
Beim EeePC 900A handelt es sich um das preiswerteste Modell ohne Festplatte, in der Linux-Version mit 8 GB großem Flashspeicher (SSD) und 1 GB RAM. Bei Amazon wird es inzwischen (bei wechselnden Tagespreisen) ab 200+x Euro
angeboten. Man könnte es kurz machen und nur sagen: Läuft. ;) Ob via USB-Stick mit 16 MB großem Netboot-System oder mit externem USB-CD-Laufwerk und allen 5 DVDs in der Hinterhand: Die nötigen Treiber für den EeePC werden bei der Installation gefunden, Wifi läßt sich mit den ACPI-Skripten für den EeePC an- und vor allem wieder ausschalten (ein Problem, mit dem übrigens die Easy Peasy 1.0 zu kämpfen hat), und auch die etwas verquere Bildschirmauflösung von 1024×600 wird tadellos eingestellt, sogar mit passender Schriftgröße.
Einziges (bekanntes) Problem der Lenny ist die externe SDHC-Karte, falls hier nach der Installation Dateisysteme liegen sollten, die beim Bootvorgang automatisch eingebunden werden sollen und in der /etc/fstab entsprechend eingetragen sind. Es wird dann versucht, beim Booten die Verzeichnisse auf der SDHC-Karte zu mounten, obwohl die Treiber für diese Hardware erst kurze Zeit später geladen werden. Man findet sich dann in der Shell wieder und kann diese mit Ctrl-D verlassen, worauf der weitere Bootvorgang normal durchläuft. So ganz das Wahre ist dies jedoch nicht. Man kann sich mit einer Änderung in der fstab behelfen, indem man die problematischen Verzeichnisse auf noauto stellt und den Mountbefehl etwa in die /etc/rc.local verlagert. Das nützt jedoch nichts, wenn man auf die externe Karte etwa die Homeverzeichnisse oder gar /var ausgelagert hat. Also auf zum schweren Geschütz.
Ein Hinweis auf der Debian-EeePC-Enwicklermailingliste führte schließlich zum Ziel. Sinngemäß werden dem initramfs des Kernels die passenden USB-Treiber hinzugefügt, worauf sie bereits bei der Initialisierung des Systems zur Verfügung stehen. Dazu erweitert man die Datei /etc/initramfs-tools/modules um die Einträge
usbcore usb-storage
Anschließend muß man die Datei initramfs neu generieren und gibt mit Root-Rechten den Befehl update-initramfs -u ein (oder ggf. update-initramfs -u -k all). Das war’s schon und hat auch nicht weh getan. Vorher ein Backup von wichtigen Datendateien machen… Tipps zu Lenny und dem EeePC finden sich auch im Debian-Wiki.
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Die Wikipedia auf der Guckkastenbühne des EeePC 701: Vorausgesetzt, man hat sich eine zusätzliche SD-Karte von 2 GB gegönnt und benutzt nicht das vorinstallierte Xandros-Linux, kommt man ohne größere Verrenkungen in den Genuß einer kompletten Wikipedia für unterwegs – offline, ohne lokalen Webserver pp. Geht nicht? Wenn man sich auf die Textversion beschränkt, ohne Bilder und Multimedia, ist das kein Problem. Die nachfolgende Kurzanleitung bezieht sich auf den EeePC 701 mit installiertem Ubuntu-eee 8.10 aka Easy Peasy 1.0 als Betriebssystem – also ein “Netbook” mit Flashspeicher anstelle einer Festplatte. Diese EeePC-Version dürfte es im Ramsch für weit unter 200 Euro geben.
Auf der Wikimedia-Downloadseite finden sich diverse Dumps der Wikipedia-Datenbank, u.a. getrennt nach landesspezifischen Versionen: enwiki beinhaltet die englische Version, während dewiki die deutschsprachigen Seiten enthält usw. Der aktuellste abgeschlossene dewiki-Dump ist im Moment die Version vom 6.12.2008. Aus dem Serververzeichnis 20081206 benötigen wir nur den Text der Artikel in XML-Form, den die Datei pages-articles.xml.bz2 beinhaltet. Achtung: Die Dateigröße des komprimierten bz2-Archivs beträgt rund 1,3 Gigabyte.
