BackTrack 4 pre-final ist da

Sonntag, 21. Juni 2009

BackTrack, über deren v4 Beta ich bereits hier etwas geschrieben hatte, „is the world’s leading penetration testing and information security auditing distribution. With hundreds of tools preinstalled and configured to run out of the box, BackTrack 4 provides a solid Penetration testing platform from Web application Hacking to RFID auditing – its all working in once place.“ Die Tools zur Sicherheitsüberprüfung sind thematisch in diverse Menüs sortiert.

Womit der Vertrieb in D. erschwert wird und es sie auch nicht mehr im Tuxpost-Shop gibt – es sei denn, man möchte den sog. „Hackerparagraphen“ auf seine Belastbarkeit prüfen.

Die pre-final basiert nun mehr oder weniger auf Ubuntu 9.04 (mit eigenem Repository) und dem Kernel 2.6.29.4, was größere Änderungen unter der Haube mit sich brachte. So ist man notgedrungen von der lzma-Komprimierung über Squashfs abgegangen und verwendet nun das Sqashfs-Kernelmodul mit AUFS (aufs 2.x) als Dateisystem, was das ISO leider etwas fetter macht (die pre-final kommt als Live-DVD von rund 1,3 GB Größe). Der Kernel selbst hat bei den Wifi-Treibern eine kleine Patch-Arie erfahren.

BackTrack

(Auf das Bild klicken zur Vergrößerung, öffnet im neuen Fenster mit 1152x864px) Durch den Wechsel hin zu einer „regulären“ Distributionsstruktur mit einem Debian-artigen Repository kommen Anwender erstmals in den Genuß von Updates, Security-Fixes und neuen Tools, die sich über apt-get installieren lassen. Hinzu kommt ein BackTrack-eigenes Repository mit den Bereichen:

  • Enumeration
  • Tunneling
  • Bruteforce
  • Spoofing
  • Passwords
  • Wireless
  • Discovery
  • Cisco
  • Web Applications
  • Forensics
  • Fuzzers
  • Bluetooth
  • Misc
  • Sniffers
  • VOIP
  • Debuggers
  • Penetration
  • Database
  • RFID
  • BackTrack – Python
  • BackTrack – Drivers
  • GPU

Ein Vorteil dieser Struktur ist auch, daß sog. Meta-Pakete angeboten werden können, mit denen man die kompletten Tools einer solchen Kategorie installieren kann. Kleiner Tipp am Rande: Wenn die Hardware-Erkennung insbesondere bei Netzwerkkarten streikt, ist etwas manuelle Hilfestellung nötig. Bspw. wird beim Dell Inspiron die Intel-Netzwerkkarte nicht aktiviert – andere Distributionen haben mit diesem Gerät übrigens noch ganz andere Probleme. In diesem Fall lädt man mit modprobe e1000e das Kernelmodul, und mit ifup eth0 klappt’s dann auch mit dieser Netzwerkkarte.

Aber was soll man groß erzählen, selbst ist der Mann/die Frau: Eine (einführende) Übersicht der Änderungen hat der Backtrack – The Definitive Guide (PDF) (mit aktuell 8 Seiten…), der auch die Erstellung eigener Versionen der DVD kurz beschreibt, sowie ein Video-Tutorial Introduction to BackTrack4. Der Download des ISOs ist im Moment nur über remote-exploit.org möglich. Einen Torrent gibt es aktuell in der Piratenbucht im Bereich „Unix“. Für die pre-final gibt es auch einen eigenen Forenbereich.

[Update] In der Backtrack 4 Finale Release hat sich am Unterbau nochmal einiges geändert, s. Backtrack 4 Final freigegeben vom 12.1.2010. Die v4 beruht nun komplett auf Ubuntu, wobei sämtliche Repositories vom BackTrack-Server verwaltet werden.

Artikel vom Sonntag, 21. Juni 2009, 12:52 Uhr in der Kategorie Distributionen. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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