ct-Projekt Fernseh-PC Vol.5

Samstag, 27. Mai 2006

TVWer die c’t Nr. 11 vom 15.5. gekauft, aber die beiliegende CD noch nicht näher inspiziert hat, sollte dies zumindest testweise nachholen. Auf der CD befindet sich u.a. ein minimales boot- und installierbares Debian Sarge mit dem Etch-Installer, das ein Debian mit integriertem VDR incl. Webfrontend und einem 2.6.16er Kernel installiert sowie wahlweise XFce mit X.

Die c’t-VDR-Distribution respektive das c’t-VDR-Projekt ist eine spezialisierte Linux-Distribution rund um Klaus Schmidingers Video Disk Recorder (VDR). Die Software verwandelt einen PC – auch älterer Bauart – in einen digitalen Videorecorder mit allerhand Extras. Die Grundlage bildet die freie Linux-Distribution Debian, sodass das System einfach zu erweitern und zu aktualisieren ist.

Proprietäre Codecs werden bei der Installation aus Lizenzgründen aus dem Internet nachgeladen. Nach der Installation sollte man die sources.list austauschen und durch die sources.online ersetzen. Man erhält danach ein aktualisiertes Debian und einen aktualisierten VDR, hier läuft gerade nach dem Update die Version VDR 1.4.0. Neben ein paar verschmerzbaren Schönheitsfehlern (Xine schmiert reproduzierbar ab, ein paar Pfade müssen nachträglich händisch angelegt werden) läuft der VDR „out of the box“ sehr rund, das Webfrontend VDR-Admin liest via VDR und EPG die Prommvorschau der DVB-T-Sender ein und läßt sich rsp. den VDR bequem programmieren. Mit den beiliegenden Tools (Command Line) lassen sich die aufgenommenen Sendungen für die Weiterbearbeitung präparieren. Nachträgliche Korrekturen finden sich auf der ct-Projektseite.

Tipp: Eingesetzt wird hier eine Cinergy T2-DVB-T-Box von Terratec, die via USB an den Rechner angeschlossen ist. Der entsprechende Kerneltreiber befindet sich standardmäßig im aktuellen Kernel und wird vom System automatisch geladen (oder notfalls mit „cinergyT2“ als Kernelmodul).

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Artikel vom Samstag, 27. Mai 2006, 00:35 Uhr in der Kategorie Software. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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