Kalenderdatei Fussballtermine 2. Halbjahr 2014

Sonntag, 13. Juli 2014

Für die Urlaubsplanung und zum Zeitvertreib während der Sommerpause hier schon einmal die Termine der Bundesligen, Championsleague, EL, Länderspiele und DFB-Pokal für das 2. Halbjahr 2014 einschließlich der ersten fünf Montagsspiele der 2. Liga, wird laufend aktualisiert. Die ics-Datei läßt sich bspw. in Thunderbird-Lightning oder Sunbird als Kalenderdatei einbinden und braucht nicht importiert zu werden.

Das LibreOffice-Template ist ein Blanko-Kalender, der die Wochentage nach Eingabe der Jahreszahl selbst berechnet.

Die Programmiererin des Fußball-Tipprundenprogramms Wintipper (Shareware), das auch unter Wine brauchbar läuft, hat für die Saison 2014/15 nochmal einen Spielplan zur Verfügung gestellt. Leider wird das Programm nicht mehr aktiv vertrieben, vielleicht rückt Frau Gößwein ja noch eine Lizenz für Interessenten raus (etwa 10 Euro, soweit erinnerlich).

Update: Kalender für 2015 1. Halbjahr:

  fussballtermine-2015a.ics (19,5 KiB, 34 Hits)
Fußballtermine 2015, 1. Halbjahr Januar bis Juni 2015: Bundesliga, EL, CL, Pokal und Länderspiele. Die ics-Datei läßt sich etwa in Thunderbird einbinden oder in diverse Kalenderprogramme importieren. Wird aktualisiert

  fussballtermine-2014b.ics (26,6 KiB, 334 Hits)
Fußballtermine 2014 2. Halbjahr Juli bis Dezember 2014. Bundesliga (incl. Freitags- und Montagsspiele), DFB-Pokal, Champions- und Europa League, Länderspiele. ICS-Kalenderdatei, läßt sich bspw. in Thunderbird mit Lightning-Kalendererweiterung als lokale Datei einbinden. Update 8.10.2014 Montagsspiele der 2. Liga bis 18. Spieltag,

  halbjahreskalender.ods (18,0 KiB, 453 Hits)
Template für LibreOffice für 2 Halbjahreskalender Jan.-Dez. oder einen (breiten) Jahreskalender. Basiert auf einem ehemaligen tschechischen OpenOffice-Template von 2008 mit BSD-Lizenz "Planning calendar 2008" mit automatischer Berechnung der Wochentage und spezieller Formatierung der Wochenenden.
Änderungen: alles neu formatiert, Wochenenddatum rot hervorgehoben, Formatvorlagen erweitert, Jahreszahl zur Berechnung der Wochentage außerhalb des Kalenders gesetzt, Titelzeile frei beschreibbar. Screenshot:

Halbjahreskalender

Raspberry Pi Teil 1 Ressourcen

Dienstag, 01. April 2014

Die Idee zu einem Mini-Computer für Kinder bzw. Schüler entstand 2006 an der Uni Cambridge. Einige Mitarbeiter am dortigen “Computer Laboratory” waren etwas frustriert über neue (Informatik)Studenten, die in der Schule dank seltsamer Lehrpläne allenfalls Computerkurse zu Word und Excel hatten und höchstens Webseiten erstellen konnten. In den 90er Jahren hatte man es noch mit vielen Hobbyprogrammierern zu tun dank so schöner Hardware wie Commodore64, Amiga und Spectrum ZX etc. An Peek, Poke und Datasette kann ich mich auch noch erinnern sowie seitenlange Listings und später Compiler mit edlen Handbüchern, die sogar Lesebändchen hatten. Der Zugang zu Computern an sich war ein anderer, damals war Schrauben an der Hardware und stundenlanges “Programmieren” oder vielmehr Gehacke noch üblich, um mehr aus den beschränkten Ressourcen herauszuholen. So kam man ja auch schließlich zu Linux. ;) Die Art des Zugangs zu Computern hatte sich in den 2000er-Jahren jedoch verändert.

Dem wollte man mit der Entwicklung eines kleinen und besonders günstigen Gerätes entgegenwirken, das den Umgang mit Computern wieder “erfahrbar” machen und auch einfache Programmierumgebungen enthalten sollte. Man hatte an eine Auflage von 2.000 Stück gedacht – bis jetzt wurden mehr als 2 Millionen Pis verkauft, inzwischen getragen von der Raspberry Pi Foundation.

