Wie werde ich die neue Ubuntu-Scrollbar los?

Samstag, 07. Mai 2011

Nun ist die neue Unity-Oberfläche unter Ubuntu 11.04 nicht jedermanns Sache. Wenn man wieder auf sein gewohntes Gnome alias “Gnome Classic” umschaltet, bleibt jedoch von den diversen Ubuntu-Desktopverschönerungen die neue rechte Scrollbar übrig. Oder vielmehr die Andeutung einer Scrollbar: Fährt man mit der Maus über diesen schmalen roten Strich, erscheint ein kleines Tool als Overlay mit Pfeilen oben und unten sowie einer kleinen Fläche zum Ziehen mit der Maus. Leider läßt sich dieses neue Feature nicht einfach durch eine Änderung des Themes oder eine einfache Konfigurationsoption beseitigen, sondern dies ist das durchgängige und gewünschte Verhalten bei GTK-basierten Anwendungen – einige Ausnahmen wie Thunderbird oder Firefox sind aus Kompatibilitätsgründen auch noch hardcoded.

Allerdings läßt sich dieser Overlay in den Einstellungen bzw. beim Start des Xservers zentral abschalten. everflux.de hat eine kurze und schmerzlose Lösung gefunden: Im Verzeichnis /etc/X11/Xsession.d/ wird eine Datei mit einem Namen wie 80-disableoverlayscrollbars angelegt (wichtig ist nur die 80 am Anfang) mit dem Inhalt export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0. Das schaltet den neuen Overlay ab und man erhält seine gewohnte Scrollbar zurück. Oder noch kürzer in der Bash (und in einer Zeile):

sudo echo "export LIBOVERLAY_SCROLLBAR=0" > /etc/X11/Xsession.d/80-disableoverlayscrollbars

Ubuntu 11.04 Bittorrent-Dateien im Download-Bereich

Donnerstag, 28. April 2011

UbuntuBevor die Ubuntu-Server unter dem Ansturm etwas “träge” reagieren werden: Alle Torrent-Dateien (für DVDs und CDs) für den Download über ein Bittorrent-Programm finden sich hier komplett im Download-Bereich in allen Variationen, jeweils für CDs und DVDs. Die Ubuntus selbst kommen mit LibreOffice 3.3.2 und leider auch Banshee als Musikplayer, womit man sich zunächst einmal Mono einhandelt. Banshee kann man zwar später entfernen, dürfte aber bei einer frischen Installation zunächst für den automatischen Download von Codecs benötigt werden. Bei Neuinstallationen wird man sich auf dem neuen Desktop “Unity” wiederfinden, der eher an ein Netbook erinnert – auf Gnome kann man am Login/GDM umschalten bzw. den GDM so konfigurieren, daß Gnome2 “Classic” als Standardumgebung gewählt wird. Nach den Erfahrungen der letzten Beta ist dieser Teil “Work in Progress”. Canonical hat auf der What’s new-Seite diverse Screenshots dazu. Erinnert irgendwie stark an WindowMaker und GnuStep selig.

Die Kubuntu setzt auf KDE SC 4.6.2, Xubuntu auf Xfce 4.8, Ubuntu-Studio hat zunächst keinen Echtzeit-Kernel u.v.m.

Wem das Saugen zu mühsam ist, kann die DVDs (empfohlen) und CDs auch hier im Tuxpost-Shop bestellen als CD-R/DVD-R für 3-4 Euro, im Verlauf des Tages eintreffend.

Ubuntu 11.04

Ubuntu 11.04 Gnome2-Desktop. Wenn Compiz nicht läuft, wird auf Gnome “Classic” umgeschaltet.

[Update] Hans-Joachim Baader hat auf Pro-Linux.de einen sehr langen Artikel mit einer Übersicht und der Beschreibung aller Neuerungen veröffentlicht.

LibreOffice-Box veröffentlicht

Sonntag, 06. Februar 2011

Anlehnend an die PrOOo-Box für OpenOffice, die neben dem Hauptprogramm diverse Wörterbücher, Vorlagen und Hilfsprogramme auf einer DVD enthält, wurde auch für den OO-Fork LibreOffice ein vergleichbares Werk erstellt. Die LibreOffice-Box erfreut neben LibreOffice selbst für alle verfügbaren Betriebssysteme mit diversen Wörterbüchern und Vorlagen auch über einige Erweiterungen und Hilfsprogramme, wobei es sich wiederum um diverse alte Bekannte des OpenOffice-Projekts handelt, die natürlich mit LO kompatibel sind. Diese Zusammenstellungen sind besonders hilfreich, wenn man extern auf diversen Rechnern eine Alternative für Microsofts Office installieren will. “LibreOffice und die Inhalte der DVD stehen unter freien Lizenzen und können daher beliebig oft verwendet, kopiert und weiter gegeben werden.”

