürfte. Das modulare, an Slax angelehnte, System hat man übrigens aufgegeben. Zur USB-Installation des ISOs als Live-BackTrack wird daher wie gehabt unetbootin benötigt. Wie man die Änderungen des laufenden Betriebs dauerhaft auf dem Stick speichert s. Backtrack 4 – USB/Persistent Changes/Nessus. Das System selbst basiert auf einer Ubuntu 8.10 mit KDE 3.5.10 und eigenem Kernel 2.6.30.9, wobei sämtliche Repositories bei archive.offense-security.com (aka BackTrack) liegen. Wie bei der BackTrack inzwischen üblich, startet das Netzwerk nicht automatisch, sodaß man etwa mit ifup eth0 die Ethernet-Verbindung herstellt usw. Gut zu wissen: User: root, Paßwort: toor.
Selbstverständlich handelt es sich bei den eingesetzten Tools um die vom Gesetzgeber in Beratungsresistenz so geschmähten “Hackertools”, die – auf Wunsch auch menügeführt – hier auf die eigenen Systeme losgelassen werden können (oder auf die der Kunden, die für eine Überprüfung ihrer Systeme zahlen). BackTrack ist in diesem Bereich so eine Art Standard-Distribution.
Für Sprachbegabte gibts hier im Shop eine BackTrack mit japanischer Lokalisierung – die ist dann wie gesagt nur zur Verbesserung der Japanischkenntnisse gedacht… DVD mit 1,6 GB ISO-Größe

Backtrack 4 in (nicht offizieller!) japanischer Lokalisierung, Konsole (im Framebuffer) nach dem Booten
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Die beliebte Live-CD mit tausenden von Hackertools ;-) geht in die nächste Runde. Als Unterbau wird nicht mehr Slax verwendet, sondern “Debian Core” mit Einbindung der Ubuntu-Repositories. Davon verspricht man sich bei festen Installationen eine schnellere Bereitstellung von Sicherheitsupdates, zum anderen hat man mit der BackTrack nun eine “richtige” Distribution mit zusätzlichen Backtrack-Repositories. Update: Obwohl die CD/DVD nun auf Ubuntu 8.10 basiert, findet sich unter “BT4″ nach wie vor die Struktur der Slax mit den Verzeichnissen “modules” und “optional” – aus dem Verzeichnis “base” werden beim Booten nach wie vor die BT-Core-Module geladen, was eine interessante Konstruktion sein dürfte. Das Tool deb2lzm deutet an, daß aus Debian-/Ubuntu-Paketen (deb) lzm-komprimierte Pakete gebaut werden, die dann wie bei der Slax beim Start oder während der Laufzeit hinzugeladen werden können. Damit hat man weiterhin die Möglichkeit, bequem eigene Module auf dem USB-Stick ablegen und integrieren zu können.

(Auf das Bild klicken zur vergrößerten Darstellung – im neuen Fenster) Unter der Haube hat sich also sehr viel verändert, hinzu kommen sehr viele Aktualisierungen diverser Tools, Kernel 2.6.28.1 mit besserem Hardwaresupport, KDE 3.5.10 und Fvwm 2.5.26, Maltego (einem Data Mining Tool aus dem Forensik-Bereich in einer speziellen Community-Version) u.v.m. Aufgrund der Größe von rund 850 MB erhält man nun eine Live-DVD. Mehr in den Release Notes und auf der Download-Seite. Einige nützliche Hinweise erhält man auch im BackTrack-Livecd-Blog. Das nette Original-Hintergrundbild der BackTrack4 gibt es auch in der Wallpapersammlung auf der Tuxpost-Hauptseite.