Das Ganze ist verbunden mit geschicktem Marketing: Programmieren macht Spaß und ist weder langweilig noch doof. Und nicht nur für Jungs. Zudem kann man meist die Ergebnisse wie im Chemieunterricht gleich bestaunen. In dem Zusammenhang ist auch die ständige Vorstellung skurriler oder origineller Projekte zu sehen: Neben der Webcam im Vogelhäuschen bis zum Livestream aus der Stratosphäre (Teddybär am Ballon mit eingenähtem Pi samt Webcam) ist inzwischen so ziemlich alles vertreten.

Hardware

Überrascht war man von der großen Resonanz auf den einfachen Zwergcomputer, dabei liegen die Vorteile auf der Hand. Preiswert: Mit ca. 40 Euro für die zigarettenschachtelgroße Platine ist man dabei. Als Festplattenersatz dient eine gewöhnliche SDHC-Karte, die meisten Betriebssysteme – in der Regel ARMv6-Portierungen von Linux-Varianten bekannter Distributionen – laufen dann normal wie ihre großen Brüder auf dem PC von diesem Speichermedium.

Pi Rueckseite

(im Bild sieht man den Sockel für die SDHC-Karte) Zum schnellen Wechsel des Systems tauscht man einfach die SDHC-Karte aus, nachdem man das System zuvor (hoffentlich) sauber heruntergefahren hat. Für Bastler gibt es auf der Vorderseite einen GPIO-Baustein, der als Sockel für zusätzliche Hardware dient.

Pi Vorderseite

Die Ansteuerung der GPIO-Pins ist auch ein beliebtes Thema der Schulprojekte, verwendet wird dabei in der Regel Python. Daneben hat man einen HDMI- und RCA Composite Video-Port für einen Bildschirm, Audioausgang, Anschlüsse für eine spezielle Kamera und einen LCD-Bildschirm (DSI-Port), zwei USB-Ports und einen LAN-Ausgang. Die ersten Modelle wurden noch in China gefertigt, aktuelle Pis kommen von Sony UK in Auftragsfertigung. Diverse Zusatzhardware erhält man inzwischen auch in deutschen Elektronikläden wie Reichelt, eine weitaus größere Auswahl bieten aber englische Shops wie ModMyPi u.a.

An Peripherie benötigt man ein Netzteil mit mindestens 1.000 mA, das den Pi über den MicroUSB-Anschluß mit Strom versorgt. Und da bei Instabilitäten des Pis meist Strommangel schuld ist, sollte man das Netzteil nicht unterdimensionieren und dem Gerät die volle Spannung exklusiv gönnen. Als USB-Hub sollte daher möglichst ein aktiver mit eigener Stromversorgung verwendet werden, an den man dann auch externe Festplatten u.a. anschließen kann.

Betriebssysteme

Um den Pi hat sich eine sehr große Community entwickelt, die eine ganze Menge an Distributionen speziell für den Pi mit ARMv6-Prozessor hervorgebracht hat. Zum Ausprobieren gibt es auf der Downloadseite das Mehrfachsystem NOOBS, das ein Debian Wheezy für den Pi enthält, ein XMBC-Mediacenter (RaspBMC) oder ein RiscOS installiert. Hat man sich für ein System entschieden, sollte man es jedoch einzeln bzw. “regulär” auf einer weiteren SDHC-Karte installieren – unter Linux verschiebt man das Installations-Image mit “dd”, unter Windows etwa mit Win32DiskImager auf die SDHC-Karte. Danach sind die Systeme bereits lauffähig und müssen lediglich nach dem ersten Start konfiguriert werden. Raspbian/Debian hat dafür z.B. das Tool raspi-config, das im Textmodus menügeführt die Grundeinstellungen vornimmt – vom Hostnamen bis zur Erweiterung der Rootpartition auf der SDHC-Karte.