Als Reader bietet sich der Wikipedia Dump Reader an, der die Daten der XML-Datei direkt aus dem bz2-Archiv lesen kann mit dem Vorteil, daß man die riesige Datei zur Indexierung und zum Auslesen nicht erst entpacken muß – was etwa die zehnfache Größe des Archivs ergäbe. Der Reader basiert auf PyQt4, aus den Ubuntu-Repositories muß also noch via Synaptic das python-qt4-Archiv installiert werden, was mit ein paar Abhängigkeiten eine Downloadgröße von noch einmal rund 32 MB ergibt.
Den Reader entpackt man im Homeverzeichnis in ein Unterverzeichnis nach Wahl und nimmt in der Datei dumpReader.py noch ein paar Änderungen vor: Da wir auf dem EeePC auf mathematische Formeldarstellungen via LaTeX-Rendering verzichten können, wird die Variable latexRendering = True auf False gesetzt.
Die Initialisierung unserer Offline-Wikipedia nehmen wir besser auf einem Desktoprechner vor, da beim ersten Aufruf des Dump Readers (“python /home/username/reader/dumpReader.py” – ohne Tüttelchen) ein Index der Textseiten erstellt wird. Der Index selbst ist zwar anschließend nur 27 MB groß, jedoch dauert dessen Erstellung eine ganze Weile (auf dem Desktoprechner muß folglich PyQt4 installiert sein).
Die pages-articles.xml.bz2 samt Index kopieren wir auf einen Stick und schieben alles in ein Unterverzeichnis der SD-Karte auf dem EeePC. Die Installation des Dump Readers sowie der python-qt4 erfolgt auch auf dem EeePC wie beschriebenen, und nachdem man dem Reader das bz2-Archiv gezeigt hat, kann’s losgehen – den Index haben wir ja mitkopiert, folglich muß dieser nicht mehr neu erstellt werden. Das Arbeiten mit der Offline-Wikipedia geht mit dem Dump Reader sehr flott, selbst Querverweise werden recht schnell angezeigt. Und der Screenshot:

(Wikipedia deutsch komplett unter Easy Peasy 1.0. Zur vergrößerten Darstellung auf das Bild klicken, im neuen Fenster)
Neben der Wikipedia empfiehlt sich für den EeePC noch das Telefonbuch aus dem TVG-Verlag (i.e. das Verzeichnis der Telekom), dessen Linux-Version samt “Map & Route”-Karte recht zufriedenstellend läuft – wenn auch die Bildschirmhöhe des 701 mit 480px etwas zu klein für das Programm ist. Falls die Installation des Telefonbuchs auf dem EeePC via USB-Medium erfolgen soll, installiert man es besser vorher auf dem Desktoprechner und kopiert anschließend alle Verzeichnisse auf den EeePC – der TVG-Installer setzt zwingend ein DVD-Laufwerk voraus.
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Easy Peasy 1.0, eine modifizierte Ubuntu 8.10 speziell für Netbooks wie die EeePCs von Asus, ist veröffentlicht worden. Die Easy Peasy 1.0 sollte eigentlich wie ihr Vorgänger Ubuntu-eee (8.10) heißen, allerdings hatte Canonical um eine neue Namensgebung gebeten. So haben wir statt eines Updates einen neuen “Brand” namens Easy Peasy, der eigentlich eine Ubuntu-eee 8.10 ist.
Die Easy Peasy unterstützt (im Gegensatz zur älteren Ubuntu-eee 8.04.x) nicht nur gewisse Asus-Netbooks, sondern eine breitere Palette an mobilen Geräten – das war zumindest das Ziel. ;) Die Release Notes sind noch nicht online, im Moment ist nur das ISO über Sourceforge erhältlich. Ein spezielles UNetbootin zum Verschieben des ISOs auf ein USB-Medium ist zusammen mit ein paar nützlichen Skripten hier erhältlich.
Die Easy Peasy ist nicht zu verwechseln mit der eeeBuntu – ebenfalls sehr zu empfehlen, aber ein ganz anderes Projekt.
Easy Peasy 1.0 mit Netbook Remix (auf das Bild klicken zur Vergrößerung, 800×480, im neuen Fenster). Die CD ist zunächst nur english only, weitere Sprachpakete müssen nachinstalliert werden. Daneben erfreut uns die Distribution mit OpenOffice 3.0, Skype, Picasa, Songbird, XSane (Scanner), Java und diversen Spielen. Als Kernel kommt 2.6.27-8-eeepc zum Einsatz. Da die neue Namensgebung relativ kurzfristig erfolgte, ist das Design (Lemon – gelb und hellgrün) nicht gerade ausgefeilt, aber das sollte eh nur ein Nebenaspekt sein. Bugs und Probleme können im inzwischen recht munteren Forum besprochen werden.
