Migrationsleitfaden der KBSt aktualisiert

Freitag, 30. Mai 2008

LeitfadenDer Migrationsleitfaden der „Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern (KBSt)“ liegt in einer aktualisierten Fassung v3.0 vor mit einem Umfang von inzwischen 584 Seiten. Diese Version ersetzt die alte Fassung aus dem Jahr 2003.

„Der Migrationsleitfaden bietet IT-Entscheidern neben technischen Informationen und praktischer Hilfe für geplante Softwaremigrationen auch strategische Entscheidungshilfen an, die Hinweise für die mittel- bis langfristige Minimierung von Migrationsaufwendungen liefern. Der Migrationsleitfaden berücksichtigt dabei die fortführende und die ablösende Migration sowohl für Open-Source- als auch auf proprietäre Software. (..) Der Migrationsleitfaden hat sich als praxisrelevantes, konkret anwendbares Werkzeug zu vielschichtigen Migrationsfragestellungen etabliert und ist in der Bundesverwaltung und darüber hinaus akzeptiert und hoch geschätzt.
Das Dokument bietet IT-Entscheidern neben reichhaltigen technischen Informationen zu proprietärer und Open Source Software eine praktische Hilfe für die Planung und Durchführung von Softwaremigrationen in verschiedenste Richtungen.“

Somit befaßt sich der Leitfaden jetzt nicht nur mit der Ablösung von proprietärer Software durch offene Lösungen. Deutsche als auch englische Fassung beim KBSt verfügbar.

Web 2.0 Services in Schulen

Samstag, 16. Dezember 2006

Ein langer Artikel auf eSchoolNews online Education 2.0: The next evolution of school software has arrived befaßt sich mit Überlegungen vornehmlich in den USA, proprietäre Software in Schulen abzulösen und durch alternative Modelle zu ersetzen. Insbesondere die zukünftige Rolle von web-basierte Lösungen, wie sie etwa Google mit seinem Spreadsheet-Programm anbietet oder „Collaboration Tools“ wie das vom Sakai Project sowie Online-Kursprogramme ala Moogle bilden den Schwerpunkt des Artikels, der auch auf einer Extraseite Links zu den genannten Ressourcen bereithält.

Aiming to customize their solutions to meet the individual needs of teachers and students, a growing number of school systems are ushering in a new breed of school software that relies on open technologies–whether it’s open-source software on their servers and desktops, or so-called Web 2.0 services available free of charge online. Economics and advancements in technology are fueling this latest trend in school software, proponents of the movement say–but it’s also about customization, and the desire to employ a variety of solutions as users see fit.

Abgesehen von den Collaboration Tools für Schulen (Edubuntu kommt z.B. mit Schooltool) bleibt die Frage, wer diese Webservices zur Verfügung stellen soll, will man sich nicht in neue Abhängigkeiten von einigen wenigen Anbietern begeben. Daneben würden diese Services alle extern laufen müssen, sofern man intern keinen eigenen Server dafür betreibt.

Chicago migriert von Solaris zu Redhat

Dienstag, 31. Oktober 2006

BusinessNamenswitze über Distributionen und Programme sind eigentlich aus Geschmacksgründen verpönt, aber im Moment kalauern die Hersteller selbst. Oracles, von Redhat umgewidmetes (um nicht den Begriff „geklautes“ zu verwenden),  „Unbreakable Linux“ mußte den Kollaps der Supportseite hinnehmen und war damit „very breakable“ (wahrscheinlich wollte die halbe Welt Oracle-Suport für Umme), während Redhat heute mit der Begrüßungsgrafik „Unfakeable Linux“ aufmachte. Welch obskure Rolle in diesem Action-Thriller Hardware-Hersteller wie HP und Dell spielen, beschreibt ein Artikel auf The Register: Server vendors show Red Hat that Oracle is boss.

Im Unternehmensbereich ist Zahl der Solaris-Serversysteme, die auf Linux umgestellt werden, prozentual bekanntlich erheblich größer als die Zahl der Win-Server, die auf Linux migriert werden. Ein Beispiel für die enormen Einsparungen, insbesondere im Hardwarebereich, zeigt eine Meldung der Principal Financial Group zur Migration der Stadt Chicago im eGovernment-Bereich von Solaris- auf HP-Server unter Redhat Linux. Kostenersparnis im Bereich Infrastrukturkosten bei 85 Prozent – dort werkelte noch richtig schöne und teure Sun-Hardware. Oracle betreibt weiterhin den Support für die Datenbanken (Redhat ist von ihnen ja zertifiziert) und bleibt damit im Geschäft, wahrscheinlich laufen die Systeme bald unter derem „unbreakable“ Linux…

Münchner Migrationsprojekt released LiMux 1.0

Dienstag, 24. Oktober 2006

Münchens Migrationsprojekt, das 14.000 städtische PCs von Windows auf eine stark modifizierte Debian-Version migriert, released Version 1 ihres Clients LiMux.

Nähere Einzelheiten kann man nachlesen u.a. bei marsmenschen.com („Yes! We released 1.0!“), Distrowatch Weekly #174 und Steve McIntyres Weblog. McIntyre schreibt in seinem Weblog-Artikel über einen Besuch bei der Entwicklermannschaft (mit Fotos):

„They’re using FAI to automate installation of systems, along with LDAP to store lots of configuration information and GOsa as a user-friendly front-end to that configuration. They’ve integrated these to enable some very clever management features so that all aspects of the city-wide system can be maintained from one central point. As new machines are introduced onto the network, they can be configured into one class or another: simple desktop clients up to so-called „depot“ servers, used as seeds for further clients. Individual user profiles can be tweaked, giving users access to new applications as they are needed. Shared resources like network storage and printers are set up automatically from the LDAP database. Access to USB storage devices can be controlled on a per-device, per-user basis for security.“

Wahnsinn. Das Marsmenschen-Weblog hat noch einige Screenshots.