Apples iPhone als Blackbox

Samstag, 13. Januar 2007

Wer sich bereits Gedanken macht, wie er im Herbst sein neues schickes iPhone von Apple finanzieren könnte, kann sich wieder anderen Dingen zuwenden. Laut New York Times (zitiert in Palm Addicts) verkündete Steve Jobs:

„We define everything that is on the phone,“ he said. „You don’t want your phone to be like a PC. The last thing you want is to have loaded three apps on your phone and then you go to make a call and it doesn’t work anymore. These are more like iPods than they are like computers. These are devices that need to work, and you can’t do that if you load any software on them,“ he said. „That doesn’t mean there’s not going to be software to buy that you can load on them coming from us. It doesn’t mean we have to write it all, but it means it has to be more of a controlled environment.“

Nun besteht der Mehrwert bei PDAs mit integriertem Mobiltelefon (Palm Treos etc.) gerade in der Verwendung zusätzlicher Software von Drittanbietern, die die Funktionalität erheblich erweitern. Das Spektrum reicht hier von PIM-Anwendungen wie Agendus oder Datebk (Termin- und Kontaktverwaltung) mit Synchronisation zu Desktop-Anwendungen, Office-Anwendungen wie QuickOffice oder DocumentsToGo bis zur GPS-Navigation. Zudem sind tausende Tools als Free- und Shareware erhältlich. Die Beschränkung auf ein paar integrierte Programme und Funktionen des Herstellers machen das schicke Gerät zur Blackbox, was die Möglichkeiten des Betriebssystems komplett verschenkt.

Als Zielgruppe kommen demnach auch nicht Umsteiger von PDAs und Smartphones in Betracht, sondern bisherige Apple-Fans mit iPods und dem Motorola Klapphandy, denen man mit neuen Services über alte Übertragungswege zusätzliches Geld entlocken kann – es fehlt noch erweitertes DRM und Zertifizierung von installierbarer Software. Als Arbeitsgerät taugt so etwas nicht, für ein Handy ist der wahrscheinliche Preis von 600 Euro zudem völlig abstrus..Also keine Panik, man würde ohne dieses schöne Gerät irgendwas verpassen. Der Rest des Hypes ist Marketing.

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