Redberry statt BlackBerry

Freitag, 28. April 2006

RIMChina erhält demnächst einen e-Mail-Service namens Redberry, der dem von RIM angebotenen Push e-Mail-Dienst stark ähnelt. RIM tobt bereits wegen Patentrechtsverletzungen, denn das makabere daran ist, daß es sich bei der chinesischen Firma, die diesen Dienst anbieten will, um ein einzelnes Startup und als deren Partner die Firma China Unicom handelt, die in staatlichem Besitz ist. Da hat man wohl Pech gehabt, wenn sich der Kunde in spe selbständig macht, statt daß er den großen Reibach einem ausländischen Unternehmen überläßt.

Für den chinesischen Staat hat eine Zentralisierung des (geschäftlichen) e-Mail-Verkehrs natürlich immense Vorteile, läßt sich doch so noch besser kontrollieren, was seine Schäfchen auch geschäftlich treiben. Wenn man ihnen noch den im Westen so beliebten Unsinns-Hype wie Web Services aufschwatzt, hat man nicht nur den Geschäftsverkehr via e-Mail, sondern auch alle kritischen Geschäftsdaten unter Kontrolle. Big Brother in little China. Die Pinguine von der Tuxpost empfehlen auch auf dem Handheld schlicht IMAP.

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