Was macht eigentlich Gael Duvals Ulteo?

Mittwoch, 09. Januar 2008

Wer sich nicht mehr erinnert: Gaël Duval ist der (Mit)Gründer von Mandriva, der unter etwas seltsamen Umständen mit einer ganzen Reihe anderer Beschäftigter 2006 aus dem Unternehmen gekegelt wurde. Duval kündigte danach eine eigene Linux-Distribution an, deren Prototyp wie eine Live-CD arbeitete (das ISO selbst lag auf der Festplatte), Updates wurden via rsync in das ISO eingefügt. Benutzerdaten und -einstellungen lagen auf/in einer separaten Partition/Datei.

Inzwischen hat man sich von einer eigenen Distribution verabschiedet und setzt auf ein Geschäftsmodell, das Online Services gegen Bezahlung anbietet (mehr in Distrowatch Weekly). Man stellt sich vor, daß jemand für Photoshop oder OpenOffice als Online-Services sowie für diverse Gigabyte Speicherplatz auf einem Server genügend Bargeld auf den Tisch legt, daß sich das irgendwann rechnet – dazu will man besser sein als die bereits jetzt vorhandenen Anbieter solcher Dienste (Google Office, in Teilen Amazon etc., Adobe setzt inzwischen auch auf sowas). Bleibt zu hoffen, daß dabei kein eigenes Geld, sondern nur Risikokapital von Zahnärzten verbraten wird, und wünscht Duval alles denkbar Gute.

Artikel vom Mittwoch, 09. Januar 2008, 14:20 Uhr in der Kategorie Distributionen. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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