Die Systeme von der offiziellen Downloadseite, Links gehen direkt zur jeweiligen Projekthomepage:

  • NOOBS enthält die Installationsimages von Raspbian (Debian), Pidora und raspbmc, die man abwechselnd menügeführt zur Probe installieren kann. Direkt auf der Raspberry Pi Downloadseite erhätlich
  • Raspbian (Debian Wheezy) ARM-Portierung, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die meisten Serveranwendung sind portiert, GNOME3 etc. wird man schon aufgrund der beschränkten Hardware des Pis nicht installieren wollen.
  • Pidora (Fedora) ist im Moment nur die Portierung von Fedora 18, aktuellere Versionen sind in der Entwicklung und noch nicht freigegeben, man kann jedoch bereits über yum upgraden
  • Arch Linux für ARM
  • RiscOS als kompaktes, schnelles System
  • RaspBMC ist ein XBMC-Mediencenter
  • OpenELEC ist ebenfalls eine XBMC-Distribution

Daneben gibt es eine Reihe an Projekten, die entweder Standard-Distributionen portieren oder spezielle Versionen davon entwickeln:

  • PiBang Linux auf ChrunchBang-Basis mit Openbox als grafischer Umgebung und Systemd, auch in einer Server-Version verfügbar
  • Kali Linux ARM (ehem. Backtrack) macht aus dem Pi ein System zur Überprüfung der Sicherheit des eigenen Netzes bzw. der eigenen Server. Penetration Testing auf dem Pi
  • Berryterminal und Berryboot. Holt online eine etwas ungewöhnliche Auswahl von Pi-Systemen (BBoot), und schiebt diese auf die SD-Karte, läßt sich auch als Thin-Client-System verwenden (BTerminal)
  • piCore TinyCoreLinux für den Pi. Minimal-Distribution, die komplett im RAM läuft in 3 Varianten, u.a. mit SHH und X
  • RaspyFi für Audiophile mit Webinterface
  • schmale Debian-Versionen ohne den Overhead von Edu und X, die für den Eigenbedarf gebaut wurden, wie etwa dieses Raspbian Net Install oder ein “Minimal Raspbian – Server and XFCE editions”. Optional kann man dort über eine Konfigurationsdatei z.B. das Hauptsystem direkt auf einer externen Festplatte installieren und noch weitere Voreinstellungen vornehmen, sodaß auf der SDHC-Karte nur ein minimaler Rest fürs Booten verbleibt. Weitere Versuche dieser Art finden sich in den Raspbian-Sektionen der Foren.

Foren

Eine Fundgrube sind Foren, die sich ausschließlich mit dem Pi befassen. Einmal das Forum bei raspberrypi.org selbst und vor allem das deutsche Raspberry Pi-Forum. Bei Fragen zu spezieller Hard- und Software wird man dort schnell fündig. Besonders zu Server-Anwendungen gibt es besonders im deutschsprachigen Forum viele Threads und Anleitungen, was nicht ganz unwichtig ist, da HowTos zu Standardinstallationen aufgrund der Hardwaregegebenheiten manchmal nicht weiterhelfen. OwnCloud bspw. ist zwar lauffähig, aber solche Ressourcenfresser will man nicht unbedingt auf dem Pi haben.

Dokumentation

Für den Pi gibt es inzwischen reichlich Dokumentation, auch die üblichen PC-Gazetten sind auf den Zug aufgesprungen. Allerdings finde ich deren Beispielanwendungen nicht unbedingt so zwingend. Eine erste Anlaufstelle ist zunächst die offizielle Schnellanleitung von raspberrypi.org sowie die FAQ und die Video-Tutorials, daneben die Dokumentation der jeweiligen Linux-Portierungen (Links s.o.). Recht interessant ist das englischsprachige kostenlose The MagPi und das Pi Weeky Magazin. Deren Twitter-Accounts werden auch intensiv mit neuen Tweets über Dokumentationen, neuer Hardware oder interessanten Projekten versorgt. Literatur zur Python-Programmierung auf dem Pi und diversen Hardware-Basteleien gibt es mittlerweile ebenfalls reichlich, meist englischsprachig.

Nun wird sich der eine oder andere fragen, was man denn damit eigentlich anfangen soll: Kein Interesse an Steuerungen, Webcams im Vogelhäuschen oder Überwachung des Gartens? Das Plüschtier mit PiCam soll auch nicht in den Weltraum geschossen werden?

Mit dem Pi hat man mit gewissen Abstrichen auch einen hervorragenden Homeserver. Damit befassen sich dann die weiteren Teile, die in loser Folge erscheinen sollen: Der Pi als Mailserver mit Dovecot (IMAP/POP3), Postfix und dem Webinterface Roundcube, Streaming Audio(server) von angehängter externer Festplatte (über USB, rendern muß allerdings der Client), Samba, Apache mit PHP und Dokuwiki sowie Baikal als Kalenderserver usw. Dabei gilt es dann abzuwägen, wieviel man dem Pi zumuten kann, ohne übertakten zu müssen (so einiges).

