Was abgehalfterte SPD-Politiker so machen

Dienstag, 10. April 2007

Einer läßt sich von der russischen Ölindustrie und rechten schweizer Verlegern kaufen, der andere von Finanzinvestoren, auch weniger vornehm Heuschrecken genannt. Wie Helmut Höge heute in der Taz schreibt:

Rudolf Scharping gründete sogar eine Beratungsagentur namens RSBK (das steht für Rudolf Scharping Strategie Beratung Kommunikation), um „kommunalen Entscheidern“ die Vorzüge von Finanzinvestoren zu verdeutlichen, die „als Käufer kommunalen Eigentums in Frage kommen.“

Nun ist das Verscherbeln von städtischen Wohnungs(bau)gesellschaften speziell hier in Berlin eines der umstrittensten Vorhaben des Berliner Senats überhaupt. Das eingesetzte Kapital muß sich schnell amortisieren, zumal diese Deals meist über Kreditfinanzierung abgewickelt werden. Aufgekaufte Firmen müssen dann ggf. selbst Kredite aufnehmen und diese in Form von Sonderausschüttungen an die Heuschrecke abführen, um deren Finanzierung abzusichern. Im Falle der  Wohnungsbaugesellschaften wird versucht, den schnelle Profit durch massive Mieterhöhungen zu erzielen, was angesichts der Masse an aufgekauften Wohnungen wiederum Auswirkungen auf den Mietspiegel hat und damit die Grundlage für allgemeine Mietsteigerungen bildet. Warum man sich in Berlin zunächst einmal 200.000 Plattenbauten unter den Nagel riß und was es in diesem Zusammenhang mit Hartz IV auf sich hat, kann man auch im Höge-Artikel nachlesen. Ja das ist schon Klasse, was die SPD in den letzten Jahren für Vorsitzende hatte.

Fast hätte man noch Florian Gerster vergessen, der als ehemaliger rheinland-pfälzischer Minister für Arbeit und Soziales aus dem Arbeitsamt die Agency machte und das Chaos in dieser Anstalt erst so richtig befeuerte. Gerster arbeitet u.a. für den amerikanischen Immobilieninvestor „Fortress Investment Group„, der wiederum… (s.o.)

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Artikel vom Dienstag, 10. April 2007, 15:12 Uhr in der Kategorie Fundbüro. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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