Ubuntu 11.04 Bittorrent-Dateien im Download-Bereich

Donnerstag, 28. April 2011

UbuntuBevor die Ubuntu-Server unter dem Ansturm etwas „träge“ reagieren werden: Alle Torrent-Dateien (für DVDs und CDs) für den Download über ein Bittorrent-Programm finden sich hier komplett im Download-Bereich in allen Variationen, jeweils für CDs und DVDs. Die Ubuntus selbst kommen mit LibreOffice 3.3.2 und leider auch Banshee als Musikplayer, womit man sich zunächst einmal Mono einhandelt. Banshee kann man zwar später entfernen, dürfte aber bei einer frischen Installation zunächst für den automatischen Download von Codecs benötigt werden. Bei Neuinstallationen wird man sich auf dem neuen Desktop „Unity“ wiederfinden, der eher an ein Netbook erinnert – auf Gnome kann man am Login/GDM umschalten bzw. den GDM so konfigurieren, daß Gnome2 „Classic“ als Standardumgebung gewählt wird. Nach den Erfahrungen der letzten Beta ist dieser Teil „Work in Progress“. Canonical hat auf der What’s new-Seite diverse Screenshots dazu. Erinnert irgendwie stark an WindowMaker und GnuStep selig.

Die Kubuntu setzt auf KDE SC 4.6.2, Xubuntu auf Xfce 4.8, Ubuntu-Studio hat zunächst keinen Echtzeit-Kernel u.v.m.

Wem das Saugen zu mühsam ist, kann die DVDs (empfohlen) und CDs auch hier im Tuxpost-Shop bestellen als CD-R/DVD-R für 3-4 Euro, im Verlauf des Tages eintreffend.

Ubuntu 11.04

Ubuntu 11.04 Gnome2-Desktop. Wenn Compiz nicht läuft, wird auf Gnome „Classic“ umgeschaltet.

[Update] Hans-Joachim Baader hat auf Pro-Linux.de einen sehr langen Artikel mit einer Übersicht und der Beschreibung aller Neuerungen veröffentlicht.

Debian 6.0 Squeeze veröffentlicht

Sonntag, 06. Februar 2011

The latest and greatest Debian ever… Auf märchenhafte 8 DVDs ist der Umfang eines kompletten Debian 6.0 Squeeze angewachsen. Rund 31 Gigabyte werden also bewegt. Über Bittorrent bewegt sich aber im Moment nur bei der ersten Installations-DVD etwas, der Rest trudelt dann nach und nach ein. Highlights:

  • KDE Plasma Workspaces and KDE Applications 4.4.5
  • an updated version of the GNOME desktop environment 2.30
  • X.Org 7.5
  • OpenOffice.org 3.2.1
  • more than 29,000 other ready-to-use software packages, built from nearly 15,000 source packages.

Mehr in der offiziellen Ankündigung, die auch die Links zu den Bezugsmöglichkeiten bzw. Downloadverzeichnissen für ISOs und (besser:) Torrents/Jigdo enthält. Wem das alles etwas zuviel ist, bekommt Debian 6.0 auf 8 DVDs auch hier im Tuxpost-Shop, angesichts der Datenmenge für 24 Euro incl. Versand.

Update: Kaum schreibt man’s hin, schon schieben die Server auch über Bittorrent ordentlich an.

Gebrüder Grml 2010.12

Samstag, 01. Januar 2011

Nach dem „Schluchtenscheißer“ und dem „Grmlmonster“ die „Gebrüder Grml“. So jedenfalls der Codename der neuen Grml 2010.12, die noch rechtzeitig am Silvestertag freigegeben wurde. Die Grml ist eine vorwiegend als Live-CD (gebrannt oder als USB-Stick) zu verwendende Distribution auf Basis von Debian, die sich an Sysadmins mit hohem Skriptingbedarf richtet als auch Anwender diverser Texttools ansprechen soll. Sysadmins erfreuen sich nicht nur an den grml-Skripten und Interpretern, System-Utilities oder der zsh, sondern auch an diversen Netzwerktools, die man in dieser Zusammenstellung meist nur aus Remaster- oder mehr spezialisierteren Distributionen kennt. Die Grml bringt das alles von Haus aus mit, es wirkt schlicht wie aus einem Guß.

You’ll get sysadmin’s favourite tools, security- and network-related software, data recovery- and forensic-tools, many editors, shells, and of course many texttools.

Um alles auf eine CD quetschen zu können, gibts auch kein Gnome, KDE oder OpenOffice/LibreOffice, sondern Fluxbox oder noch schlankere Window Manager. LaTeX ist letztes Jahr u.a. aus Platzgründen von der CD geflogen, womit auch leider ein „Alleinstellungsmerkmal“ verloren gegangen ist.

Die neue grml 2010.12 hat als Kernel 2.6.36.2, Support für Kernel Mode Setting (KMS), „Config-less X to take advantage of X.org’s automatic configuration“, PXE-Bootmöglichkeit im initrd/initramfs. Bei den Windowmanagern hat man etwas aufgeräumt u.v.m.

gml 2010.12

Abb: Die Gebrüder Grml 2010.12 suchen ihr Arbeitsgerät

Wer bisher als Sysadmin oder Betreuer diverser Linux-Installationen vorwiegend Knoppix oder ähnlich gestrickte Live-CDs bzw. -DVDs einsetzt, sollte sich dringend die grml ansehen. Downloadlink siehe oben oder für 3 Euro zzgl. Versand hier im Tuxpost-Shop, als x86- oder 64bit-Version.