Neu erschienen: Das Dovecot-Buch. POP3/IMAP-Server

Montag, 03. März 2014

DovecotbuchVom Autor der Postfix- und IMAP-Bücher bei Opensourcepress (Peer Heinlein: “Das Postfix-Buch” sowie “POP3 und IMAP. Mailserver mit Courier und Cyrus” – das IMAP-Buch hatte ich hier empfohlen) ist als aktuelles Werk ein Handbuch zum IMAP-Mailserver Dovecot erschienen: Dovecot. POP3/IMAP-Server für Unternehmen und ISPs. Preislich liegt es wieder im üblichen Rahmen bei 39,90 Euro für die gedruckte Fassung und 34,99 Euro für das eBook in den Formaten epub, mobi und PDF.

Das Anwendungsspektrum reicht von kleineren Arbeitsgruppen bis hin zu großen Installationen mit “hochverfügbaren Cluster-Systemen für Unternehmen mit einigen tausend Mitarbeitern oder gar als komplexe Infrastruktur mit Direktoren, Caching-Proxies und Active/Active-Setups für Internet Service Provider”. Die High-End-Kapitel wird nicht unbedingt jeder benötigen, jedoch verhält es sich damit wie bei Kapiteln zum Mathematiksatz in LaTeX-Büchern: Kann man vielleicht später mal was draus extrahieren, aber gut zu wissen, wo es bei Bedarf zu finden ist. ;) Wichtig dürfte vor allem der Bereich Planung und Konzeptionierung des Mailsystems sein, aus der Ankündigung: “Gewürzt mit einem umfangreichen Erfahrungsschatz aus zahlreichen Dovecot-Projekten begleitet dieses Buch Administratoren durch die Konzeption, warnt vor Fallstricken und strategischen Fehlentscheidungen und zeigt die Umsetzung der verschiedenen Konfigurationen anhand von konkreten, sofort nachvollziehbaren Anleitungen.”

Eine 16-seitige Leseprobe des Kapitels 9 (“Der IMAP-Namespace und Shared Folder”) gibt es als PDF auf der Verlagswebsite. Für die Käufer gibt es noch ein nettes Feature als Zugabe: “Die gedruckte Ausgabe enthält einen persönlichen Zugangs-Code, der Ihnen kostenlos Zugriff auf die Online-Ausgabe dieses Buches gewährt.” Das kennt man so oder ähnlich von Galileo Computing und war immer sehr praktisch. Angesichts der nur minimalen Kostenersparnis beim eBook würde ich den Kauf der gedruckten Version empfehlen. Bestellen kann man direkt beim Verlag (Print und eBook), beim Buchhändler der Wahl vor Ort oder bei Amazon (Promo-Link). Die Auslieferung beginnt ab 14. März 2014.

Die letzte (dritte) Auflage des Postfix-Buches von 2008 ist übrigens im Moment vergriffen, ggf. sind noch Restauflagen verfügbar. Eine aktualisierte Version soll im Herbst erscheinen. Da sich laut Autor jedoch nicht viel Grundlegendes geändert habe, könne er die ältere Version durchaus noch empfehlen. In der Neuauflage kämen hauptsächlich Kapitel zu High-End-Features und sonstigen Ergänzungen hinzu.

  • [2014,book] bibtex
    Heinlein, P. (2014). Dovecot. POP3/IMAP-Server für Unternehmen und ISPs. München: Open Source Press.
    @BOOK{ heinl2014,
      author = {Peer Heinlein},
      title = {Dovecot. POP3/IMAP-Server f{\"u}r Unternehmen und ISPs},
      year = {2014},
      publisher = {Open Source Press},
      address = {M{\"u}nchen}
    }
  • [2007,book] bibtex
    Heinlein, P., & Hartleben, P. (2007). POP3 und IMAP. Mailserver mit Courier und Cyrus Open Source Press.
    @BOOK{ heinl07, title = {POP3 und IMAP. Mailserver mit Courier und Cyrus},
      publisher = {Open Source Press},
      year = {2007},
      author = {Peer Heinlein and Peer Hartleben}
    }
  • [2008,book] bibtex
    Heinlein, P. (2008). Das Postfix-Buch. Sichere Mailserver mit Linux (3 ed.) Open Source Press.
    @BOOK{ heinl04, title = {Das Postfix-Buch. Sichere Mailserver mit Linux},
      publisher = {Open Source Press},
      year = {2008},
      author = {Peer Heinlein},
      edition = {3}
    }

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