Was macht eigentlich Fritz J. Raddatz

Samstag, 26. August 2006

TippAls ausgesprochener Nicht-Grass-Fan nimmt man die Inszenierung um die kommende Autobiographie eher belustigt zur Kenntnis. Wer eine gewisse Vorliebe für Skrurrilitäten hat, kommt dabei in den Beiträgen der Neuen Zürcher Zeitung zu diesem Thema (offenbar hat man hier noch alte Rechnungen mit Grass zu begleichen) sowie in der Zeit Nr. 34/2006 auf seine Kosten.

Unter dem Titel „Ich habe mich verführen lassen“ feiert Fritz J. Raddatz, ehemals Feuilletonchef der Zeit, den neuen (eher lauen) Grass. Und kennt kein Halten mehr: „Grass gibt Rechenschaft, bohrend, brennend mit dem rotglühenden Eisen namens Erinnerung“. Es bohrt also, brennt und glüht, Grass „schrubbt und schrubbt“, bis zu:

Eine Remarque-hafte Szene, wie er einem eben noch hilfreichen Gefreiten, nun die Beine zerschossen, in die blutig zerfetzte Hose greifen muss, ob er „noch ein Mann“ sei. Den Pimmel eines Gemetzelten in der Hand – und an Führer und Endsieg glauben, mit nunmehr 17 oder 18 Jahren?

So geht das munter weiter bei Fritz J., zur allgemeinen Lektüre empfohlen.

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Artikel vom Samstag, 26. August 2006, 12:21 Uhr in der Kategorie Fundbüro. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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