SME Server installieren

Mittwoch, 19. Juli 2006

SMEDer SME Server, ehemals e-Smith Server and Gateway, ist in der Version 7 eine auf CentOS 4 (i.e. RHEL 4) basierende Serverlösung für kleinere Firmen oder Büros mit zentralem Management über ein Web-Interface. Prädestiniert ist der Server für das Arbeiten in gemischten Umgebungen, d.h. mit Zugriffen von Windows-, Mac- und Linux-Clients. Neben dem Dateiaustausch innerhalb von Arbeitsgruppen gibt es eine Mail-Lösung mit wahlweise Pop- oder IMAP-Zugriff und optional Webmail mit IMP aus dem Horde-Framework als Frontend.

Die Arbeitsgruppenlösung geht über den reinen Dateiaustausch hinaus. Mittels sogenannter i-bay-Bereiche lassen sich unterschiedliche Arbeitsgruppen nicht nur auf Samba-Shares beschränken, es werden auch automatisch Arbeitsgruppenverzeichnisse für den http-Zugriff eingerichtet (die Windows-Arbeitsgruppe marketing bekommt dann automatisch das Verzeichnis http://xyz.com/marketing/ zugewiesen). Hinzu kommen noch diverse Verwaltungsaufgaben wie z.B. das Backup, die sich ebenfalls über die Konfigurationsoberfläche einrichten lassen.

Im Prinzip also eine schöne vorkonfigurierte Lösung, mit der man Kunden auch eine Weile alleinlassen kann: Das Anlegen von neuen Benutzern (im LDAP) und eMail-Adressen erfolgt nämlich ebenfalls über die Web-Oberfläche und ist auch für Laien (in Grenzen) selbsterklärend.

In den nächsten Tagen wird an dieser Stelle die weitere Konfiguration des SME Servers beschrieben, so stay tuned. ;-) Die Schwierigkeiten fangen dann erst an, da der SME Server prinzipbedingt für die Konfiguration der Serverdienste eine sehr distributionsspezifische Struktur aufweist. Händisch eingepflegt wird zunächst eine Filterlösung für eMail (procmail oder maildrop) sowie die Installation von OpenGroupware, dem ehemaligen Skyrix – rein theoretisch müßten dafür die OGo-Pakete für den RHEL4-Server passen. Für die Groupware-Lösung liegen bereits Daten (Termine, Adressen, Dokumente pp.) der letzten 4 Jahre vor.

Und wie üblich die Schleichwerbung an dieser Stelle: Für Interessierte ist der SME Server im Tuxpost-Shop für schlappe 3,50 Euro plus Versand erhältlich. In der Artikelbeschreibung wird auch kurz auf die wechselnde Geschichte des Servers eingegangen. Für Selbstsauger gibt es den Server als ISO über contribs.org,

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Artikel vom Mittwoch, 19. Juli 2006, 14:31 Uhr in der Kategorie Distributionen. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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2 Comments »

  1. RHEL4 packages:
    http://download.opengroupware.org/releases/unstable/opengroupware-1.1.5-moveon/rhel4/

    Comment: Hossa – 25. Juli 2006 @ 17:58

  2. 1.1.5 müßte die Entwicklerversion sein. Wenn ich deren Zählweise richtig mitbekommen habe, ist die „stable“ unstable vom November unter
    http://download.opengroupware.org/releases/unstable/opengroupware-1.0beta.2-rock/rhel4/
    zu finden.

    Comment: Thomas Schramm – 25. Juli 2006 @ 18:07

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