ISDN-Monitor unter Linux

Freitag, 14. Juli 2006

Der PowerISDNMonitor war unter Windows immer erste Wahl, wenn man ein praktisches Freeware Telefonie-Tool für den Desktop brauchte, das via ISDN-Karte eingehende Anrufe anzeigte. Das Programm hatte diverse Erweiterungsmöglichkeiten, zeigte zur Rufnummer die passenden Namen und Adressen an und ließ sich auch als Server betreiben, von dem andere Clients ihre Anrufer-Informationen bezogen.

Besitzer einer ISDN-Karte können mit dem kostenlosen PowerISDNMonitor eine permanente Anruferüberwachung für einen bestehenden ISDN-Anschluss einrichten, die alle Mehrfachrufnummern (MSN) einer ISDN-Leitung im Auge behält. Das Tool verrät neben der Rufnummer des Anrufers auch die angewählte MSN, die Dienstkennung und die Dauer des Klingelsignals. Die Software lässt sich umfassend konfigurieren. So ist es möglich, bestimmte störende Anrufer dauerhaft zu blockieren. Der PowerISDNMonitor kann auch Telefonnotizen entgegennehmen oder seinen Besitzer per eMail über eingegangene Anrufe benachrichtigen. Neben zahlreichen Funktionen, die im Grundpaket enthalten sind, kann PowerISDNMonitor mit Modulen erweitert und somit um zusätzliche Funktionen ergänzt werden.

Autor Thilo Brandt hatte dann den Entschluß gefaßt, eine Java-Portierung in Angriff zu nehmen. Zum Ergebnis kann man dem Programmautor nur gratulieren, zumal das Teil jetzt auch problemlos unter Linux (und MacOS X) funktioniert. Die getestete Version läuft hier unter Ubuntu 6.06 mit Suns Java.

Damit der Monitor die Capi erkennt, benötigt man eine konfigurierte Capi2 aus dem Ubuntu-Repository. Der PIM benötigt zwingend eine libcapi20.so.2, daher muß man den Link zur Ubuntu-Lib (libcapi20.so.3) entsprechend neu anlegen bzw. den Link unter diesem Namen kopieren. Beim Import neuer Module sollte der Programmaufruf in der Datei „pim.sh“ um das zu importierende *.jar ergänzt werden, also bspw. beim Import der HTML-Journal-Komponente durch ein zusätzliches „:mod-rep-html.jar“.

Neben diversen Ländervorwahlen gibt es inzwischen jede Menge Erweiterungsmodule. Früher gab es unter Windows eine Schnittstelle zur Klicktel-CD, jetzt finden sich Tools zur Einbindung von Google Maps und diverser Auskunftsdienste. Für die DBOX gibt es ein Clientmodul, das die Rufnummer auf dem Fernseher anzeigt (ungetestet).

Die Software ist Freeware und basiert auf den Java-CAPI-Sourcen (JCapi) von Holger Gräfe.

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Artikel vom Freitag, 14. Juli 2006, 13:08 Uhr in der Kategorie Software. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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