Aus TWiki wird der NextWiki Fork

Freitag, 31. Oktober 2008

Wie macht man aus Open Source Software ein „Business Modell“? So jedenfalls nicht. Von einem Tag auf den anderen sperrte Peter Thoeny, Gründer des bekannten perl- und dateisystembasierten Wikis TWiki, die Community aus und machte als weitere Zugangsbedingungen zu den Servern die Zustimmung zu einer „Twiki Charter“ und einem „Code of Conduct agreement“ abhängig. Dahinter steht Thoenys vor einem Jahr gegründete Firma twiki.net, die das Wiki kommerziell vermarkten und in Richtung „Web 2.0“ sowie „Enterprise Collaboration System“ aufbohren will. Federführend mit „Weisungsbefugnis“ im weiteren Entwicklungsprozeß soll danach die Fa. twiki.net sein. Ungeschickt läßt grüßen, da sich die Entwickler das nicht bieten ließen und mit NextWiki.org (wahrscheinlich) an einem Fork arbeiten – den aktuellen Stand mit allen Neuigkeiten kann auf deren Website nachlesen. Wie der Entwickler Michael Daum schreibt, hat Thoeny trotz „Venture Capital“ nicht die Kapazitäten, das Projekt allein weiterzuführen.

TWiki ist ein auf Perl aufbauendes Wiki, das sämtliche Daten im Dateisystem als Plain Text ablegt. Es ist modular erweiterbar und insbesondere erste Wahl, wenn man zusätzlich zu den Artikeln noch Anhänge rsp. Dateien aller Art ablegen will.

Links: Slashdot, Pro-Linux, WikiRing Blog (Michael Daum), Nextwiki, TWiki.org.

[Update] Inzwischen nennt sich der Fork Foswiki.

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