Heuschreckenabgang

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Nachdem die Aktie von Montgomerys Mecom im Verlauf eines Jahres von 86 Pence auf unter 1 Pence gefallen ist und Gläubiger auf die Zahlung von 587 Millionen britischen Pfund pochen, ist der Finanzinvestor Mecom, zu dessen „Zeitungsimperium“ u.a. der Berliner Verlag mit der Berliner Zeitung gehört, nunmehr gezwungen, die Bestände schnell zu versilbern (s. SZ 31.12.2008).

Anfang 2008 forderte die Redaktion der Berliner Zeitung ihren neuen „Verleger“, der den Verlag von Holtzbrinck erworben hatte, auf, angesichts aberwitziger Sparmaßnahmen und überzogener Renditeforderungen den Verlag wieder zu verkaufen. Genau das könnte nun eintreten – gemunkelt wird, daß DuMont einsteigen könnte. Für den Leser bleibt die Hoffnung, daß die inhaltliche und personelle Ausdünnung der einzigen Berliner Alternative zum verstaubten Tagesspiegel endlich ein Ende hat.

[Update] Eine abschließende Würdigung des Finanzinvestors nach dem Verkauf des Berliner Verlags an DuMont hat die Süddeutsche vom 14.1.2009 unter dem schönen Titel Goodbye, „Rommel“, die FAZ unter Der Untergang des Hauses Montgomery.

Artikel vom Mittwoch, 31. Dezember 2008, 11:19 Uhr in der Kategorie Fundbüro. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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