Kubuntu mit den üblichen Macken

Freitag, 09. Juni 2006

kubuntuNachdem die Ubuntu-Familie nun vollständig ist und die ersten Bugfixes raus sind, war es an der Zeit, die alte Breezy-Installation durch die LTS (Long Term Support) Dapper Drake zu ersetzen. Warum Kubuntu mit KDE 3.5.2 statt Ubuntu mit Gnome 2.14? Wie immer ist die Entscheidung rein subjektiv, den Ausschlag gibt hier das ausgefeilte Drucksystem von KDE im Gegensatz zum (aus Benutzersicht) traditionell unterirdischen Gnome-Tool. Zudem erspart einem KDE den an aller „Usability“ vorbei konzipierten Gtk-Dateidialog. Meistens jedenfalls.

Der Haken am Drucken unter Kubuntu ist wie in den Vorgängerversionen das Backend Cups.Das System druckt nicht „out of the box“, sondern hat schon wieder Schwierigkeiten mit den Zugriffsrechten bei der Cups-Konfiguration: die Einrichtung eines Druckers per KDE-GUI führt zu einem obskuren Fehler, in dessen Folge jeder Drucker als „raw Printer“ angelegt wird. Konfiguriert man Cups per Browser auf Port 631, erkennt man das bekannte Authentifizierungsproblem unter /admin/*. Als Schnellösung kommentiert man (vorübergehend!) die Zeilen mit Authentification etc. aus, läßt den beschränkten Zugriff von localhost stehen und startet Cups neu. Die Frage ist nur, was ein Linux-Neuling in dieser Situation macht. Arbeitet vermutlich weiter mit Windows.

Am Erfreulichsten ist die neue Adept-Paketverwaltung. Und zwar nicht die Variante für den Windows-Umsteiger, sondern die Version unter dem Menüpunkt System/Adept. Wie ein aufgebohrtes Dselect aus Debian – 18000 Pakete im Direktzugriff mit inkrementeller Suche und Filterei, Fortschrittsanzeige bei der Installation von Paketen u.v.m.

Ghostscript liegt endlich in einer halbwegs aktuellen 8er-Version vor und TeX-Freunde kommen mit teTeX3 auf ihre Kosten. Und das Beste: Evolution wird in der Standardinstallation nicht installiert… Wie bei Ubuntu üblich werden jede Menge Tools automatisch gestartet, die man nicht benötigt. Tadellos wie immer ist die Hardware-Erkennung, und die Installation anderer Kernels sowie des nVidia-Treibers für die Grafikkarte ist mit Adept und einem sudo nvidia-glx-config enable in ein paar Minuten erledigt. Der Rest wird noch erforscht, wenn Klinsmanns Gurkentruppe ihr trauriges Gekicke beendet hat.

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Artikel vom Freitag, 09. Juni 2006, 12:50 Uhr in der Kategorie Distributionen. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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1 Kommentar »

  1. …so kann man sich irren, wenn man vorher alles sooo genau weiß

    Zitat:
    „Der Rest wird noch erforscht, wenn Klinsmanns Gurkentruppe ihr trauriges Gekicke beendet hat. „

    Comment: admin60 – 25. Juli 2006 @ 14:50

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