Datenschnüffelei auf Providerebene

Sonntag, 06. April 2008

SecDaß Hinz und Kunz auch in Deutschland Nutzerdaten sammeln zum Zweck der kommerziellen Auswertung, war ja bereits bekannt. In der Regel meidet man solche vermeintlich kostenlosen Veranstaltungen (von Xing bis StudiVZ, die sind ja auch nicht gemeinnützig…) oder, wenn es nicht anders geht, widerspricht der Verwendung der eigenen Daten. Bei Google läßt sich die Datenschnüffelei zumindest im Bereich der Suchmaschine mit einem Browser-Plugin wie CustomizeGoogle umgehen.

Nicht wehren kann man sich jedoch dann, wenn bereits der Provider direkt an der Quelle das Nutzerverhalten auf Paketebene dokumentiert und auswertet. Das funktioniert logischerweise nur, wenn der Kunde davon nichts weiß und möglichst nichts davon mitbekommt. Heise zitiert aus einem Bericht der Washington Post, nach dem vor allem britische und amerikanische Provider zunächst testweise („mehrere Hunderttausend“) das Verhalten ihrer Kunden analysieren und in Profilen speichern. Zum Zuge kommt eine „Deep Packet“-Inspektion, die den gesamten Datenverkehr des Nutzers analysiert. Besuchte Websites werden danach auf Stichwörter gescannt und in Relation zum sonstigen Verhalten des Kunden gesetzt. Wahrscheinlich nur zur Verbesserung des Kundenservices und zum Beschmeißen mit zielgerichteter Werbung. ;-) Sollte in D jemand auf eine solche Schnapsidee kommen, können sie den Laden bald zumachen. Versprochen.

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Artikel vom Sonntag, 06. April 2008, 13:06 Uhr in der Kategorie Security. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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