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Als erstes Ubuntu-Derivat für den EeePC, das auf der aktuellen Ubuntu 8.10 basiert, ist die eeebuntu 2.0 erschienen. Die Projekt-Website ist aufgrund des großen Andrangs gerade ziemlich platt, sodaß man sich die ISOs via Bittorrent von linuxtracker.org besorgen sollte.
Die eeebuntu 2.0 gibt es in drei Varianten: Eine schmale Basis-Version “base” mit sehr wenigen Programmen, die den begrenzten Speicher des EeePC nicht vollmüllen. Compiz und sonstiger Schnick fehlt hier ganz, DSL-Verbindung zum Nachinstallieren ist empfehlenswert, zumal auch die Sprachpakete rsp. Lokalisierungen fehlen. Eine Version mit Ubuntus Netbook Remix ist für Freunde des “Easy Mode” ala Xandros, daneben gibt es die “Standard”-Version, die der “normalen” Ubuntu sehr ähnelt und auch mehr Lokalisierungen mitbringt.
Alle Varianten haben einen speziellen Kernel, der auf die Hardware des EeePC abgestimmt ist (Adams Kernel von array.org) sowie Konfigurationstools für den EeePC:
Eeebuntu also contains the Array Kernel, which means wifi, networking and sound work out-of-the-box on your EeePC with no need to compile or configure anything else.
Eeebuntu also contains the EeeConfigure System which applies tiny tweaks to your specific EeePC without the need to play around in the terminal.
Wer die eeebuntu vom USB-Stick installieren möchte und nicht weiß, wie er sie dort aufspielen soll, mag sich UNetbootin ansehen – ein “Point & Click”-Tool, mit dem sich auch andere Distributionen auf USB-Medien installieren lassen, vornehmlich Live-CDs.
Die nächste EeePC-Ubuntu auf Basis der Ubuntu 8.10 dürfte die Ubuntu-eee werden, deren Erscheinen für den 1. Januar 2009 geplant ist.

eeebuntu Base mit Konfigurationstool. Im Bild sieht man diverse Optionen/Fixe zur EeePC-Anpassung. Auf das Bild klicken zur Vergrößerung (800×480, im neuen Fenster).

Konfigurationstool mit aufgeklappter Auswahlliste. Unterstützt werden die EeePCs 701, 900, 900A, 901, 904HD, 1000, 1000H und 1000HD. Auf das Bild klicken zur Vergrößerung (im neuen Fenster).
Eigenwerbung: Die eeebuntu ist Teil der Sammlung spezialisierter Distributionen für den EeePC im Tuxpost Shop. Auf max. 2 DVDs gibt’s so schöne Sachen wie eeebuntu komplett, Slax 6.0.7 modifiziert für den EeePC, Ubuntu-eee, Foresight Mobile, Eeeedora plus Tools zur Installationsvorbereitung wie Puppy, Clonezilla und Parted Magic für den USB-Stick. Wem die Saugerei also zu mühselig ist, erhält für 2 Äppel und 1 Ei alles ins Haus geschickt.
Die beliebte Distribution für die EeePC-Familie bittet um Spenden in Höhe von jeweils 5 US-Dollar. “Open source project usually go to sponsors to get big donations. Sponsers may want something in return, like including their software. We’re trying something new. Instead of making an operating system where the once with money get their software included, we try to get a small sum from all users and stay un-biased. The idea is that everyone donates $ 5. It’s a fundraiser from today till Tuesday.” Den aktuellen Stand kann man in Jon Ramvis Blog erfahren, etwas mehr zur Veranstaltung hier.
Diese einmalige Aktion läuft vom 6. bis 9. Dezember. Wer die 5 USD übrig hat und auf ein baldiges Erscheinen der Ubuntu-eee 8.10 wartet, kann die Warterei etwas beschleunigen. ;) Sei noch gesagt, daß von den Alternativsystemen zum arg altbackenen Xandros diese Ubuntu-Variante auf dem Eee recht zuverlässig läuft.
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