[Update] Das Original-Hintergrundbild der Gebrüder Grml gibts auch auf der Tuxpost-Hauptseite als Bestandteil der kleinen Sammlung von Hintergrundbildern aus Linux-Distributionen. Bevor jemand nur deshalb 700 MB zieht. In den Bilddaten ist übrigens eine Canon Powershot erwähnt – es handelt sich demnach um ein Foto und kein Gimp-Werk. Linux-Pinguine von irren Hackern geschändet und fast zu Tode gequält, wer schützt endlich unsere Maskottchen? 8=)

Weihnachtsüberraschungen: Knoppix 6.4.3, Sabayon 5.4 Gaming und PCLInuxOS 2010.12

Samstag, 25. Dezember 2010

Was tun, wenn sich über Weihnachten wieder diverse Verwandte oder Bekannte angesagt haben, man diese aber partout nicht sehen will? Wichtige Aufgaben harren Deiner/meiner, etwa eines dieser hochkomplizierten Linuxe installieren und konfigurieren, bis die Sippschaft Bauklötze staunt. Und immer schön auf der Konsole herumhacken.

Im Idealfall installiert man dann ein System, das auch noch was fürs Auge bietet. Hier kommt zunächst die Weihnachsüberraschung Nr.1 ins Spiel: Es gibt eine neue Knoppix 6.4.3 als „Jubiläumsversion 10 Jahre Knoppix“, zu der es bereits einen Artikel im Linux-Magazin 1/2011 samt Interview mit Klaus Knopper gibt. Auf Basis von Debian Testing und Microknoppix startet die Live-CD bzw. Live-DVD in den LXDE-Desktop, als Hindergrund sieht man ein fraktales Hintergrundbild mit irgendwelchen grünschimmernden Codezeilen.

Knoppix 643

Abb: Knoppix 6.4.3 mit LXDE Desktop

„Die Inspiration dazu bekam Klaus Knopper bei einem Treffen mit österreichischen Mathematiklehrern“, schreibt das Linux-Magazin, die Verwandtschaft mit ihrer Win Home Edition staunt Bauklötze und man hat erstmal Ruhe, weil man „dieses komplexe System“ dringend „bearbeiten“ muß.

Neben der Knoppix ist die PCLinuxOS 2010.12 erschienen – wenn man will verhält es sich mit der PCLOS zum Mandriva-Unterbau wie die Mint zur Ubuntu: Eine etwas dröge Massendistribution wird durch eigene Tools, andere Konfigurationen und etwas pfiffigeres Artwork verbunden mit eigenem (Teil)Repository zu einer praktisch neuen Distribution verwandelt. Die PCLOS-Hauptdistribution ist weiterhin KDE-zentriert, daneben gibt es inzwischen spezielle Versionen mit Gnome-, Xfce-, LXDE- oder Enlightenment-Desktop. Alle sind zunächst english only, deutsche Lokalisierungen lassen sich aber einfach mit dem Tool „addlocale“ installieren – man braucht jedoch eine Onlineverbindung.

PCLOS Gnome

Abb: PCLinuxOS 2010.12 zur Abwechslung mit Gnome Desktop

Früher war die PCLInuxOS eine Distribution, wie Mandriva eigentlich sein wollte oder besser sollte, es aber nie hinbekam. Bis heute ist das eigentlich so geblieben. Beide Distributionen vereint das Mandriva Control Center, eine Zusammenfassung diverser Konfigurationstools an einem Ort. Einstellungen an Desktop oder System lassen sich so schnell erledigen.

PCLOS Enlightenment

Abb: PCLInuxOS mit Enlightenment-Desktop. Bereits der Bootvorgang ist recht cool: Langsam aufgehende Sonne vor Erdkrümmung. Die Enlightenment-Version ist weitgehend schwarzweiß gehalten.

Für die dritte Weihnachtsüberraschung schließt man sich besser ein oder wartet, bis die Verwandtschaft weg ist: Sabayon hat eine Xmas Gaming Edition veröffentlicht. 4 GB „filled with gazillions of games“. Gnome-Desktop, u.a. deutsche Lokalisierung und dem bei Sabayon üblichen „Spaßfaktor“ machen die Live-DVD neben der bereits vor einigen Wochen erschienen Ubuntu Ultimate Gamers Edition zu einer Empfehlung für verschneite Wintertage. Und hier gibts auch einen größeren Screenshot:

Sabayon 5.4 Gaming

Abb.: Sabayon 5.4+ Xmas Gaming Edition, auf das Bild klicken zur vollen Größe (im neuen Fenster, 1024x760px) oder hier klicken

Wie üblich der Hinweis, daß alle Versionen auch für ein paar Äppel hier im Tuxpost-Shop erhältlich sind zzgl. 2 Euro Versandkosten pauschal je Sendung. Selbstsauger folgen den obigen Links.