wordlike Stylefile auf CTAN

Montag, 20. Februar 2006

LaTeXMit Word produzierte Erzeugnisse erkenne ich schon aus fünf Metern Entfernung. Im Prinzip sollte man längere Texte nicht mit den üblichen 0815-Textverarbeitungsprogrammen schreiben, sondern mit Satzsystemen wie LaTeX. Wenn man zudem Wert auf Lesbarkeit, ansprechende Typografie und Ähnliches setzt, ist das sogar ganz besonders zu empfehlen, zudem das Programm nichts kostet (oder nur sehr wenig), allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit voraussetzt. Leider ist man aufgeschmissen, wenn statt typografischer Feinheiten ein Standardlayout ala Word & Co gefragt ist, im Büro oder an der Uni – Vorgaben, die sich meist am Wörd-Output orientieren, müssen eingehalten werden.  Irgendwo auch nachvollziehbar, wenn plötzlich ein druckreifes Layout die Corporate Identity stört… Allerdings war es bisher prinzipbedingt relativ schwierig, sowas häßliches mit LaTeX zu erzeugen. ;-)

Mit dem Paket wordlike.sty von Jürgen Fenn hat man dann eine Art „Downgrade“, der Output kommt den Erzeugnissen der Standard-Textverarbeitungsprogramme schon näher. Anhänger der reinen (LaTeX-)Lehre mögen sich über das Paket ereifern, es erfüllt aber einen sehr praktischen Zweck.

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Artikel vom Montag, 20. Februar 2006, 01:20 Uhr in der Kategorie LaTeX. Sie können Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Wenn Sie möchten, können Sie einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog senden.

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1 Kommentar »

  1. Traurig aber wahr: Ein LaTeX-Style für Word-Optik…

    Wenn man seine Arbeiten, Bücher, Briefe … was auch immer mit LaTeX gestaltet, dann möchte man ja in aller Regel von den typographischen Errungenschaften des Textsatzsystems profitieren. Manch engstirnige und nur Textverarbeitungen gewöhnte Ein…

    Trackback: Unikram, Paper, Recherchen & Software – 13. Januar 2007 @ 12:48

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