Debian 6.0 Squeeze veröffentlicht

Sonntag, 06. Februar 2011

The latest and greatest Debian ever… Auf märchenhafte 8 DVDs ist der Umfang eines kompletten Debian 6.0 Squeeze angewachsen. Rund 31 Gigabyte werden also bewegt. Über Bittorrent bewegt sich aber im Moment nur bei der ersten Installations-DVD etwas, der Rest trudelt dann nach und nach ein. Highlights:

  • KDE Plasma Workspaces and KDE Applications 4.4.5
  • an updated version of the GNOME desktop environment 2.30
  • X.Org 7.5
  • OpenOffice.org 3.2.1
  • more than 29,000 other ready-to-use software packages, built from nearly 15,000 source packages.

Mehr in der offiziellen Ankündigung, die auch die Links zu den Bezugsmöglichkeiten bzw. Downloadverzeichnissen für ISOs und (besser:) Torrents/Jigdo enthält. Wem das alles etwas zuviel ist, bekommt Debian 6.0 auf 8 DVDs auch hier im Tuxpost-Shop, angesichts der Datenmenge für 24 Euro incl. Versand.

Update: Kaum schreibt man’s hin, schon schieben die Server auch über Bittorrent ordentlich an.

Gebrüder Grml 2010.12

Samstag, 01. Januar 2011

Nach dem “Schluchtenscheißer” und dem “Grmlmonster” die “Gebrüder Grml”. So jedenfalls der Codename der neuen Grml 2010.12, die noch rechtzeitig am Silvestertag freigegeben wurde. Die Grml ist eine vorwiegend als Live-CD (gebrannt oder als USB-Stick) zu verwendende Distribution auf Basis von Debian, die sich an Sysadmins mit hohem Skriptingbedarf richtet als auch Anwender diverser Texttools ansprechen soll. Sysadmins erfreuen sich nicht nur an den grml-Skripten und Interpretern, System-Utilities oder der zsh, sondern auch an diversen Netzwerktools, die man in dieser Zusammenstellung meist nur aus Remaster- oder mehr spezialisierteren Distributionen kennt. Die Grml bringt das alles von Haus aus mit, es wirkt schlicht wie aus einem Guß.

You’ll get sysadmin’s favourite tools, security- and network-related software, data recovery- and forensic-tools, many editors, shells, and of course many texttools.

Um alles auf eine CD quetschen zu können, gibts auch kein Gnome, KDE oder OpenOffice/LibreOffice, sondern Fluxbox oder noch schlankere Window Manager. LaTeX ist letztes Jahr u.a. aus Platzgründen von der CD geflogen, womit auch leider ein “Alleinstellungsmerkmal” verloren gegangen ist.

Die neue grml 2010.12 hat als Kernel 2.6.36.2, Support für Kernel Mode Setting (KMS), “Config-less X to take advantage of X.org’s automatic configuration”, PXE-Bootmöglichkeit im initrd/initramfs. Bei den Windowmanagern hat man etwas aufgeräumt u.v.m.

gml 2010.12

Abb: Die Gebrüder Grml 2010.12 suchen ihr Arbeitsgerät

Wer bisher als Sysadmin oder Betreuer diverser Linux-Installationen vorwiegend Knoppix oder ähnlich gestrickte Live-CDs bzw. -DVDs einsetzt, sollte sich dringend die grml ansehen. Downloadlink siehe oben oder für 3 Euro zzgl. Versand hier im Tuxpost-Shop, als x86- oder 64bit-Version.

[Update] Das Original-Hintergrundbild der Gebrüder Grml gibts auch auf der Tuxpost-Hauptseite als Bestandteil der kleinen Sammlung von Hintergrundbildern aus Linux-Distributionen. Bevor jemand nur deshalb 700 MB zieht. In den Bilddaten ist übrigens eine Canon Powershot erwähnt – es handelt sich demnach um ein Foto und kein Gimp-Werk. Linux-Pinguine von irren Hackern geschändet und fast zu Tode gequält, wer schützt endlich unsere Maskottchen? 8=)

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