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BackTrack 4 Beta freigegeben

Autor: Thomas Schramm am 11. Februar 2009 @ 13:48 unter Distributionen,Security | 3 Kommentare

Die beliebte Live-CD mit tausenden von Hackertools ;-) geht in die nächste Runde. Als Unterbau wird nicht mehr Slax verwendet, sondern „Debian Core“ mit Einbindung der Ubuntu-Repositories. Davon verspricht man sich bei festen Installationen eine schnellere Bereitstellung von Sicherheitsupdates, zum anderen hat man mit der BackTrack nun eine „richtige“ Distribution mit zusätzlichen Backtrack-Repositories. Update: Obwohl die CD/DVD nun auf Ubuntu 8.10 basiert, findet sich unter „BT4“ nach wie vor die Struktur der Slax mit den Verzeichnissen „modules“ und „optional“ – aus dem Verzeichnis „base“ werden beim Booten nach wie vor die BT-Core-Module geladen, was eine interessante Konstruktion sein dürfte. Das Tool deb2lzm deutet an, daß aus Debian-/Ubuntu-Paketen (deb) lzm-komprimierte Pakete gebaut werden, die dann wie bei der Slax beim Start oder während der Laufzeit hinzugeladen werden können. Damit hat man weiterhin die Möglichkeit, bequem eigene Module auf dem USB-Stick ablegen und integrieren zu können.

BackTrack4

(Auf das Bild klicken zur vergrößerten Darstellung – im neuen Fenster) Unter der Haube hat sich also sehr viel verändert, hinzu kommen sehr viele Aktualisierungen diverser Tools, Kernel 2.6.28.1 mit besserem Hardwaresupport, KDE 3.5.10 und Fvwm 2.5.26, Maltego (einem Data Mining Tool aus dem Forensik-Bereich in einer speziellen Community-Version) u.v.m. Aufgrund der Größe von rund 850 MB erhält man nun eine Live-DVD. Mehr in den Release Notes [1] und auf der Download-Seite [2]. Einige nützliche Hinweise [3] erhält man auch im BackTrack-Livecd-Blog. Das nette Original-Hintergrundbild der BackTrack4 gibt es auch in der Wallpapersammlung [4] auf der Tuxpost-Hauptseite.

Bei der Installation auf einem USB-Medium (Stick oder Platte etc.) folgt die BackTrack dem bisherigen Schema der Slax rsp. der BackTrack 3: Der Inhalt des ISOs wird komplett auf den USB-Stick kopiert. Anschließend führt man im Verzeichnis „boot“ das Skript bootinst.sh (Linux) bzw. bootinst.bat (Windows) aus, was den Stick bootfähig macht (mittels syslinux). Vorsicht: Beim Aufruf des Skripts sollte man sich auch tatsächlich in demselben Verzeichnis befinden, da die aktuelle Partition, auf der man sich befindet, mit dem Bootloader präpariert wird. Und das sollte bei Win-Usern dann nicht C:\ sein…

Am tree-Output sieht man sehr schön die Struktur der DVD:

/media/BACKTRACK4/
|-- boot
|   |-- bootinst.bat
|   |-- bootinst.sh
|   |-- chain.c32
|   |-- dos
|   |   |-- bt4.bat
|   |   |-- config
|   |   |-- linld097.com
|   |   `-- readme.txt
|   |-- initrd.gz
|   |-- isolinux
|   |   |-- isolinux.bin
|   |   |-- isolinux.boot
|   |   `-- isolinux.cfg
|   |-- liloinst.sh
|   |-- msramdmp.c32
|   |-- mt86p
|   |-- pxelinux.cfg
|   |   |-- default
|   |   |-- dnsmasq
|   |   |-- pxelinux.0
|   |   |-- start
|   |   `-- web
|   |       |-- conf
|   |       |   |-- modules.conf
|   |       |   |-- monkey.conf
|   |       |   |-- monkey.deny
|   |       |   `-- monkey.mime
|   |       |-- monkey
|   |       `-- start
|   |-- splash.initrd
|   |-- syslinux
|   |   |-- ldlinux.sys
|   |   |-- lilo
|   |   |-- mbr.bin
|   |   |-- syslinux
|   |   |-- syslinux.cfg
|   |   |-- syslinux.com
|   |   `-- syslinux.exe
|   |-- vesamenu.c32
|   `-- vmlinuz
|-- boot.images
|   `-- no_emul.00
`-- bt4
    |-- base
    |   |-- bin.lzm
    |   |-- etc.lzm
    |   |-- home.lzm
    |   |-- lib.lzm
    |   |-- opt.lzm
    |   |-- pentest.lzm
    |   |-- root.lzm
    |   |-- sbin.lzm
    |   |-- usr.lzm
    |   `-- var.lzm
    |-- license
    |-- livecd.sgn
    |-- make_iso.bat
    |-- make_iso.sh
    |-- modules
    |-- optional
    |-- rootcopy
    `-- tools
        |-- activate
        |-- deactivate
        |-- deb2lzm
        |-- dir2lzm
        |-- liblinuxlive
        |-- lzm2dir
        |-- mksquashfs
        |-- tgz2lzm
        |-- unsquashfs
        `-- win
            |-- config
            |-- cygwin1.dll
            `-- mkisofs.exe

Damit läßt sich die BackTrack 4 auch bequem auf dem EeePC starten, beim 701 sieht der Desktop dann so aus:
BackTrack4 [5]
(Auf das Bild klicken zur Vergrößerung, im neuen Fenster). Die Netzwerkumgebung muß hier wie dort von Hand gestartet werden mit ifup eth0 etc. Eingeloggt wird übrigens als:

user: root
Paßwort:toor

[Update] In der Backtrack 4 Finale Release hat sich am Unterbau nochmal einiges geändert, s. Backtrack 4 Final freigegeben [6] vom 12.1.2010. Die v4 beruht nun komplett auf Ubuntu, wobei sämtliche Repositories vom BackTrack-Server verwaltet werden.


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URL zum Beitrag: http://blog.tuxpost.de/2009/02/11/backtrack-4-beta-freigegeben/

URLs in diesem Beitrag:

[1] Release Notes: http://www.remote-exploit.org/news.html

[2] Download-Seite: http://www.remote-exploit.org/backtrack_download.html

[3] nützliche Hinweise: http://backtrack4.blogspot.com/2009/02/backtrack-4-beta-shmoo-release.html

[4] Wallpapersammlung: http://www.tuxpost.de/content/view/31/38/

[5] Bild: http://blog.tuxpost.de/img09/bt4-eeepc.jpg

[6] Backtrack 4 Final freigegeben: http://blog.tuxpost.de/2010/01/12/backtrack-4-final-released/