Bei der Installation auf einem USB-Medium (Stick oder Platte etc.) folgt die BackTrack dem bisherigen Schema der Slax rsp. der BackTrack 3: Der Inhalt des ISOs wird komplett auf den USB-Stick kopiert. Anschließend führt man im Verzeichnis “boot” das Skript bootinst.sh (Linux) bzw. bootinst.bat (Windows) aus, was den Stick bootfähig macht (mittels syslinux). Vorsicht: Beim Aufruf des Skripts sollte man sich auch tatsächlich in demselben Verzeichnis befinden, da die aktuelle Partition, auf der man sich befindet, mit dem Bootloader präpariert wird. Und das sollte bei Win-Usern dann nicht C:\ sein…
Am tree-Output sieht man sehr schön die Struktur der DVD:
/media/BACKTRACK4/
|-- boot
| |-- bootinst.bat
| |-- bootinst.sh
| |-- chain.c32
| |-- dos
| | |-- bt4.bat
| | |-- config
| | |-- linld097.com
| | `-- readme.txt
| |-- initrd.gz
| |-- isolinux
| | |-- isolinux.bin
| | |-- isolinux.boot
| | `-- isolinux.cfg
| |-- liloinst.sh
| |-- msramdmp.c32
| |-- mt86p
| |-- pxelinux.cfg
| | |-- default
| | |-- dnsmasq
| | |-- pxelinux.0
| | |-- start
| | `-- web
| | |-- conf
| | | |-- modules.conf
| | | |-- monkey.conf
| | | |-- monkey.deny
| | | `-- monkey.mime
| | |-- monkey
| | `-- start
| |-- splash.initrd
| |-- syslinux
| | |-- ldlinux.sys
| | |-- lilo
| | |-- mbr.bin
| | |-- syslinux
| | |-- syslinux.cfg
| | |-- syslinux.com
| | `-- syslinux.exe
| |-- vesamenu.c32
| `-- vmlinuz
|-- boot.images
| `-- no_emul.00
`-- bt4
|-- base
| |-- bin.lzm
| |-- etc.lzm
| |-- home.lzm
| |-- lib.lzm
| |-- opt.lzm
| |-- pentest.lzm
| |-- root.lzm
| |-- sbin.lzm
| |-- usr.lzm
| `-- var.lzm
|-- license
|-- livecd.sgn
|-- make_iso.bat
|-- make_iso.sh
|-- modules
|-- optional
|-- rootcopy
`-- tools
|-- activate
|-- deactivate
|-- deb2lzm
|-- dir2lzm
|-- liblinuxlive
|-- lzm2dir
|-- mksquashfs
|-- tgz2lzm
|-- unsquashfs
`-- win
|-- config
|-- cygwin1.dll
`-- mkisofs.exe
Damit läßt sich die BackTrack 4 auch bequem auf dem EeePC starten, beim 701 sieht der Desktop dann so aus:

(Auf das Bild klicken zur Vergrößerung, im neuen Fenster). Die Netzwerkumgebung muß hier wie dort von Hand gestartet werden mit ifup eth0 etc. Eingeloggt wird übrigens als:
user: root
Paßwort:toor
[Update] In der Backtrack 4 Finale Release hat sich am Unterbau nochmal einiges geändert, s. Backtrack 4 Final freigegeben vom 12.1.2010. Die v4 beruht nun komplett auf Ubuntu, wobei sämtliche Repositories vom BackTrack-Server verwaltet werden.
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In einem Interview mit den VDI-Nachrichten redet sich Symantec-Chef John W. Thompson um Kopf und Kragen. Laut golem.de schwadroniert er über IP-Adressen und Nutzerprofile:
“Man schaut, was ist das für ein Anwender, welche Seiten hat er besucht, welche Gefahr geht von ihm aus”, sagte John W. Thompson den VDI Nachrichten. “Auf Basis dieser Infos lässt sich dann ein Profil erstellen und Unternehmen können darauf entsprechend reagieren.”
Zum Thema Datenschutz kommt es danach noch übler. Das erzählt der Chef einer Softwarefirma, deren Tools per Definition Schnüffeleien dieser Art unterbinden sollen. Für solche “Hilfsdienste” baut er aber wohl zukünftig gleich ein paar “Schnittstellen” in seine “Security-Suite” ein. Bisher waren Symantec-Produkte die ersten Anwendungen, die von allen Rechnern flogen, die man in die Finger bekam. Allerdings hatte das eher technische Gründe. Jetzt hat man noch einen Grund mehr.
Daß Hinz und Kunz auch in Deutschland Nutzerdaten sammeln zum Zweck der kommerziellen Auswertung, war ja bereits bekannt. In der Regel meidet man solche vermeintlich kostenlosen Veranstaltungen (von Xing bis StudiVZ, die sind ja auch nicht gemeinnützig…) oder, wenn es nicht anders geht, widerspricht der Verwendung der eigenen Daten. Bei Google läßt sich die Datenschnüffelei zumindest im Bereich der Suchmaschine mit einem Browser-Plugin wie CustomizeGoogle umgehen.
Nicht wehren kann man sich jedoch dann, wenn bereits der Provider direkt an der Quelle das Nutzerverhalten auf Paketebene dokumentiert und auswertet. Das funktioniert logischerweise nur, wenn der Kunde davon nichts weiß und möglichst nichts davon mitbekommt. Heise zitiert aus einem Bericht der Washington Post, nach dem vor allem britische und amerikanische Provider zunächst testweise (“mehrere Hunderttausend”) das Verhalten ihrer Kunden analysieren und in Profilen speichern. Zum Zuge kommt eine “Deep Packet”-Inspektion, die den gesamten Datenverkehr des Nutzers analysiert. Besuchte Websites werden danach auf Stichwörter gescannt und in Relation zum sonstigen Verhalten des Kunden gesetzt. Wahrscheinlich nur zur Verbesserung des Kundenservices und zum Beschmeißen mit zielgerichteter Werbung. ;-) Sollte in D jemand auf eine solche Schnapsidee kommen, können sie den Laden bald zumachen. Versprochen.
Die heute erschienene Version 5.0 des Verschlüsselungstools Truecrypt bringt diverse wichtige Neuerungen mit. Neben dem SHA-512 Hash-Algorhythmus, der das bisherige SHA-1 ablöst, erfreuen sich nun auch Linux-Anwender an einer GUI-Variante und vor allem an einem Redesign der Software, das sie unabhängig von den jeweils verwendeten Kernelversionen macht. Das hat den unschätzbaren Vorteil, daß bei einem Kernelupdate nicht ggf. jedesmal das TrueCrypt-Modul erneuert bzw. neu übersetzt werden muß. Unter Windows läßt sich nun auch die Systempartition verschlüsseln. Eine Liste der Änderungen findet sich auf der Projekt-Website.
Mit TrueCrypt lassen sich einzelne verschlüsselte Datei-Container erstellen, die beispielsweise unter Windows als zusätzliche Laufwerke eingebunden werden können. Auch ganze Partitionen lassen sich verschlüsseln und bei Bedarf mounten. Die Software ist erhältlich für Windows (2000 bis Vista), MacOS X sowie als vorkompilierte Pakete für Linux (SuSE und Ubuntu). Der Sourcecode ist ebenfalls erhältlich unter der Truecrypt Collective License.
[Update] Die neue Version scheint sich nicht mit der Ubuntu/Kubuntu Gutsy 7.10 zu vertragen – nach dem Kopieren von 80 MB in den TC-Container ist Schluß und das System hängt komplett. Intelligenterweise wird die funktionierende Vorgängerversion 4.3a, die noch ein Kernelmodul verwendete, nicht mehr als Download angeboten, sondern nur noch die Windows-Version. Im Forum von ubuntuusers.de findet sich ein Link zu einem Rapidshare-File des 4.3a-gutsy-debs, das dankenswerterweise jemand hochgeladen hat. Da ist auch kein Bundestrojaner drin, Prüfsumme stimmt. ;-)
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